Beamte der Bundespolizei machten vor wenigen Tagen einen ungewöhnlichen Fund auf dem Kirchgelände zwischen Lessing- und Schillerstraße in Zittau. Ein "herrenloses" Stachelschwein zog dort unverdrossen seiner Wege.
Gemeinsam mit Kollegen des Zittauer Polizeireviers gelang es, den "bewaffneten Gefährten" in einer Garage der Lessingstraße festzusetzen. Dort harrte er – gefüttert und versorgt – aus, bis man sein Fehlen im Zittauer Tierpark feststellte und den Ausreißer in sein Gehege zurückholte. Das Stachelschwein sei über Nacht unterwegs gewesen, sagt Tierparkdirektor Bernd Großer. Wie lange genau, weiß er nicht. Der Tierpflegerin fiel es am anderen Morgen auf, dass das Stachelschwein fehlte.
Und wie konnte so etwas passieren? "Wir haben vergessen, den Schieber zu schließen. Den Fehler nehmen wir auf unsere Kappe. Das kommt halt mal vor", sagt Bernd Großer. Das Stachelschwein sei ja "kein außergewöhnliches, menschenfressendes Tier." "Einen Rüffel" für die dafür zuständige Person gab es laut Bernd Großer trotzdem. Das Tier selbst sei nach seinem Ausflug nicht etwa verschreckt, sondern kurioser Weise völlig entspannt gewesen.
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