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Konzert, Kabarett und Komödie in Kamenz

Konzert, Kabarett und Komödie in Kamenz

Das Blasorchester der Lessingstadt zählt zu den regelmäßigen Nutzern des Stadttheaters. Foto: Stadtverwaltung Kamenz

Das Stadttheater Kamenz startete Ende September in die aktuelle Spielzeit. Bis Mai 2027 erwartet ein abwechslungsreiches Programm das Publikum. Das Haus bietet aber auch ehrenamtlichen Aktivitäten Raum.

Kamenz. Kabarett gab am 26. September den Startschuss für die aktuelle Saison – und Kabarett wird sie am 21. Mai 2027 beenden: Erik Lehmann und Mandy Partzsch boten vor einigen Tagen „Paarshit Pur – Unterwegs mit leichtem Gepäck“. Im Mai 2027 wird dann „Schiffbruch nach Hausfrauenart“ mit Carolin Fischer, Bert Callenbach und Massa Groswig von den academixern Leipzig zu erleben sein. In den Monaten dazwischen erwartet das Publikum ein Mix aus diesem Genre, Konzerten und einer Musikkomödie plus Lesungen, Vorträge, Tanz, Puppentheater und Musiktheater. 

„Auch für diese Saison gibt es wieder die TheaterCard Kamenz, mit der man kräftig sparen kann“, sagt Mitarbeiterin Annemarie Herrmann. Jährlich finden im Stadttheater weit über 100 Veranstaltungen statt, zu denen nach Angaben der Stadt Kamenz mehrere tausend Besucher kommen. Denn das Haus oder einzelne Räume davon werden auch für Schulungen, Firmenevents, Vereins- oder Mitgliederversammlungen und Privatfeiern vermietet. Ein eigenes Ensemble hat die Einrichtung nicht. „Das Theater ist ein Gastspielhaus. Die Stadt Kamenz fungiert als Eigentümerin, Betreiberin und Veranstalterin und kauft Produktionen ein oder vermietet es an Fremdveranstalter“, fasst David Kliemann, Leiter des Amtes für Stadtmarketing und Veranstaltungsdienste, zusammen. Mit dem Ticketverkauf und den Vermietungen müssen sich die veranstaltungsbezogenen Gagen- und Betriebskosten refinanzieren. Auch die Vorbereitung und Durchführung der Konzerte auf der Hutbergbühne läuft über das Stadttheater. 

Das multifunktionale Haus verfügt über eine Gesamtnutzfläche von mehr als 2.500 Quadratmetern. Das Herzstück bildet der moderne Theatersaal mit Platz für 250 Stühle. Hubpodeste lassen eine variable Nutzung zu. Die Bühne ist großzügig gestaltet und besitzt eine hochwertige Beleuchtungsanlage und fest eingebaute Video- und Tontechnik. All das ist an die Anforderungen heutiger künstlerischer Produktionen angepasst. Neben diesem Saal stehen noch der „kleine Saal“ und mehrere Mehrzweckräume zur Verfügung. 

Drei Festangestellte, darunter Odette Künstler, die hauptsächlich die Veranstaltungen im Stadttheater plant und organisiert, sowie Annemarie Herrmann, zuständig für Werbung, und ein Azubi des Amtes für Stadtmarketing und Veranstaltungsdienste kümmern sich darum, dass am Theater alles reibungslos läuft. Die Kolleginnen der Kamenz-Information sind für den Kartenverkauf zuständig. Zwei weitere Mitarbeiter des Theaters steuern und warten die Veranstaltungstechnik. Die Haustechnik fällt in den Aufgabenbereich des zentralen Hausmeisterpools der Stadtverwaltung oder externer Dienstleister. 
„Das Stadttheater ist zudem ein Ort der ehrenamtlichen Arbeit in oder für die Stadt Kamenz“, betont Thomas Käppler, Pressesprecher der Stadt. Kamenzer Vereine und Initiativen können das Haus kostenlos nutzen. Dies betrifft auch Kindereinrichtungen und Schulen der Lessingstadt und Parteien, wenn deren Veranstaltungen einen klaren Kamenz-Bezug haben. „Die Kostenbefreiung gilt allerdings nicht, wenn diese Institutionen für die Veranstaltungen Eintrittsgelder oder Teilnahmegebühren erheben“, fügt der Pressesprecher hinzu. Derzeit nutzen rund 20 Kamenzer Vereine, Initiativen und Parteien regelmäßig die Räume des Theaters. Auch der „Safe Club“, ein Jugendclub, ist hier untergebracht.
 
In drei Jahren wird das Stadttheater seinen 30. Geburtstag feiern. Denn es wurde am 3. 
Oktober 1999 in seiner jetzigen Form eröffnet. „1997 beschloss der Kamenzer Stadtrat, den 
Gebäudekomplex an der 
Pulsnitzer Straße zu sanieren und umzubauen“, erläutert Thomas Käppler. Von 1998 bis zur Einweihung verbaute man etwa 8 Millionen D-Mark. Im Rückblick war das eine gute Investition in die Zukunft der 
Lessingstadt, meint Oberbürgermeister Michael Preuß: „Nicht nur die Kamenzer Bürgerinnen und Bürger nutzen das Theater. Es strahlt weit ins Umfeld aus und leistet so einen wichtigen Beitrag für das kulturell-geistige Klima der Stadt und der Region.“
 

Beate Diederichs / 18.10.2026

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