17.02.2012
HIRSCHFELDE
Zahlen sich die Investitionen aus?
STEFFEN LINKE

Nicht nur die Rauchschwaden, sondern auch der Lärmpegel im Kraftwerk Turow sorgen für Beeinträchtigungen im Ortsteil Hirschfelde. | Redaktion

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Tagung "Aus Braunkohle erzeugte Elektroenergie – 50-jähriges Jubiläum des Kraftwerkes Turów" sind die umfangreichen Investitionen und Forschungsprojekte am Standort des polnischen Kraftwerkes Turów vorgestellt worden. So soll bis zum Jahr 2017 ein neuer 460 Megawatt-Kraftwerksblock drei alte Blöcke ersetzen und kombiniert mit Braunkohle und Biomasse Strom erzeugen.

Der Wirkungsgrad wird mit dieser Investition von ehemals 35 auf 45 Prozent gesteigert und gleichzeitig der Ausstoß von Stickstoff- und Schwefeloxiden von bisher bis zu 400 auf 200 Milligramm je Kubikmeter halbiert werden. Der Freistaat Sachsen ist im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung in das Vorhaben einbezogen, da das Kraftwerk in unmittelbarer Grenznähe liegt. "Die Investitionen in Polen zeigen in eine zukunftsweisende Richtung. Durch neueste Technik und die Kombination fossiler und regenerativer Brennstoffe wird der Schadstoffaustausch deutlich gesenkt. Damit verbundene Forschungsarbeiten stehen eng in Verbindung mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Energie und Umwelt der Hochschule Zittau/Görlitz.
ANZEIGE



Ich habe daher Kontakte zu anwesenden polnischen Forschern geknüpft, um diese mit den Wissenschaftlern in Zittau in Verbindung zu bringen. Die Energiethematik kann nur gemeinsam angegangen werden, denn das Zielviereck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Lastflexibilität gilt es sowohl in Polen, als auch in Deutschland in Einklang zu bringen", so der  CDU-Landtagsabgeordnete, Stephan Meyer nach der Tagung in Polen.

Von der Sauberkeit der Luft her kann sich Bernd Müller, Ortsbürgermeister von Hirschfelde, nicht beschweren. "Viel mehr Dreck kommt von der Grube zu uns rüber, wenn der Wind ungünstig steht", sagt er. Aufgrund des hohen Luftdruckes in den vergangenen Wochen sei der Lärmpegel doch recht laut gewesen. "Ob die geplanten, wissenschaftlich geprüften Investitionen  auch diese Erfolge bringen, ist eine andere Frage. Wir leben nun mal in der Nähe des Kraftwerkes. Da müssen wir die eine oder andere Belastung akzeptieren", meint er. Anhand der Zahlen, Messdaten und Diagramme sei aber schon zu sehen, dass sich etwas geändert habe. Das menschliche Ohr habe dies aber wahrscheinlich noch nicht richtig wahrgenommen.

Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Was ein Kohlekraftwerk mit Umweltschutz zu tun hat,
kann am besten der beurteilen, der zu DDR-Zeiten
und zu BRD-Zeiten *Schwarze Pumpe* besucht
hat oder in diesem Ort wohnt.

Menschen, die keine Ahnung davon haben,
sollten schweigen.

Was hat dieses Kraftwerk mit Umweltschutz zu tun ? Das ist eindeutig eine Dreck-und Giftschleuder,die jeden Tag rund um die Uhr die Umwelt verpestet.Wer da in der Nähe wohnt,kann einem nur leid tun.Bitterfeld,Leuna und Schwarze Pumpe läßt grüssen.Wann fangen den die Polen endlich mal an mit umweltfreundlichen Energieformen wie Wind-oder Solarkraft ? Wird mal langsam Zeit bei denen.Statt in moderne Eisenbahnen zu planen mit Gel aus Deutschland sollten die erst mal sich um ihre drängensten Probleme kümmern.Und das sind wie hier deren Kohledreckschleudern,deren giftige Abgase die deutsche Bevölkerung auf der anderen linken Seite der Neiße einatmen müssen,damit in Warschau die Häuser hell erleuchten.Auf Kosten der Gesundheit der deutschen Bevölkerung.


WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.




Meistgeklickt


Adolf Kiertscher mit 72 gestorben
Der Vollblutmusiker Adolf Kiertscher ist in diesen Tagen gestorben. Der Wilthener war als Chef der "Kapelle Oberland" über die Grenzen der Oberlausitz... mehr

Sind Schiebocker die besten Autofahrer Deutschlands?
Sind die Bischofswerdaer die besten Autofahrer Deutschlands? Zumindest legt dies die Statistik auf der Internetseite www.fahrerbewertung.de nahe. Dort... mehr

Der Empor-Trainer auf Abschiedstour
Dietmar Christoph verlässt nach sechs Jahren den Fußball-Kreisoberligisten FSV Empor Löbau und wechselt in der kommenden Saison zum FV Rot-Weiß 93... mehr

Kafka Band im Zittauer Theater
Die "Kafka Band" spielt im Rahmen des Internationalen Festivals "3LänderSpiel"  am Samstag, 30. Mai, um 20.30 Uhr... mehr

Sakralmuseum erlaubt Blick in Lessings letzte Bibliothek
Das Kamenzer Lessingmuseum hat sein Vorhaben, Lessings letzte Privatbibliothek originalgetreu zu rekonstruieren... mehr

Künftig kein Bargeld mehr?
mit 12 Kommentaren

In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In unserer letzten Umfrage wollten wir von Ihnen wissen... mehr

Flüchtlingsunterkunft in Zulassungsstelle
mit 1 Kommentar

Bis zum Ende des Jahres werden weitere rund 900 Flüchtlinge im Landkreis Görlitz erwartet. Um diesen Zustrom bewältigen zu können... mehr

Größter Wunsch: Fahrzeug für Ausflüge mit Marie
mit 65 Kommentaren

Die Familie möchte mit der schwerstkranken Marie mehr Ausflüge machen und braucht dafür Hilfe. Ideal wäre ein Fahrzeug... mehr

Waldmensch Öff! Öff! zu Gast in der Olaf Schubert-Show
mit 56 Kommentaren

Der Smalltalk zwischen diesen beiden Typen kann ja heiter werden. Jürgen Wagner,  alias Waldmensch Öff! Öff!... mehr

Brauchen wir den Bestattungswald?
mit 42 Kommentaren

In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In unserer zurückliegenden Umfrage wollten wir von Ihnen wissen... mehr


Anzeige
Frage der Woche
Präsident Sepp Blatter und sein Fußball-Weltverband FIFA haben die Frauen-Nationalmannschaften – darunter auch die deutsche – im Vorfeld der WM in Kanada zum Geschlechts-Test antreten lassen. Nur als "nachgewiesene" Frauen dürfen sie bei dem Turnier im Juni spielen. Anlass soll ein Fall vor der WM 2011 gewesen sein. Damals standen drei afrikanische Spielerinnen aus Äquatorialguinea unter dem Verdacht, Männer zu sein. Was sagen Sie dazu?





Webcam Bautzen
Bautzen - Kornmarkt

Vor dem Jahr 1999 stand an dieser Stelle ein Hochhaus mit 13 Etagen. Nach dessen Rückbau wurde die Fläche mehrere Jahre als Parkplatz genutzt. Seit wenigen Wochen nun befindet sich hier ein imposanter Gebäudekomplex mit rund 5.500 Quadratmeter Nutzfläche für Büros, Geschäfte und Wohnungen.