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Görlitzer Kakteenfreunde beim „Fest der Blumen“

Görlitzer Kakteenfreunde beim „Fest der Blumen“

Eberhard Zitza, Ernst Henke und Klaus Wagner in ihrem Element: Einen Ausschnitt ihres Hobbys, der Kakteenzucht, zeigen sie an diesem Wochenende bei der Ausstellung „Fest der Blumen“ im Dom Kultury in Zgorzelec. | Foto: fum

Görlitz/Zgorzelec. Wenn an diesem Wochenende im Zgorzelecer Dom Kultury das „Fest der Blumen“ über die Bühne geht, dann sind auch einige der Görlitzer Kakteenfreunde wieder mit dabei. Nach der sehr erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr bringen sie dieses Mal wiederum einige hundert ihrer stacheligen Schützlinge mit und zeigen den Besuchern überdies, wie der Weg ist vom Sämling bis zur Mutterpflanze.

In einem Gewächshaus der Gärtnerei Wagner in der Paul-Keller-Straße besitzt Klaus Wagner, der hier einst Gemüse anbaute und Pflanzen zog, ein Refugium, das in Görlitz wohl seinesgleichen sucht: Geschätzte 2.000 Kakteen und Sukkulenten fühlen sich hier so wohl, dass sie in den verschiedensten Farben blühen. Sogar die „Königin der Nacht“ erfreut den Liebhaber stacheliger Schönheiten immer wieder mit ihren prachtvollen Blüten. Wagner, aber auch Eberhard Zitza, Ernst Henke und den anderen Mitgliedern des Niederschlesischen Kakteen- und Sukkulentenvereins Görlitz kommen die lateinischen Namen ihrer Pfleglinge leicht über die Lippen. Und sie wissen genau, was zu tun ist, um sie bei Laune zu halten und zu vermehren.

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So schön können Kakteen blühen. Je nach Art ist es nach drei bis fünf Jahren soweit. | Foto: fum

Genau darum geht es auch beim Auftritt des Vereins beim „Fest der Blumen“ im DomKultury in Zgorzelec. Die Ausstellung findet am Samstag, 25. Juni, und Sonntag, 26. Juni, jeweils von 14.00 bis 20.00 Uhr, statt. „Wir sind dem Wunsch unserer polnischen Freunde sehr gern nachgekommen und zeigen, wie schön Kakteen sein können – wenn man sie nur richtig pflegt“, sagt Vereinschef Henke. Und Klaus Wagner beschreibt, wie man aus einer Schönheit viele Schönheiten machen kann. „Da gibt es mehrere Wege. Da ist zum Einen das gezielte Bestäuben, zum Anderen die Vermehrung mit Stecklingen.“ Bei der Bestäubung im Gewächshaus nimmt der Kakteenfreund den Pinsel in die Hand und geht mit ihm von Blüte zu Blüte.

„Es geht ja darum, reinrassige Pflanzen zu bekommen und keine Hybriden. Die Gefahr wäre groß, würde man das den Bienen überlassen.“ Die Samen müssen dann solange reifen, bis sie geerntet werden können. Danach werden sie getrocknet und im Frühjahr in Kleingewächshäusern bei 20 bis 25 Grad Celsius ausgesät. Stecklinge macht man in der Regel von Säulen- und anderen länglich wachsenden Kakteen. „Da werden Kopf- oder Seitentriebe abgeschnitten und in einen sandigen Untergrund gesetzt. Wenn die Schnittfläche abgetrocknet ist, bilden sich in der Regel Wurzeln.“ Eile ist dabei nicht unbedingt geboten, denn Kakteen haben in ihrem Körper so viel Wasser gespeichert, dass sie locker noch ein Jahr überleben können.

All das erfahren die Besucher beim „Fest der Blumen“ an diesem Wochenende aus erster Hand. „Wir möchten den Weg vom Baby bis zur Muterpflanze darstellen. Immerhin dauert es je nach Art bis zu fünf Jahren, bis ein Kaktus zum ersten Mal blüht“, erzählt Eberhard Zitza. Natürlich können sich Interessenten bei dieser Gelegenheit auch mit der einen oder anderen Jungpflanze versorgen oder sich im besten Fall dem Kakteen- und Sukkulentenverein anschließen.

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Frank-Uwe Michel / 24.06.2016

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