Auf Initiative des Vereins "Für ein lebenswertes Rothenburg" e.V. trafen sich kürzlich Vertreter Rothenburger Sozialeinrichtungen, der Kirche, des Stadtrates, der Polizei und die Bürgermeisterin, um über Initiativen zur Stärkung von Demokratie und Toleranz in der Stadt zu beraten. Zur Einführung der Diskussionsrunde, die von Andreas Drese moderiert wurde, stellten Vertreter des Kulturbüros Sachsen neonazistische und menschenfeindliche Erscheinungsformen vor, die von vielen Menschen als solche gar nicht wahrgenommen werden.
Im folgenden Gedankenaustausch arbeitete man heraus, dass eine Analyse der örtlichen Gegebenheiten für die Erarbeitung von wirksamen Maßnahmen und Aktivitäten nötig ist. Äußerst wichtig sei es, stellte man fest, die Sensibilität für rassistische, fremdenfeindliche oder verächtliche Äußerungen und Handlungen zu erhöhen und den Mut zu fördern, ihnen im täglichen Leben offen zu begegnen. Hier kommt auch den Rothenburger Vereinen eine Verantwortung zu, sich mit diesem Thema zu befassen. Im Herbst soll es ein Folgetreffen geben, bei dem die aktuelle Lage durch einen Bericht der Polizei dargelegt wird und über konkrete weitere Schritte zu mehr Demokratie und Toleranz in Rothenburg beraten werden soll.
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