07.08.2012
LONDON
Maik bleibt der ganz große Wurf versagt
UWE MENSCHNER

Maik Petzold erreichte lediglich den 31. Platz bei Olympia 2012. | Thomas Dybek

Es hat nicht sollen sein: Mit dem 31. Platz kehrt der Bautzener Maik Petzold von den Olympischen Spielen in London zurück. Dabei hatte der Wettkampf für den Triathleten so gut begonnen.

Mit nur 29 Sekunden Rückstand auf eine sechsköpfige Spitzengruppe mit den britischen Top-Favoriten Alistair und Jonathan Brownlee war Maik Petzold nach dem Schwimmen aus dem Wasser gestiegen. Auf dem Fahrradparcours hatten die Verfolger, zu denen neben dem Bautzener auch sein Teamgefährte Jan Frodeno gehörte, die Führenden rasch eingeholt. Fortan bestimmte die nunmehr 22-köpfige Gruppe das Geschehen, hielt das Tempo hoch und belauerte sich gegenseitig.

Entschieden wurde der olympische Triathlon jedoch – wie so oft in dieser Sportart – im Laufen. Hier setzten sich Alistair und Jonathan Brownlee gemeinsam mit dem Spanier Javier Gomez sofort vom Rest des Feldes ab und gaben diese Führung bis zum Schluss nicht mehr preis.

Für Maik jedoch wurde es jetzt bitter: Von einem aussichtsreichen 14. Platz aus gestartet, musste der Bautzener von Runde zu Runde immer mehr Konkurrenten ziehen lassen.

Am Ende lief er gemeinsam mit dem Australier Brad Kahlefeldt als 31. über die Ziellinie. Im anschließenden Telefongespräch mit dem Oberlausitzer Kurier erklärte Maik Petzold:

"Ich empfinde eine Mischung aus Freude und Enttäuschung, denn der 31. Platz war nicht das Ziel; ich hatte mehr erwartet und die Top 10 anvisiert. Wenn die Beine  nicht richtig mitmachen, kann der Kopf motiviert sein, so viel er will. Es gibt eben solche Tage, an denen man sein Leistungsvermögen nicht zu 100 Prozent abrufen kann."

Maik bleibt jetzt noch einige Tage in London, um das olympische Flair zu genießen, sich einige Wettkämpfe anzuschauen und auch noch etwas Kultur zu "schnuppern", auch einige offizielle Termine wollen wahrgenommen werden.

Einen abrupten Abschied vom Leistungssport wird Maik Petzold nicht vollziehen: "Man kann den Körper nicht einfach von hundert auf null herunterfahren. Ich werde einige Wettkämpfe auf etwas niedrigerem Level bestreiten, auch ein bis zwei Mitteldistanzen absolvieren. Außerdem benötige ich dieses Übergangsjahr für die berufliche Orientierung."

Link zum Thema
Die kompletten Ergebnisse: http://www.london2012.com/triathlon/event/men/index.html?v=20120807-133443030
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Das olympische Triathlonrennen in London begann am 7. August um 12.30 Uhr (11.30 Uhr in London) und endete für Maik Petzold 1:50:23 später.

Die Medaillen gingen an:

GOLD - Alistair Brownlee (1:46:25) - England.
SILBER - Javier Gomez (1:46:36) - Spanien.
BRONZE - Jonathan Brownlee (1:46:56) - England.

Bester Deutscher wurde Jan Frodeno mit 1:47:26 auf Platz 6.


Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Mit Geld kann man
nicht alles kaufen.

Ich denke da an die Spitzensportler in der DDR,
die nicht wegen des Geldes abgehauen,
bzw. gar nicht abgehauen, sind.

Ich denke da an Gabi Seifert, Kati Witt,
*Täve* und viele andere.

Wenn die abgehauen wären, dann wären sie
im Westen x-fache Milllionäre geworden.

Sie sind hier geblieben und sind aus meiner Sicht
viel reicher wie die "Sport"Millionäre von heute.

Geld ist wichtig! Aber der
Mensch ist wichtiger!

Erhard ! Ich erinnere mich an eine vorangegangene Fußball-WM,wo Kamerun es spielerisch nach ganz oben geschafft hatte.Aber dann gab es ein Spiel,der Gegner ist mir entfallen,wo die Spieler plötzlich von Kamerun auf dem Spielfeld rumrannten wie Anfänger und teilweise wirkten,als wenn sie Drogen oder Alkohol intus hätten.Kann möglich sein,das das mit "gezinkten" Sportwetten zu tun hatte.Also das die Spieler Geld gekriegt hatten vielleicht dafür,das sie extra langsam machen.Bei der richtigen Summe ist das schon möglich oder ? Selber habe ich bei der Bundeswehr getrickst.Wollte als unsportlich abqualifiziert werden und habe richtig langsam gemacht beim Bewertungssport.Hat aber nichts genützt.Komischerweise war ich immer noch 13 ter in der Kompanie laut Liste.Da frage ich mich,hatten die anderen Mithäftlinge etwa ebenso kalkuliert oder waren die etwa alle unsportlich .Sahen jedenfalls nicht so aus.Kann aber auch an der guten westdeutschen Ernährung gelegen haben.Zu verwöhnt wohl die Jungs.Ist aber glücklicherweise schon 22 Jahre her.Und eingezogen werde ich mit Sicherheit nicht mehr.Die Landesverteidigung haben sowieso schon Polizistinnen und Polizisten übernommen.Denen fehlt nur noch das richtige Fahrzeug.Chef der Truppe ist Tillich,der nicht mit der Bezahlung für die rausrücken will.Ergibt eine kampfstarke Truppe.

Lars,

ja das sehe ich ähnlich.

Die Teilnahme bei den Olympischen Spielen ist schon ein großer Erfolg, der auf jahrelange harte Arbeit
zurück zuführen ist.

Das mit den >Sport-Wetten< sehe ich nicht so.
Wir erinnern uns doch noch sehr genau an
die Betrügereien als Fußball-Spiele
gekauft und dadurch die *Sport-
Wetter* " gewonnen haben.

Das "Wett-Büro" macht so und so nur Gewinn
und brauch deshalb nicht in Insolvenz gehen.

Von den eingenommenen Wett-Beträgen
werden doch immer nur die Hälfte
an die Gewinner wieder aus-
geschüttet. Die andere
Hälfte bleibt doch
beim Wett-
Büro.

Das ist doch bei Sachsen-Lotto und anderen
Lotto-Betrieben auch nicht anders.

Erhard ! Außerdem,wenn man immer nur siegt,ist das letztlich auch ziemlich langweilig.Für die Zuschauer wie für den Sportler selber.Der Sportler weiß dann ja,das er immer den ersten Platz macht und die Zuschauer ebenso.Irgendwnn schaut kein Zuschauer mehr zu und der Sportler wird auch genervt sein.Dchießlich aber gibts aber beim Sport kein Ergebnis vorab,sondern hinterher erst.Sonst könnte man sich ja auch die Sportwetten sparen.Denn man könnte ja nicht mehr auf Ergebnis wetten,da immer erster Platz rauskäme.Wenn alle aber letztlich auf ersten Platz setzen würden weil nichts anderes zu erwarten wäre,dann würde es keine Gewinnausschüttung mehr geben.Der Einsatz wäre der Gewinn und das Wettbüro müße Insolvenz anmelden.Und industriell erzeugte Ergbnisse wie vom Band erster Platz wäre ja auch nicht schön.Also lieber regulärer fairer Sport wie hier,wo es viele Teilnehmer und das Ergebnis erst hinterher gibt.Einer kann ja nur gewinnen.Und wenn man nur Sport triebe wegen des Goldes wegen,wäre es besser,man ginge in die Bank und kauft sich einen Goldbarren.Denn der ist unterm Strich billiger als eine Goldmedaille mit angeschlossenem jahrelangem Training.

Das sehe ich genaus wie Lars!

Nur die Besten der Welt dürfen an den
Olympischen Spielen teilnehmen.

Und Maik Petzold aus Bautzen
ist einer von den Besten.

Darüber sollten wir
uns alle Freuen.



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