05.07.2012
BISCHOFSWERDA
Produktionslinie von Arise unterm Hammer
KATRIN KUNIPATZ

Arise unterm Hammer | Katrin Kunipatz

Nun ist endgültig Schluss bei Arise. Der Insolvenzverwalter versteigert seit jetzt die Produktionsanlagen. Per Online-Auktion werden zurzeit die Produktionsanlagen der insolventen Bischofswerdaer Solarfirma Arise versteigert. Insgesamt 235 Posten führt der Katalog des Auktionshauses Dechow auf. Darunter sind viele kleine Objekte wie Flachbildschirme, Computer und verschiedene Regale aber auch die komplette Solarwafer Produktionslinie für Monokristralline-Siliziumwafer.

Für Letztere liegt das Mindestgebot bei 655.000 Euro. Ein Mitarbeiter des Auktionshauses bezeichnet das Interesse potenzieller Käufer Mitte der Woche als "verhalten", aber es könne sich bis Ende der Woche noch alles ändern. Darauf hofft auch die Insolvenzverwalterin Rechtsanwältin Dr. Bettina Breitenbücher. Wie Sprecher Sebastian Glaser mitteilt, ist die Einzelverwertung der Produktionsanlagen der einzige Schritt, damit die Gläubiger zu ihrem Geld kommen. Wie hoch diese Summe genau ist, wird wohl erst in einigen Monaten feststehen, wenn die Rechtsgültigkeit aller Forderungen geprüft ist.
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Schon kommende Woche soll jedoch klar sein, welchen Ertrag die Versteigerung gebracht hat.Durchgeführt wird diese vom Hamburger Auktionshaus Dechow, das von der Insolvenzverwalterin beauftragt wurde. Nötig wurde dies, nachdem sich trotz Verhandlungen und Gesprächen mit verschiedenen Interessenten in den zurückliegenden Monaten kein neuer Investor gefunden hatte, so Sprecher Glaser. Einen Grund dafür sieht er in der momentan schlechten Situation der Solarbranche.

Bei der Arise Technologies Deutschland GmbH kriselte es jedoch schon seit Längerem. Schon im Frühjahr 2011 ruhte die Produktion. Doch der damalige Geschäftsführer war zuversichtlich im Sommer 2011 wieder produzieren zu können. Daraus wurde jedoch nichts – vielmehr musste Arise im Oktober 2011 Insolvenz anmelden, nachdem die Gläubiger keine weiteren Gelder investieren wollten und statt dessen ausstehende Zahlungen einforderten. Seit Januar sind die rund 100 Beschäftigen arbeitslos.

Die Produktion wurde stillgelegt und die Suche nach einem Investor begann, der die Produktion hätte wieder aufnehmen können. Nachdem sich diese Pläne nun zerschlagen haben, bleibt nur der Ausverkauf der Produktionsstätte. Die Hoffnung für eine Solarfirma in Bischofswerda ist so endgültig dahin. 

Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Wie geht es denn insgesamt jeztz weiter mit Bischofswerda ? Die Firma ARISE wollte schließlich größter Arbeitgeber im Ort werden und ist jetzt gar keiner mehr.Hinzugesellt haben sich noch gleich andere große Firmen,sodas man sagen kann,außer Polizeihauptquartier in der Bahnhofstrasse und Kreiskrankenhaus Bischofswerda gibts sogut wie keine anderen Positionen im Ort,wo die Menschen Arbeit finden können.Hier kann man aber auch nicht sagen,das die Wirtschaftskrise dran Schuld war.Denn das sieht alles aus,als ob hier ein Wagenlenker am Werk wäre,der permanent die ihm anvertrauten Autos gegen die Wand bretert,wohl weil die Lenkfähigkeiten gar nicht vorhanden sind.Schlimmer kann es für den Ort ja gar nicht mehr kommen.Eine Belebung des Altmarktes ist dadurch praktisch ausgeschlossen.Arbeitslose Bürger sind keine Großkunden in teuren Einkaufsläden,sollten sie gebaut werden und existieren.Die ganze Stadt verkommt zur Geisterstadt.Wer dort ein Haus oder sonstige Immobilie hat,der ist Eigentümer einer glühenden Kohle.Null Wert und null Interessenten.Seit über 10 Jahren geht das schon so.Welche Ideen hat der Bürgermeister,um seine Stadt von Wert 5 € auf den Wert zu bringen,damit hier mal Leben existiert und sich ansiedelt ? Bischofswerda ist doch eine Wüste,bestehend aus alten Häusern und Wald ringsrum und sonst gar nichts.Die Welt beginnt von dort aus gesehen in genau 33 Kilometer Entfernung nach Westen !

Also jedenfalls hat Bischofswerda jetzt mit der leerstehenden Produktionshalle von " ARISE" eine Möglichkeit der Notfallversorgung für Patienten in Katastrophenfällen.die hoffentlich wiederum nie eintreten mögen.Oder als zusätzliche Unterbringungsmöglichkeit für Menschen bei Havarien.Ist doch alles niet-und nagelfest im und am Gebäude und somit hierfür geeignet..Aber zusätzlich wegen der Lage ließe sich doch hier auf dem Gelände ein Spass-und Erlebnisbad wie Belantis in Leipzig errichten oder ein Baumarkt,Freizeitanlage für Rentner mit angeschlossenem Heim oder auch ne Schönheitsfarm für Lifting wäre möglich.Ideal auch für einen Suppenfabrikanten als Herstellungshalle für Dosen und die dann da reinkommenden Frkadellen.Oder als Markthalle für Frischfisch ähnlich wie in Hamburg.Oder vielleicht könnte man da einige Gelddruckmaschinen aufstllen,wo die Leute sich ihre Scheine selber drucken können.Ist ja dasselbe,ob man bei der Firma ARISE arbeitete oder sich jetzt da die Geldscheine selber druckt zwischen Konservendosen,gelifteten Rentnern zwischen Schwimmhalle und Baumarkt.Wirkt jedenfalls irgendwie lebendiger als jetzt.Und Sonne gibts gratis aus Afrika !
Also Möglichkeiten gibt es viele,auch wenn am Ende nichts wird,ist das auch schon immerhin viel.


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