Die Planungen für die weitere Hochwasserertüchtigung des Albrechtsbaches im Südosten von Bautzen liegen derzeit auf Eis.
"Um die Maßnahme gefördert zu bekommen, müssen wir das Erreichen des Schutzstandards HQ 100, also für ein hundertjähriges Hochwasser, nachweisen", so Baubürgermeister Peter Hesse auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.
Dies sei an dieser Stelle aber nicht möglich, da es Eingriffe in die vorhandene Bebauung erforderlich machen würde. Die bisherigen Pläne sahen vor, den bereits vorhandenen Umfluter zwischen dem Bushof Lassak an der Czornebohstraße und der Einmündung Gneisenaustraße zu ertüchtigen.
"Im Januar wurde uns jedoch nach dreieinhalbjährigem Mikado zwischen Landesdirektion und Landratsamt mitgeteilt, dass das Vorhaben weder förder- noch genehmigungsfähig sei", so Uwe Ebermann, Leiter des städtischen Eigenbetriebes Abwasserbeseitigung.
Gefordert werde die Wiederherstellung des Albrechtsbaches in seinem alten Bett, "aber das macht keinen Sinn." "Nach dem Hochwasser von 2010 hat sich die Betrachtungsweise geändert", so Bürgermeister Peter Hesse.
Das Hauptproblem stellt aus seiner Sicht nicht das aus dem Gebirge heranflutende Wasser dar, sondern das, was aus dem Stadtgebiet in den Albrechtsbach fließt. "Wir wollen jetzt, beispielsweise durch Erweiterung der Durchlässe, wenigstens für geringfügige Entlastung bei ‚normalen‘ Gewittern sorgen."
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