28.06.2012
Schutzmauer an der Neiße
REDAKTION

In Görlitz hat die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen mit dem Bau der neuen Hochwasserschutzmauer begonnen. Diese entsteht oberhalb der Stadtbrücke Görlitz an der Hochschule Zittau/Görlitz. Die Gebäude der Hochschule sowie die benachbarte Grundschule und das Schulungszentrum werden künftig vor Hochwasser geschützt sein, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100). Das Projekt ist Teil des Hochwasserinvestitionsprogrammes des Freistaates Sachsen (HIP) und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Gesamtkosten betragen rund 1,5 Millionen Euro. Die Mauer soll noch in diesem Jahr fertig werden.

Die Schulgebäude waren beim Hochwasser im August 2010 stark beschädigt worden. Die neue Hochwasserschutzmauer hat eine Länge von rund 300 Metern. Es handelt sich dabei um eine Stahlbetonwand auf Bohrpfählen. Diese technische Lösung ergibt sich aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse sowie des Bauuntergrundes.
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Im Bereich der verglasten Aula im Fakultätsgebäude der Hochschule werden Glaswandelemente in die Hochwasserschutzlinie integriert. So können die Sichtbeziehungen zur Lausitzer Neiße erhalten bleiben. Weitere Mauerabschnitte werden begrünt. Die Feuerwehrzufahrt zum Hochschulgelände wird angehoben, so dass sie dann bis zu einem 50-jährlichen Hochwasser (HQ50) befahrbar bleibt. Die Öffnung kann bei einem größeren Ereignis durch ein Hochwasserschutztor verschlossen werden.

Bereits im Februar dieses Jahres wurden für den Bau der Hochwasserschutzmauer Bäume auf dem Gelände gefällt. Ersatzpflanzungen wurden im April unter anderem im Stadtpark Görlitz durchgeführt.


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