28.07.2013
LANDKREIS GÖRLITZ
Homeoffice – die moderne Perspektive
FRANK-UWE MICHEL

Auch wenn das neue Landratsamt an der Bahnhofstraße in Görlitz bereits arbeitet – der Umzug von Mitarbeitern der Kreisbehörde ist noch immer nicht abgeschlossen. Perspektivisch denkt man sogar über eine Verringerung der Platzkapazität nach – Telearbeitsplätze sollen's möglich machen.

Außen ein Zusammenspiel von alt und neu, innen aufs Modernste eingerichtet. Das Landratsamt an der Bahnhofstraße in Görlitz ist funktionsfähig, 290 Mitarbeiter sind von anderen Standorten der Kreisverwaltung hierher gezogen. Insgesamt ziehen im Zuge der Umstrukturierung jedoch mehr als 700 Beschäftigte um, weitere 50 nur innerhalb desselben Gebäudes.
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Während die Mehrzahl schon ihren neuen Arbeitsplatz eingenommen hat, steht dies etwa 200 Mitarbeitern in diesem Jahr noch bevor. So im Bauaufsichtsamt Löbau, im Ordnungsamt in der  Otto-Müller-Straße Görlitz sowie im Straßenverkehrsamt, Ordnungsamt, Jobcenter und in der Abfallwirtschaft in Niesky. 2014 soll dann noch die Görlitzer Kfz-Zulassungs- und Führerscheinstelle in die Reichertstraße verlegt werden. "Vorher hatten wir fünf Standorte mit 21 Liegenschaften, nach Abschluss der Umstrukturierung werden es nur noch 13 in Görlitz, Zittau, Löbau, Weißwasser und Niesky sein", erklärt der Erste Beigeordnete Thomas Gampe.

Perspektivisch will man die Verwaltung noch stärker in Görlitz konzentrieren, dafür sollen nicht mehr selbst genutzte bzw. an Dritte vermietete Gebäude veräußert werden. Dies trifft auf Immobilien in Niesky, Weißwasser und Zittau zu. 

Thomas Gampe geht jedoch davon aus, dass die Zahl der festen Arbeitsplätze im Landratsamt demnächst weiter abnehmen wird. Dafür verantwortlich sind so genannte Telearbeitsplätze. Schon jetzt läuft eine sieben Beschäftigte umfassende Pilotphase, die bis zur Sommerpause um acht weitere aufgestockt wurde. Im Herbst will man dann ein Fazit ziehen und – so ist der Plan – in den nächsten Jahren weitere derartige Plätze aufbauen. Allerdings müssen dazu die entsprechenden Voraussetzungen vorhanden sein.

So brauchen die betreffenden Mitarbeiter zu Hause einen DSL-Anschluss, der den sicheren Datenaustausch erlaubt. Zudem ist ein separates Arbeitszimmer nötig. "Ich denke, dass der Nutzen auf beiden Seiten liegt. Wir schaffen für den Arbeitnehmer eine höhere Motivation. Das Amt spart Kosten, weil es keinen festen Arbeitsplatz mehr vorhalten muss", erklärt Gampe, der die Verwaltung "in zehn bis 15 Jahren generell anders aufgestellt" sieht. Die Präsenz der Mitarbeiter in den Gebäuden des Landratsamtes werde abnehmen.

In der Pilotphase werden die Beschäftigten der Betreuungsbehörde des Rechtsamtes und von der Landesblindengeldstelle von den neuen Telearbeitsplätzen profitieren. Danach sind laut Gampe "fast alle Bereiche denkbar, die keinen direkten Bürgerkontakt haben".


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