Es hat nicht sollen sein: Mit dem 31. Platz kehrt der Bautzener Maik Petzold von den Olympischen Spielen in London zurück. Dabei hatte der Wettkampf für den Triathleten so gut begonnen.
Mit nur 29 Sekunden Rückstand auf eine sechsköpfige Spitzengruppe mit den britischen Top-Favoriten Alistair und Jonathan Brownlee war Maik Petzold nach dem Schwimmen aus dem Wasser gestiegen. Auf dem Fahrradparcours hatten die Verfolger, zu denen neben dem Bautzener auch sein Teamgefährte Jan Frodeno gehörte, die Führenden rasch eingeholt. Fortan bestimmte die nunmehr 22-köpfige Gruppe das Geschehen, hielt das Tempo hoch und belauerte sich gegenseitig.
Entschieden wurde der olympische Triathlon jedoch – wie so oft in dieser Sportart – im Laufen. Hier setzten sich Alistair und Jonathan Brownlee gemeinsam mit dem Spanier Javier Gomez sofort vom Rest des Feldes ab und gaben diese Führung bis zum Schluss nicht mehr preis.
Für Maik jedoch wurde es jetzt bitter: Von einem aussichtsreichen 14. Platz aus gestartet, musste der Bautzener von Runde zu Runde immer mehr Konkurrenten ziehen lassen.
Am Ende lief er gemeinsam mit dem Australier Brad Kahlefeldt als 31. über die Ziellinie. Im anschließenden Telefongespräch mit dem Oberlausitzer Kurier erklärte Maik Petzold:
"Ich empfinde eine Mischung aus Freude und Enttäuschung, denn der 31. Platz war nicht das Ziel; ich hatte mehr erwartet und die Top 10 anvisiert. Wenn die Beine nicht richtig mitmachen, kann der Kopf motiviert sein, so viel er will. Es gibt eben solche Tage, an denen man sein Leistungsvermögen nicht zu 100 Prozent abrufen kann."
Maik bleibt jetzt noch einige Tage in London, um das olympische Flair zu genießen, sich einige Wettkämpfe anzuschauen und auch noch etwas Kultur zu "schnuppern", auch einige offizielle Termine wollen wahrgenommen werden.
Einen abrupten Abschied vom Leistungssport wird Maik Petzold nicht vollziehen:
"Man kann den Körper nicht einfach von hundert auf null herunterfahren. Ich werde einige Wettkämpfe auf etwas niedrigerem Level bestreiten, auch ein bis zwei Mitteldistanzen absolvieren. Außerdem benötige ich dieses Übergangsjahr für die berufliche Orientierung."
Das olympische Triathlonrennen in London begann am 7. August um 12.30 Uhr (11.30 Uhr in London) und endete für Maik Petzold 1:50:23 später.
Die Medaillen gingen an:
GOLD - Alistair Brownlee (1:46:25) - England.
SILBER - Javier Gomez (1:46:36) - Spanien.
BRONZE - Jonathan Brownlee (1:46:56) - England.
Bester Deutscher wurde Jan Frodeno mit 1:47:26 auf Platz 6.
Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.
nicht alles kaufen.
Ich denke da an die Spitzensportler in der DDR,
die nicht wegen des Geldes abgehauen,
bzw. gar nicht abgehauen, sind.
Ich denke da an Gabi Seifert, Kati Witt,
*Täve* und viele andere.
Wenn die abgehauen wären, dann wären sie
im Westen x-fache Milllionäre geworden.
Sie sind hier geblieben und sind aus meiner Sicht
viel reicher wie die "Sport"Millionäre von heute.
Geld ist wichtig! Aber der
Mensch ist wichtiger!