Gutes Jahr für Teichrohrsänger, Zilpzalp und Nachtigall

388 neue Ringe: Singvogelmonitoring am Holschaer Teich beendet Foto: B. Ruge / Vogelschutzwarte Neschwitz e.V.
Neschwitz. Der Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. beteiligt sich seit 2018 am bundesweiten Monitoringprojekt IMS, bei dem durch Netzfang und Beringung von Singvögeln die Bestandsentwicklung sowie Fortpflanzungs- und Überlebensraten ermittelt werden.
Im Holschaer Teichgebiet findet der Singvogelfang jährlich von Mai bis August an insgesamt zwölf Terminen statt, ergänzt durch drei Zusatztermine im September. Neben der wissenschaftlichen Arbeit steht am Fangplatz die Wissensvermittlung im Vordergrund, denn an fast allen Terminen sind Menschen dabei, die einen Einblick in die Arbeit des Fördervereins gewinnen, Singvögel aus der Nähe betrachten oder sich fachlich weiterbilden möchten.
In diesem Jahr wurden 388 Vögel neu beringt und 179 bereits beringte Individuen wieder gefangen. Wie in den Vorjahren war der Teichrohrsänger mit über 150 neu beringten Vögeln die häufigste Art, während Blaumeise, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen und Zilpzalp mit rund 30 Beringungen zu den regelmäßig gefangenen Arten zählten.
Auffällig war 2026 die hohe Zahl an Nachtigallen am Fangplatz: Insgesamt 26 Nachtigallen, überwiegend Jungvögel, wurden neu beringt – ein Rekord für den Standort, wie Katrin Hoffmann vom Förderverein berichtet. Sie spricht insgesamt von einem durchschnittlich guten Singvogel-Fangjahr 2026, bei dem es auch seltene Fänge gab, und freut sich schon jetzt auf die nächste Saison .