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Brücke: Freistaat sagt Förderung zu

Brücke: Freistaat sagt Förderung zu

Am Standort Bautzen lässt Bombardier seit vergangenem Jahr eine moderne Produktionshalle errichten. Um künftig mehr Aufträge ans Spreeufer zu holen, engagiert sich sowohl die Stadt- als auch Landespolitik für den den Ausbau einer Werkszufahrt. Foto: PR/Bo

Bautzen. Die Stadt kann im Fall eines Brückenersatzneubaus in Höhe der Zufahrt zum Bombardiergelände im Bautzener Humboldthain mit einer finanziellen Unterstützung durch den Freistaat rechnen. Das sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann dem Oberlausitzer Kurier am Mittwoch. Dabei beruft er sich auf ein Gespräch mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. „Wenn die Kommune jetzt die notwendigen Anträge stellt, wird das Land mit einer deutlichen Unterstützung die Maßnahme begleiten“, zitierte der Landespolitiker den Minister. Wie hoch der Zuschuss ausfallen könnte, dazu wurde zunächst nichts bekannt. Marko Schiemann bemüht sich eigenen Angaben zufolge seit dem vergangenen Sommer um den Ausbau der bei zwei Hochwassern in Mitleidenschaft gezogenen Spreebrücke. Sie soll künftig für Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 40 Tonnen ertüchtigt werden. Zuvor hatte der Schienenfahrzeughersteller Bombardier den Grundstein für eine neue Produktionshalle gelegt. Inzwischen wird damit gerechnet, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren seinen Bautzener Standort für einen zweistelligen Millionenbetrag weiter ausbaut. Für die Spreestadt bedeutet das den Erhalt von mehreren hundert Arbeitsplätzen.

Gleichzeitig nimmt der Landtagsabgeordnete mit seiner Initiative der Stadt Bautzen eine Last von den Schultern. Noch im Februar hatte Oberbürgermeister Alexander Ahrens in einem Interview mit dem Oberlausitzer Kurier zwar die Wichtigkeit der Brücke betont. Sie sei notwendig, damit Bombardier fortan noch mehr Aufträge an den Standort Bautzen holen kann. Allerdings sagte er damals auch, dass die Herausforderung darin bestünde, die notwendigen Fördermittel zu akquirieren.

Indes findet das Vorhaben nicht nur Befürworter in Bautzen. FDP-Stadtrat Mike Hauschild beispielsweise fragt sich, wem diese Investition nützt. „Wir sind ja derzeit durch die Stadtverwaltung sehr für die Kosten und den Nutzen verschiedener Projekte sensibilisiert“, erklärte er in diesem Zusammenhang. „Wie viel Förderung kommt vom Freistaat dazu und wie beteiligt sich Bombardier selbst an dieser Investition? Wie viel wird uns diese Brücke kosten? Haben wir das nötige Geld in der Schatulle und die Kapazitäten im Bauamt? Alle diese Fragen sind bisher unbeantwortet. Ich bin immer für Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Aber ich bin auch sehr dafür, rechtzeitig vor der Entscheidung alle Fakten zu kennen und alle Fragen beantwortet zu bekommen.“

Roland Kaiser / 07.05.2018

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