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Werners Gartenbahn schnauft zum 40.

Werners Gartenbahn schnauft zum 40.

Manfred Werner begrüßt zum 40-jährigen Bestehen von Werners Gartenbahn die Besucher am Samstag, 7. Mai, und am Sonntag, 8. Mai, auf der Anlage am Lauchaer Weg 1. | Foto: Steffen Linke

Löbau. Anlässlich ihres 40. Geburtstags dreht „Werners Gartenbahn“ am Samstag, 7. Mai, und am Sonntag, 8. Mai, jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr, ihre Runden am Lauchaer Weg 1.

Manfred Werner überprüft die Sicherheit der Lok und  schmeißt kurz darauf mit der Kurbel deren Motor an. Der 81-Jährige und sein jugendlicher Mitstreiter Paul geben entweder mit der Schaffnerkelle oder der Pfeife das Abfahrtssignal.  Der Rentner legt dann als Lokführer wie bei einem Lastkraftwagen den ersten Gang  ein. Sein historisches Gefährt setzt sich daraufhin langsam zwischen Gartenlaube und Gemüsebeeten in Bewegung ...
Werners Gartenbahn verkehrt zu verschiedenen Terminen im Jahr an den Wochenenden – so unter anderem anlässlich des internationalen Kindertages am 4. und 5. Juni, zum Tag des offenen Denkmals am 11. September, zur kleinen Modelldampfmaschinenschau am 22. und 23. Oktober sowie zur Glühweinfahrt am 3. und 4. Dezember.

Ursprünglich hatte Manfred Werner vor 40 Jahren eine Dampflokomotive erworben. Die Gleise in seiner Anlage waren damals ungefähr zwölf Meter lang. „Auf dieser Strecke bin ich dann hin- und hergefahren“, berichtet er. Eigentlich hatte der Senior zu jener Zeit gar keine Lok, sondern eine Dampfwalze im Sinn. Die sei aber nicht greifbar gewesen.

Obwohl Manfred Werner durch den Straßenbau der damaligen F6 einen großen Teil von seinem Grundstück einbüßte und damit die Radien sehr eng wurden, kam im Laufe der Jahre immer wieder mal ein Gleisjoch dazu. „Viele Helfer haben mir dabei unter die Arme gegriffen“, erzählt er. Der Rundkurs ist mittlerweile etwa 200 Meter lang, die Spur 600 Millimeter weit.

Werners Gartenbahn ist das Lebenswerk von Manfred Werner und seiner Frau Ingrid. „Dieses Hobby füllt uns beide voll aus“, sagt er.  So fallen beispielsweise immer wieder Reparaturen am Inventar an. „In Vorbereitungen der Veranstaltungen müssen wir unter anderem Rasen mähen und Äste entfernen“, sagt er. Die leuchtenden Augen von Kindern und Erwachsenen „entschädigen“ für den großen Aufwand. „Halbwüchsige“ halten im Computerzeitalter bei den Fahrten mit der Lok oft mit ihrer modernen Technik die Eindrücke im Bild fest. Das Klientel bei den Ausfahrten reicht von Kleinkindern im zarten Alter  von drei Monaten bis hin zu hochbetagten Rentnern.

An Werners Gartenbahn hängen in der Regel drei Wagen  mit jeweils vier Sitzplätzen dran, sodass insgesamt zwölf Personen diesen Fahrspaß genießen können. Manfred Werner fährt dabei nicht nach festen Zeiten, sondern je nach Bedarf und tuckert mit circa fünf bis zehn Kilometer pro Stunde durch die Anlage. „Ich befördere Menschen und halte mir deshalb daran, nicht zu rasen“, sagt er. Beim Rundkurs würden – vor allem im Winter  – immer wieder andere Bilder auftauchen.

Und wie lange will Manfred Werner noch Lokführer auf seiner Gartenbahn sein? „Solange die Gesundheit mitspielt“, antwortet er.
Der Senior fühlt sich jedenfalls zurzeit fit: „Ich möchte versuchen, die alte Technik der Nachwelt zu erhalten.“

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Steffen Linke / 07.05.2016

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Kommentare zum Artikel "Werners Gartenbahn schnauft zum 40."

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. f.keulicht schrieb am

    "Ich befördere Menschen und halte MIR deshalb daran..."
    genau so ein Zeitungsdeutsch wie unser heimatlicher Nordkurier

    m.f.G

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