06.08.2012
LANDKREIS BAUTZEN
Geheimtipps für Urlaub in der Lausitz
KATRIN KUNIPATZ

Granit prägt Demitz-Thumitz. Die Gemeinde bietet für sportliche und wissbegierige Urlauber Anlaufpunkte. | Foto: Katrin Kunipatz

Das erste Drittel der Sommerferien ist um. Während mancher im Urlaub ferne Länder besucht, hat der Oberlausitzer Kurier bei Bürgermeistern und Stadtverwaltungen nachgefragt, wo man sich in der Heimat erholen kann.  

In Vertretung des Bischofswerdaer Oberbürgermeisters empfiehlt der Marketingverantwortliche Sven Pluhár Folgendes: Mit dem Rad lassen sich ein Schloss, zwei Kirchen und ein Kloster bei einer Tour über Rammenau, Gödlau, Nebelschütz, Rosenthal, Räckelwitz nach Panschwitz-Kuckau und zurück über Rammenau und den Butterberg entdecken. Für etwas Action sollte man einen Abstecher auf die Moto-Cross-Strecke des MC Jauer unternehmen. Am Wochenende kann man den Motocrosser beim Training zuschauen.
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Wissenswertes gibt es in Rammenau zu erfahren. Grit Schülke von der Gemeindeverwaltung empfiehlt die aktuelle Ausstellung im Alten Gefängnis zum 250. Geburtstag von Johann Gottlieb Fichte. Fast bei jedem Wetter sind Sportliche, aber auch Familien mit Kindern, auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen rund um Rammenau richtig.

Einen Plan gibt es in der Alten Schmiede und in den Auslagen in der Fichtestube. Zwei Stunden dauert die Tour von der Luchsenburg zum 449 Meter hohen Hochstein. Unkompliziert ist ein Besuch auf dem neuen Kinderspielplatz an der Johann-Gottlieb-Fichte-Straße. Während die Jüngsten auf Seilbahn oder Kletterburg toben, genießen Eltern und Großeltern ruhige Momente auf den Sitzbänken.

Granit prägt das touristische Konzept der Gemeinde Demitz-Thumitz. Deshalb nennt Hauptamtsleiter Stephan Garten für alle sportliche aber auch historisch interessierte Besucher die Granitroute durch den Ort. Bei einer Radtour durch acht Ortsteile kann man ebenfalls Wissenswertes über Steinmetze und Granitindustrie erfahren. Wem dies noch nicht genügt, sollte im Bautzener Senfmuseum die Ausstellung über Granit besuchen.

Einige echte Überraschungen gibt es in Neukrich zu entdecken. Bürgermeister Gottfried Krause zählt Folgendes auf: In der Kirche Neukirch steht die erste Orgel von Hermann Eule, dem Bautzener Orgelbaumeister dessen Hauptwerk die Orgel im Petridom Bautzen wurde. Die Kirche kann nach Absprache mit dem Pfarramt, Telefon (035951) 3 14 56, betreten werden. Technisch interessant ist das letzte erhaltene Wasserrad von ehemals 20 in Neukirch. Es befindet sich an der ehemaligen Lohgerberei, Wiesenstraße 10.

Auf das intakte Wasserrad einschließlich Fischtreppe kann man nach Absprache mit Christoph Krause, Telefon (035951) 3 21 43 einen Blick werfen. Wissenswertes gibt es in der Leinenmanufaktur von Kleist und bei der Firma "Neukircher Zwieback" zu erfahren. In beiden Fällen muss man sich zuvor telefonisch anmelden (Leinenmanufaktur – (035951) 31423; Zwiebackproduktion und -verkauf (035951) 2590). Sportlichen Feriengästen empfiehlt Gottfried Krause den Aufstieg zum Valtenberg. Familien mit Kindern können vor der Wandertour einen Abstecher in den Streichelzoo der Familie Pratsch, Valtentalstraße 3, machen.

Im benachbarten Steinigtwolmsdorf bietet sich den Familien mit dem Erlebnisbad "Wasserwelt" gleich die nächste Attraktion. Steinigtwolmsdorfs Bürgermeister Guntram Steglich verspricht hier viele Überraschungen für die Gäste. Sportlich kann man sich auf dem Tennisplatz in Weifa oder bei einer Radtour durch Tschechien betätigen. Guntram Steglich empfiehlt eine Route von Steinigtwolmsdorf über Lobendau, Schluckenau, Sohland und zurück nach Steinigtwolmsdorf.

Wandernd können sich die wissbegierigen Gäste bewegen. Beispielhaft nennt der Bürgermeister den Grenzwanderweg "Weg der Roten Waldameise". Er führt von Steinigtwolmsdorf nach Sohland entlang des Grenzverlaufs zu Tschechien. Infotafeln vermitteln Wissenswertes über die Natur.


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