18.02.2012
GÖRLITZ/ZGORZELEC
Polen wollen auch Straßenbahn
REDAKTION

Wird es in Zukunft eine grenzüberschreitende Straßenbahnlinie geben? | Archiv

Zu einem Gespräch über die Möglichkeit einer grenzüberschreitenden Straßenbahntrasse haben sich der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick und der Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz vor wenigen Tagen im Zgorzelecer Rathaus getroffen. Weitere Vertreter der Stadtverwaltungen sowie der Stadtwerke Görlitz AG und der Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH nahmen an diesem Treffen teil.

Jüngst hatte die polnische Seite ihr Interesse an einer grenzüberschreitenden Straßenbahnlinie erneuert. Die Idee dazu ist nicht gänzlich neu, im Jahre 2002 war von der Arbeitsgruppe des Zweckverbandes Oberlausitz-Niederschlesien eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, die insbesondere rechtliche Rahmenbedingungen, verkehrsplanerische Grundlagen, Betreibermodelle und betriebstechnologische Aspekte sowie die Finanzierung betrachtet.
ANZEIGE



Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die Machbarkeitsstudie nur ein erster Baustein ist und weitere Untersuchungen erforderlich sind.

Die Stadt Görlitz hat sich deshalb auch im Zusammenhang mit dem Neuordnungskonzept Innenstadt Ost/Brückenpark mit diesem Vorhaben auseinandergesetzt. Auch das 2011 erarbeitete Gesamtverkehrskonzept beinhaltet Szenarien für einen grenzüberschreitenden Straßenbahnbetrieb.

Die Unterlagen wurden im Juli letzten Jahres an Zgorzelec übergeben. Daraufhin folgte im November 2011 eine detaillierte Anfrage des Zgorzelecer Bürgermeisters zum Projekt. Die polnische Verwaltung bekräftigte dabei ihr Interesse an dieser Idee und formulierte den Wunsch, die alte Verbindung nach Moys (Ujazd) wiederzubeleben.

Im Zuge der neuen EFRE-Förderperiode 2014 bis 2020 sieht Zgorzelec gute Chancen auf Fördermittel. Dazu müssten die Vorbereitungen jetzt beginnen.

Als nächste Schritte haben der Görlitzer OB und der Zgorzelecer Bürgermeister die statische Prüfung der Stadtbrücke durch die polnische Seite sowie die Konstituierung einer gemeinsamen Facharbeitsgruppe vereinbart.

Diese soll dann in die inhaltliche Arbeit einsteigen und – sofern finanziell darstellbar – gegebenenfalls einen Grundsatzbeschluss herbeiführen.

Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Ja Julian Nitzsche,das verstehe ich.Aber anders als die Polen,die seit 2005 "leise" über einen Anschluß nachdenken,denke ich seit 2001 darüber nach,wie ich,im übertragenen Sinne,dem Großverwalter wegen fehlender Baugenehmigung die Schlüssel für Ausweichquartiere mit genauem Lageplan 800 Km östlich überreichen kann.In diesem Punkt sind die Polen etwas aufnahmeresistent und es bedarf besserer Hinweisschilder.Die denken leider in die falsche Richtung.

Julian,

das glaube ich nicht,
dass Lars das
versteht.

Der will jetzt sogar ohne eine Machbarkeitstudie
in Schiebock Strassenbahngleise verlegen.

Herr Michel, wenn Sie sich in Polen tatsächlich so gut auskennen würden, wie Sie behaupten, hätten Sie wahrscheinlich auch mitbekommen, dass über diese Pläne in Zgorzelec bereits seit 2005 "leise" diskutiert wird. Nun kann nun mal nicht einfach jeder sich auf eigene Faust ein Anschlussgleis an die Görlitzer Straßenbahn legen, das werden Sie doch sicherlich verstehen?

Hallo zurück@ Erhard,

genausogut können Sie eine "Machbarkeits-
studie" über die Ansiedlung von Gesellschaften freilebender Pinguine und Giraffen in der Lausitz in Bezug auf Ihre Verträglichkeit mit freilebenden Drachen und Einhörnern anfertigen lassen.

Da platzt einem als Steuerzahler echt der Hals, das Geld für solche "Studien" ist bei jeder Suppenküche besser aufgehoben, wenn sich das anzunehmende Ergebnis jeder "Durchschnittsbürger" an 5 Fingern mit 90% iger Wahrscheinlichkeit vorab ausrechnen kann.

Wie gesagt: einfach mal nachdenken!

MfG Frank

Erhard ! Ich hatte noch nie das Gefühl in Polen zu sein ,wenn ich in Görlitz war.Auch wenn da andere Beschriftung als die gewöhnliche ist.Innerlich weiß man,das hier ein geschichtlicher Unfall passiert ist,der wohl hätte besser nicht sein sollen.Es könnte ja in Leipzig oder Berlin heute genauso sein mit der Beschriftung.Alles heute sind die Resultate der zeichnerischen Fähigkeiten und der Lust und Laune eines Jossif Wessarionowitsch Dschgaschwili.Hier kann man deutlich sehen,wie ein einzelner Mensch letztendlich doch nachhaltig die Welt in !Un-!ordnung verbringen kann.Aufs Thema speziell:Warum tragen die Polen ihre Vorhaben oder bzw die Wünsche zu diesen vorher erstmal groß und breit rum in den Gazetten ? Auf deutscher Seite ? Da steckt System dahinter.Die Deutschen gehts ja überhaupt nichts an.Aber es sind wahrscheinlich die Einzigen in Europa,haben sich die Polen gedacht,die deren Projekte bezahlen könnten.Denn deren eigenen Kassen sind leer.Denn was soll denn das Theater wegen der paar Meter Schienen und Kabel.Kabel ? Wie lange würden die denn da hängen ? Also ich wäre dafür,die Polen würden ihre Projekte so leise umsetzen,das keiner was davon mitkriegt und auch niemand anderes dafür zahlen muß als die selbst.Das ist nämlich der Kern des Problemes hier beim Link unterdrückt nach Julian Nitzsche zu folgen,befindet sich Polen ja in einer großen Wachstumsphase.Zgorcelec gehört wohl nicht zu Polen oder ?



 Seite 1 von 5
weiter >
  >>


Wetter

Für die Wettervorschau benötigen Sie den freien Adoble Flash Player, den Sie hier laden können.

Meistgeklickt


Flugplätze werden zum Segelflug-Eldorado
Auf den Flugplätzen Rothenburg und Görlitz hat man das Jahr 2014 positiv abgeschlossen. Und auch für 2015 zeichnen sich wirtschaftliche und... mehr

Besucherboom im Haus Schminke
Architektin Claudia Muntschick, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der Stiftung Haus Schminke, freut sich über den Besucherboom. Denn im... mehr

Fenster-WCs am Arbeitsplatz?
In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In unserer letzten Umfrage wollten wir von Ihnen wissen... mehr

Die Finanzlage wird aktuell nicht einfacher
Der Verband der Ersatzkassen in Sachsen hat angekündigt, dass der so genannte Landesbasisfallwert 2015 auf 3190... mehr

Bestattungswald: Hürde übersprungen
Die Bürgerinitiative für einen Bestattungswald in Kamenz hat die erste Hürde auf dem Weg zur Verwirklichung ihres Vorhabens übersprungen: Vor wenigen... mehr

Fenster-WCs am Arbeitsplatz?
mit 4 Kommentaren

In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In unserer letzten Umfrage wollten wir von Ihnen wissen... mehr

Blitzer sorgen für Verkehrsberuhigung
mit 1 Kommentar

Blitzer sorgen für eine Verkehrsberuhigung. Dafür müssen die Geräte korrekt geeicht und die Standorte technisch geeignet sein. Wo dies nicht möglich... mehr

Holm Große kandidiert bei der Oberbürgermeisterwahl
mit 1 Kommentar

Als parteiloser Kandidat eines möglichst parteienübergreifenden Bündnisses tritt Holm Große bei der voraussichtlich am 7. Juni stattfindenden Wahl des... mehr

Lenin geht nicht nach Burg
mit 1 Kommentar

Die Verpachtung des Bischofswerdaer Lenin-Denkmals an das DDR-Museum in Burg (Spreewald) ist endgültig vom Tisch. Wie der Amtsleiter für... mehr

Personalabbau nach Übernahme
mit 1 Kommentar

Im Zuge der Übernahme des Bischofswerdaer Kressner-Modemarktes durch die Adler Modemärkte AG (der "Oberlausitzer Kurier" berichtete) kommt es zu einem... mehr


Anzeige
Neue Kommentare
um 08:15 von redaktion in
Fenster-WCs am Arbeitsplatz?

um 19:46 von Hubert in
Fenster-WCs am Arbeitsplatz?

um 17:37 von Katja Zimmermann in
Fenster-WCs am Arbeitsplatz?

um 20:10 von Erhard in
Fenster-WCs am Arbeitsplatz?

um 14:15 von Erhard in
Lenin geht nicht nach Burg
Webcam Görlitz

Polizeimeldungen

Bundesautobahn 4 , Fahrtrichtung Dresden – Görlitz zwischen den Anschlussstellen Weißenberg und Niederseifersdorf:
Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 4
In den späten Abendstunden ereignete sich nahe der Anschlussstelle Weißenberg  ein Verkehrsunfall, bei dem zwei  Personen verletzt wurden. Ein weißer

Schleife, Lindenweg:
Zeugenaufruf
Am Freitag, den 23.01.2015, ereignete sich gegen 07:20 Uhr auf dem Lindenweg in Schleife ein Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus

Zittau, Peschkestraße:
Versuchter Laubeneinbruch – Täter gestellt
Durch einen Zeugenhinweis konnten in der Nacht zu Mittwoch in Zittau zwei Täter (beide 27) in einer Kleingartenanlage an der Peschkestraße

Zittau, Christian-Keimann-Straße:
Ladendiebin gestellt
Am Dienstagnachmittag wurde in Zittau eine Diebin erwischt. Durch den Ladendetektiv eines Supermarktes in der Christian-Keimann-Straße wurde die Dame

Zittau, OT Hirschfelde, Görlitzer Straße:
Einbruch in Hirschfelde
Unbekannte Täter brachen in der Nacht zu Dienstag in das Gerätehaus eines Sportvereines in Hirschfelde ein. Der oder die Täter hebelten ein Fenster


Digitale Ausgabe 31. Januar 2015

Web 2.0
Folge uns bei