28.01.2012
BISCHOFSWERDA
Anwaltliche Beratung bleibt
KATRIN KUNIPATZ

Die im Rahmen eines Pilotprojekts auch in Bischofswerda  eingerichtete anwaltliche Beratungsstelle soll weitergeführt werden, teilt die Rechtsanwaltskammer (RAK) Sachsen mit. Joachim Clemens von der Stadtverwaltung bestätigt, dass die Anlaufstelle seit ihrer Eröffnung im August 2009 recht gut angenommen wurde.

In den anwaltlichen Beratungsstellen können sich finanziell bedürftige Personen auf unkomplizierte Weise rechtlichen Rat holen. Wie Clemens berichtet, müssten sich Bürger sonst beim Amtsgericht in Bautzen einen Beratungsschein holen, um mit diesem zu einem Anwalt zu gehen.
ANZEIGE



Die Rechtsanwaltskammer Sachsen hatte im Sommer 2009 in sieben sächsischen Städten anwaltliche Beratungsstellen eingerichtet. Verschiedene Anwälte berieten zu einer festen Sprechzeit meist einmal pro Woche die Bürger vor Ort. Auch nach Abschluss der Pilotphase bestand die Beratungsstelle in Bischofswerda weiter. Immer Dienstag, zwischen 14.00 und 16.00 Uhr findet die Beratung im Kleinen Saal des Schiebocker Rathauses statt. Der Stadtverwaltung entstehen außer geringfügigen Aufwendungen für Kopien keine weiteren Kosten, erklärt Clemens.

Die Auswertung des Pilotprojektes hat nun eine positive Bilanz ergeben, teilt die RAK mit: Bis Ende November 2011 hätten insgesamt 3.792 Rechtssuchende die anwaltlichen Beratungsstellen in Sachsen aufgesucht. Fast die Hälfte aller Anliegen hätten direkt vor Ort abschließend geklärt werden können, in den anderen Fällen bedurfte es anschließend weiterer Beratung. Mehr als 97 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, die die rechtliche Unterstützung der Beratungsstellen in Anspruch nahmen, wären mit der Beratung zufrieden gewesen, wie die Auswertung des Pilotprojektes ergab.

Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Lars,

hier ist wohl eher die Phantasie mit dir durch gegangen. Die Armen müssen nicht zu der
eingerichteten Rechts-Sprechsunde gehen.

Sie können sich natürlich auch bei Gericht einen
Beratungsschein holen und zu einem Rechts-
anwalt ihrer Wahl gehen.

Ein CDU-dominiertes Rathaus mit einem
späteren Wahlverhalten in Verbindung
zubringen, ist wohl doch etwas weit
her geholt. Zumal du dann wieder
von FDP-Rechtsanwäten
sprichst. Als ein Wider-
spruch in sich.

Dass es mehr FDP-Rechtsanwälte gibt als
CDU und SPD Anwälte, ist wohl auch ein
Hirngespinnst von dir. Du solltest vielleicht
nicht so viel spinnen und lieber bei den
Tatsachen bleiben. Und, wenn du die
Tatsachen nicht kennst, dann solltest
du auch keine falschen Behaup-
tungen aufstellen.

Antwort wegen 19,26 Uhr !Erhard ! Der hat doch jetzt Beschwerde eingelegt wegen dem "Bürgermeister-Theater a la Schiebock".Und viele Anwälte hat Schiebock nicht wegen der beständigen Abwanderung aus diesem Ort.Der Bürgermeister und die Anwälte werden ja wohl die Letzten sein,die abwandern.Denn da müßte er sich als Berufs-Bürgermeister ja eine neue Gemeinde oder Stadt suchen und womöglich die Anwälte ihm folgen.Hab ich aber noch nicht gelesen,das ein Bürgermeister und Entourage einen neuen Job als Bürgermeister sucht mit dazugehöriger Stadt,die er dann verwalten könnte wie vorher.In Deutschland jedenfalls war das noch nicht der Fall.Gehört habe ich sowas noch nicht. Aber möglich ist ja alles.Also zukünftig gemeint.Es gibt aber einen Anwalt im Ort,dem ich zutraue,das dies eine unendliche Story wird.

Zudem sehe ich hier stark die Beeinflussung des Wahlverhaltens derjenigen,die diese anwaltliche Beratungshilfe in Anspruch nehmen bei zukünftigen Wahlen.Denn das Rathaus im Städtchen Bischofswerda ist mehrheitlich durch die CDU dominiert.Die oder der zukünftige Wähler/-in könnte doch beim Wahlkreuz sich erinnern,wer ihnen geholfen hat.Da ist die Gefahr eines verschwimmens von Partei und Rathaus schon gegeben.Also es war dann nicht das Beratungszimmer im Rathaus,sondern das Rathaus allgemein.Und letztlich die im Rathaus dominierende Partei.
Kann man denn den hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürgern nicht einfach das nötige Kleingeld auszahlen,damit die zum Anwalt ihrer Wahl gehen können.Möglichst auch andernorts.Denn hier ist zudem die Möglichkeit gegeben,das sich einige wenige oder immer derselbe Anwalt eine"goldene"Nase verdient.Besser können die oder der es ja gar nicht haben.Den aus einem "kostenlosen" Beratungsgespräch entsteht ja meistens erst der direkte Kontakt zu einem richtigen Kontrakt.Zwischen Hilfesuchendem und Anwalt.Dieser dann ist in der Regel kostenpflichtig.Denn der Weg allgemein ist genauso lang zum Rathaus wie zu einer Rechtsanwaltskanzei im Normalfall.Kundenfang ? Und Anwälte wiederum sind meistens in der FDP.Zufall,Zusammenhänge ?

Lars,

was du mit deinem Beitrag *19:26* gemeint
hast, verstehe ich nicht. Bitte klär mich auf.

Allerdings kann der Rechtsanwalt bei seiner Rechts-
beratung bzw. bei seiner anwaltlichen Tätigkeit
auch schnell an seine Grenzen kommen.

Der Rechtswalt unterliegt - genau wie Politiker,
Richter, Staatsanwälte, Ärzte, Journalisten und
Würdenträger der Kirchen - einem ungeschrie-
benen Übergesetzt, welches da lautet:

*Niemand scheißt ins eigene Nest*.

Das heißt, wenn ein Rechtsanwalt Mist gebaut hat,
dann wird man schlecht einen Kollegen finden,
der diesen wieder weg räumt.

Ich habe diebezüglich mehrere Schreiben
erhalten, mit folgendem Inhalt:

*Sehr geehrter Herr Jakob,
leider kann ich Ihre Sache nicht annehmen, weil
ich dann in Interessenkollision geraten würde.
Ich hoffe auf Ihr Verständnis und wünsche
Ihnen bei der weiteren Suche viel Glück.
Mit freundlichen Grüßen
gez.: .........................



 Seite 1 von 2
weiter >
  >>


WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.




Meistgeklickt


Regiobus übernimmt KVG
Die Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO), eine gemeinsame Gesellschaft der Rhenus Veniro GmbH & Co. KG (74 Prozent) und des Landkreises Bautzen (26... mehr

Tarifeinheit per Gesetz verordnen?
In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In der vergangenen Woche wollten wir von Ihnen wissen... mehr

Schauspieler zeigt Ein-Mann-Programm
Stefan Sieh feiert am Freitag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr, im Foyer des Gerhart Hauptmann-Theaters Zittau Premiere seines ersten eigenen Stückes ... mehr

Steinhaus lädt zur Halloween-Party
Zum dritten Mal wird im Steinhaus-Exil in Bautzen die "Nacht des Schreckens" am Freitag, 31. Oktober... mehr

Essensanbieter sind interessiert
Die Suche nach dem oder den neuen Essensanbietern für die Bautzener Kindergärten, Grund- und Oberschulen läuft im Moment nach Plan, wie Ilka Heilmann... mehr

Linker bald Regierungschef?
mit 23 Kommentaren

In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In der vergangenen Woche wollten wir von Ihnen wissen... mehr

Tarifeinheit per Gesetz verordnen?
mit 5 Kommentaren

In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In der vergangenen Woche wollten wir von Ihnen wissen... mehr

Unterschriften pro Bestattungswald
mit 3 Kommentaren

In Kamenz hat eine Unterschriftensammlung "Für einen Bestattungswald im Stadtwald Kamenz" begonnen. Ziel ist es laut Mitinitiatorin Marion Junge... mehr

Harig bittet um Stabsstelle "Asyl"
mit 1 Kommentar

Landrat Michael Harig hat sich im Namen aller sächsischen Landräte an den Sächsischen Innenminister gewandt. Die Landräte bitten um die Einrichtung... mehr

Ab Dezember kostet Taxi mehr
mit 1 Kommentar

Der Kreistag hat auf seiner jüngsten Sitzung die vorgeschlagene Änderung der Taxitarifordnung mehrheitlich beschlossen. Die veränderten Tarife gelten... mehr


Anzeige
Frage der Woche
In der neuen Umfrage geht es um ein von Andrea Nahles (SPD) vorgeschlagenes Gesetz zur Tarifeinheit. Dieses soll verhindern, dass kleinere Gewerkschaften mit Streiks ganze Betriebe lahmlegen, so wie es jüngst mit den Streiks der Lokführer und Piloten bei Bahn und Lufthansa passiert ist. Sagen Sie:





Webcam Bautzen
Bautzen - Kornmarkt

Vor dem Jahr 1999 stand an dieser Stelle ein Hochhaus mit 13 Etagen. Nach dessen Rückbau wurde die Fläche mehrere Jahre als Parkplatz genutzt. Seit wenigen Wochen nun befindet sich hier ein imposanter Gebäudekomplex mit rund 5.500 Quadratmeter Nutzfläche für Büros, Geschäfte und Wohnungen.