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Das neue Gesicht am Bürgermeisterschreibtisch

Das neue Gesicht am Bürgermeisterschreibtisch

Der frisch gewählte Großpostwitzer Bürgermeister Markus Michauk. Foto: privat

Im zweiten Wahlgang am vergangenen Sonntag hat er das Rennen gemacht: Markus Michauk ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Großpostwitz. Damit löst er Frank Lehmann ab, der nach mehrjähriger Amtszeit nun in den Ruhestand wechselt. Bei Alles-Lausitz spricht der Vater von drei Kindern über den Wahlabend, seine Ziele und die Auswirkungen auf das Familienleben.

Wie haben Sie den Moment erlebt, als feststand, dass Sie der Wahlsieger sind?

Markus Michauk: Ich erlebte das Ganze sehr intensiv. Zunächst überschlugen sich die Ereignisse. Eigentlich hatte ich erst gegen halb acht mit einem vorläufigen Stand gerechnet. Doch schon eine halbe Stunde nach dem Schließen der Wahllokale erhielt ich die Nachricht, dass ich gewonnen hätte. Umgehend fuhr ich ins Gemeindeamt, in dem kurz darauf der Gemeindewahlausschuss tagte und amtlich feststellte, dass ich 66,5 Prozent der Stimmen auf mich vereinen konnte und somit gewählt bin. Nachdem mir die zahlreichen Anwesenden zum Wahlerfolg gratuliert hatten – darunter befanden sich auch der scheidende Bürgermeister Frank Lehmann, sein Amtskollege aus Obergurig, Thomas Polpitz, sowie im weiteren Verlauf Norbert Gloß von der CDU als fairer Zweitplatzierter – stand das Telefon nicht mehr still. Tags darauf setzte sich die Flut angenehmer E-Mails und Anrufe sowie das mediale Interesse massiv fort.

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Worauf dürfen sich die Bewohner der Gemeinde Großpostwitz in den kommenden sieben Jahren einstellen beziehungsweise welche Ziele und Projekte verfolgen Sie?

Markus Michauk: Wir werden die seit Jahren vorbereiteten Projekte, also die Erweiterung der Lessingschule, den Umbau des Bahnhofes zum Verwaltungszentrum, die Sanierung der Bahnhofstraßenbrücke und den Ausbau einiger Ortsstraßen, nun tatsächlich umsetzen. In dem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass wir damit gut zwei bis drei Jahre beschäftigt sind. Daneben liegen mir die wohnortnahe Betreuung unserer pflegebedürftigen Senioren, die Kapazitätsausweitung des Kinderhauses und die Schaffung neuen Wohnbaulandes besonders am Herzen. Auch diese drei Dinge sollen möglichst zeitnah realisiert werden. Alle Maßnahmen werden sowohl beim neuen Gemeinderat als auch in der Verwaltung viel Kraft und Zeit binden.

Auf wessen Unterstützung können Sie dabei bauen?

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Markus Michauk: In der Ausführung baue ich auf den neuen Gemeinderat, in dem die Offene Liste Großpostwitz, die die oben genannten Positionen im Wahlkampf vertreten hat, fortan die stärkste Kraft bildet. Sowohl mit Blick auf das Gemeinderats- als auch auf das Bürgermeisterwahlergebnis meine ich erkennen zu können, dass wir mit dieser Herangehensweise auch einen sehr starken Rückhalt in der Bevölkerung haben. Vor dem Hintergrund gehe ich davon aus, dass auch die Vertreter weiterer Wahlvorschläge im Gemeinderat, die wesentlichen dieser Positionen unterstützen werden. Ich kann auf eine motivierte und engagierte Verwaltung bauen und wünsche mir, dass dies so bleibt. Mir ist wichtig und ich bin dankbar, dass meine Frau mir Rückhalt und Unterstützung für den eingeschlagenen Weg gibt und dass meine Kinder weiter so mitfiebern und sich mitfreuen, wenn es Schritt für Schritt vorangeht.

Was wird es mit Ihnen als Bürgermeister keinesfalls geben?

Markus Michauk: Aus meiner Lebenserfahrung heraus gibt es hierfür keine pauschale Antwort. Viele Fragen können nur anhand der konkreten Rahmenbedingungen und der zeitlichen Abfolge in der Situation entschieden werden.

Wie beschreiben Sie sich selbst?

Markus Michauk: Ich scheue Herausforderungen nicht, sondern packe sie an und bleibe – wenn Zeit nötig ist – dran. Unabhängig von neuen Akzenten stehe ich für Kontinuität in Großpostwitz.

Wie viel Zeit bleibt jetzt noch für andere Dinge im Leben und welche sind das?

Markus Michauk: Das wird sich wohl erst noch zeigen müssen, wie viel Zeit bleibt. Aber die wertvollste Zeit ist für mich die mit meiner Familie.

Wann starten Sie in Ihr neues Amt und in welcher Art und Weise?

Markus Michauk: Unter dem Vorbehalt, dass die Wahlprüfung keine Beanstandungen ergibt, werde ich am 1. August das Amt antreten. Ich hoffe, dass an diesem Tag auch die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates stattfindet.

Welche Auswirkungen wird Ihre künftige Amtsführung möglicherweise auf die Gemeindeverwaltung haben?

Markus Michauk: Wir werden sicherlich an der Struktur arbeiten müssen und meine derzeitigen Aufgaben neu verteilen.

Roland Kaiser / 24.06.2019

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