Nun ist endgültig Schluss bei Arise. Der Insolvenzverwalter versteigert seit jetzt die Produktionsanlagen. Per Online-Auktion werden zurzeit die Produktionsanlagen der insolventen Bischofswerdaer Solarfirma Arise versteigert. Insgesamt 235 Posten führt der Katalog des Auktionshauses Dechow auf. Darunter sind viele kleine Objekte wie Flachbildschirme, Computer und verschiedene Regale aber auch die komplette Solarwafer Produktionslinie für Monokristralline-Siliziumwafer.
Für Letztere liegt das Mindestgebot bei 655.000 Euro. Ein Mitarbeiter des Auktionshauses bezeichnet das Interesse potenzieller Käufer Mitte der Woche als "verhalten", aber es könne sich bis Ende der Woche noch alles ändern. Darauf hofft auch die Insolvenzverwalterin Rechtsanwältin Dr. Bettina Breitenbücher. Wie Sprecher Sebastian Glaser mitteilt, ist die Einzelverwertung der Produktionsanlagen der einzige Schritt, damit die Gläubiger zu ihrem Geld kommen. Wie hoch diese Summe genau ist, wird wohl erst in einigen Monaten feststehen, wenn die Rechtsgültigkeit aller Forderungen geprüft ist.
Schon kommende Woche soll jedoch klar sein, welchen Ertrag die Versteigerung gebracht hat.Durchgeführt wird diese vom Hamburger Auktionshaus Dechow, das von der Insolvenzverwalterin beauftragt wurde. Nötig wurde dies, nachdem sich trotz Verhandlungen und Gesprächen mit verschiedenen Interessenten in den zurückliegenden Monaten kein neuer Investor gefunden hatte, so Sprecher Glaser. Einen Grund dafür sieht er in der momentan schlechten Situation der Solarbranche.
Bei der Arise Technologies Deutschland GmbH kriselte es jedoch schon seit Längerem. Schon im Frühjahr 2011 ruhte die Produktion. Doch der damalige Geschäftsführer war zuversichtlich im Sommer 2011 wieder produzieren zu können. Daraus wurde jedoch nichts – vielmehr musste Arise im Oktober 2011 Insolvenz anmelden, nachdem die Gläubiger keine weiteren Gelder investieren wollten und statt dessen ausstehende Zahlungen einforderten. Seit Januar sind die rund 100 Beschäftigen arbeitslos.
Die Produktion wurde stillgelegt und die Suche nach einem Investor begann, der die Produktion hätte wieder aufnehmen können. Nachdem sich diese Pläne nun zerschlagen haben, bleibt nur der Ausverkauf der Produktionsstätte. Die Hoffnung für eine Solarfirma in Bischofswerda ist so endgültig dahin.
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