Drei neue Tanzstücke, fünf Musiktheater- und elf Schauspielpremieren plant das Gerhart Hauptmann-Theater (GHT) in der Spielzeit 2012/2013. Dabei stehen vor allem große Namen und innovative Projekte auf dem Spielplan. Insgesamt umfasst der neue Spielplan bislang 37 Stücke. Hinzu kommen noch diverse Arbeiten von und für junge Leute seitens der Theaterjugendclubs in Zittau.
Die Görlitzer Musiktheatersparte wartet wieder mit einer Uraufführung auf. "Der Tod eines Bankers? Eine Leistungsstörung" wird sie heißen und wurde laut Generalintendant Klaus Arauner auch "durch einen anonymen Spender" möglich gemacht. Librettist Fabian Scheidler hat in dem Stück, das in Griechenland spielen wird, aber noch vor der Finanzkrise geschrieben wurde, die aktuellen Ereignisse "vorausgeahnt", verrät Klaus Arauner weiter. Außerdem finden sich zwei große Klassiker im Programm: Das Musical "Anatevka" (6. Oktober 2012 in Görlitz und am 1. Juni 2013 in Zittau) und Mozarts "La nozze di Figaro" (25. Mai 2013) waren jeweils zuletzt vor genau zwanzig Jahren neu im Repertoire. Die mit "Marlene" begonnene Reihe um die Schicksale großer Sängerinnen, verkörpert durch Sopranistin Yvonne Reich, setzt sich mit "Zarah 47" (22. Februar 2013), über die schwedische Sängerin Zarah Leander, fort.
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Auch im Zittauer Schauspiel wird es eine Spielzeit der großen Namen, allen voran "Antigone" (22. Februar 2013) und "Amadeus" (6. April 2013). Letzteres Stück zeigt "wie auch große Künstler immer schon von den einen oder anderen Gönnern abhängig waren", erklärt Schauspielintendant Carsten Knödler. Er selbst gönnt sich erneut eine Romanadaption. "Zusammen ist man weniger allein" von Anna Gavalda wird an beiden Häusern (10. November 2012 in Zittau und 9. März 2013 in Görlitz) zur Premiere kommen. Auch tierische Helden sind vertreten, so zum Beispiel "Der Maulwurf" (9. Dezember 2012), ein mobiles Kinderstück, das im Rahmen der trinationalen Theaterinitiative "J-O-S" die beliebte tschechische Trickfilmfigur nach Zittau bringt. Ein Projekt der ganz besonderen Art wird "Mobilität" (4. Mai 2013) als ein Spektakel, das im ganzen Theater Spielstätten findet. Dramaturg René Schmidt umreißt das weite Themenfeld: Von sozialer Mobilität, über geografische Mobilität, die von den Herrnhuter Missionaren bis hin zu Humboldt führt, bis hin zum Autorennen von Reichenberg gen Zittau ist da die Rede. Als Weihnachtsmärchen wird "Die verzauberten Brüder" von Jewgeni Schwarz in Regie von Peter Kube für Kinder ab 5 Jahren (24. November 2012 in Zittau und 5. Dezember 2013 in Görlitz) angeboten.Im Tanz wird "hagazussa" (3. November 2012) – jene erfolgreiche Kooperation mit dem Animationstheater in Jelenia Góra – als neue Version 2.0 fürs große Haus eine neue Form erfahren. Absoluter Höhepunkt – und sicher ein Aufreger nicht nur in der deutschen Tanzwelt – wird jedoch ein Tanzstück namens "Alpha 1" (15. Juni 2013) mit ganz besonderer Kulisse sein. Gesponsert durch Bombardier wird für die Tänzer ein bis zu fünf Meter hohes Gebilde entstehen: "Ein neuer Tanzraum, ohne Flächen sondern nur aus Stangen, der uns völlig neue Möglichkeiten bietet", strahlt Chefchoreograf Dan Pelleg. Die Tanzcompany wird dabei mit sechs neuen Tänzern arbeiten, die innerhalb der letzten Wochen aus 600 Bewerbern ausgewählt wurden. Dazu kommt noch die Premiere von "There‘s Time" (19. Januar 2013) – ebenso wie "Alpha 1" ein Tanzstück von Dan Pelleg und Marko E. Weigert. Auch in die Schulen will sich die Company wagen: Mit einer mobilen, jugendgerechten Variante des Erfolgsstückes "Schmetterlingsdefekt", um neues Publikum zu gewinnen.
Generalmusikdirektor Eckehard Stier, der nach der nächsten Spielzeit das Görlitzer Theater verlassen wird, freut sich indes auf sein letztes Jahr mit der Neuen Lausitzer Philharmonie und ist davon überzeugt, "dass dieses Konzertprogramm superb wird." Als besonderen Höhepunkt seiner gesamten Laufzeit freut er sich auf ein Konzert mit dem russischen Pianisten Nikolai Demidenko. Aus den vergangenen Spielzeiten übernommen werden drei Tanz-, fünf Musiktheater- und zehn Schauspielstücke, sodass das geneigte Theaterpublikum an der Neiße insgesamt aus mindestens 37 verschiedenen Produktionen wählen kann.
Für besondere Freude in Form von schnellem Vorausverkauf werden die Wiederaufnahmen von "Romeo und Julia auf der Abbey Road" (ab 18. Oktober 2012) und die unverwüstliche "My Fair Lady" (ab 27. Oktober 2012 ) sowie "Bach bewegt" (ab 1. März 2013 sorgen. Besonders begehrt wird auch die Neuauflage von "Hexenritt & Drachentöne", der zehnteiligen Konzertreihe für junge Leute ab sechs Jahre sein, die aufgrund des Erfolges nun auch in Zittau angeboten wird. Auch Weihnachtskonzert und Weihnachtsmärchen werden wohl garantiert wieder Renner.








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