26.07.2012
NEUKIRCH
Von "Teerkolonne" betrogen
REDAKTION

Anfang Juli kam es in Neukirch/Lausitz zu einer Betrugshandlung durch eine sogenannte englische "Teerkolonne". Im vorliegenden Sachverhalt bot der unbekannte Täter einer älteren Frau an, die Löcher im Hof des ehemaligen Bauernhofes auszubessern.

Der Preis sollte 20 Euro pro Quadratmeter betragen. Letztendlich rückte die vermeintliche Baufirma entgegen der Absprache mit einer Teermaschine an und teerte den gesamten Hof. Die ältere Dame sollte nun plötzlich 4.400 Euro für diese minderwertig ausgeführten Arbeiten bezahlen. Sie übergab dem angeblichen "Vorarbeiter" 3.000 Euro, da sie nicht mehr Geld im Haus hatte. Eine Quittung erhielt sie für die Arbeit nicht.

Am darauf folgenden Tag wurde in Sohland a. d. Spree ein aus Großbritannien stammender Pkw kontrolliert. Der Fahrer gab an, englischer Tourist zu sein. Durch einen älteren Herrn, welcher in der Nähe des Kontrollortes wohnt, wurde bekannt, dass es sich bei dem Engländer um einen Mann handelte, durch den er angesprochen worden war, ob er sein Grundstück nicht teeren lassen möchte.
Polizeilich bekannt ist außerdem, dass die genannten "Teerkolonnen" in Wohnwagengruppen auf nahegelegenen Zeltplätzen wohnen. Die Baumaschinen stehen dabei abseits der Wohnstätten.

Die Polizei bittet nun um die Mithilfe der Bevölkerung: Wer kann Angaben zu solchen Wohnwagengruppen und/oder Abstellplätzen von Baumaschinen mit englischen Kennzeichen machen? Bei welchen Firmen wurden Bitumen oder größere Mengen Sand durch englische Bürger gekauft? Sachdienliche Hinweise nehmen das Polizeirevier Bautzen unter Telefon (03591) 35 6-0 und jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Da kann man leider nichts machen.Denn illegal ist es nicht,was die "Engländer" machen.Die sind in Großbritanien gewerblich regiestriert,damit Freiberufler und somit können die in der gesamten EU die Löcher in den Strassen zustopfen.Vollkommen legal sozusagen.Niemand kann dagegen etwas machen,außer man macht mit ihnen keinen Vertrag.Die Frau hat vielleicht was falsch verstanden oder der Brite wollte seinen Teer loskriegen vom Wagen.Aber jedenfalls wird es jetzt für die Frau ziemlich kompliziert,das Zeug wieder vom Hof zu kriegen plus Abtragungskosten.Ein Vertrag mit einer Firma aus der Region vor Ort wäre wohl sicherlich viel billiger gewesen.Vor allem hätte der Auftragnehmer auch verstanden,wieviel Quadratmeter er asphaltieren soll.
Jedoch ist es bei kleiner Fläche besser,man rührt sich einen Sack Zement mit Kies an und kippt die Plörre in das Loch.Reicht jedenfalls einige Zeit und ist anders als Teer im heißen Zustand umweltverträglich.Also selber ist die Frau ! Spart 3000 € und noch mehr.


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