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Elektroautos sind Deutschlands Zukunft

Elektroautos sind Deutschlands Zukunft

Sowohl in Weißenberg als auch in zahlreichen anderen Kommunen der Region werden inzwischen Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge vorgehalten. Foto: Lutz Weidler

Elektromobilität ist die nächste technologische Entwicklungsstufe im Individualverkehr. Zurecht zweifeln Menschen nach fast 100 Jahren Historie mit Verbrenner-Antrieben, wenn es plötzlich heißt „Mobilitätswende“. Welche Vorteile bringt der elektrische Antrieb gegenüber anderen Antriebstechnologien? Zum einen ist Strom als Energiequelle für Motoren aus regenerativen Energien erzeugbar. Aktuell ist im deutschen Strommix der Anteil erneuerbarer Energie bei circa 45 Prozent. Wer sein Elektroauto ökologisch betreiben will, kann mittlerweile auch schon 100 Prozent Ökostrom über entsprechende Tarife kaufen. Noch wichtiger ist jedoch der Aspekt des Wirkungsgrades von batteriebetriebenen Autos. Mit einem Elektromotor können etwa 80 bis 85 Prozent der Energie in Bewegungsenergie umgewandelt werden. Bei Benzin- und Diesel-Motoren liegt dieser Prozentsatz trotz effizienter Optimierung der Antriebe bei etwa 45 Prozent. Durch das verbrennen von Kraftstoff und die Explosionen in den Zylinderköpfen entsteht viel Abwärme. Dies minimiert den Wirkungsgrad des Motors im Vergleich zu Elektromotoren. Der wohl wichtigste Aspekt für die Anschaffung eines Elektroautos insbesondere, wenn man zuvor immer ein konventionelles Verbrennerfahrzeug gefahren ist, sind natürlich die Kosten. Kann man beim Umstieg auf ein vollelektrisches Auto tatsächlich Geld sparen? Die Antwort ist „Ja“, bei entsprechendem Fahrprofil.

Vergleicht man die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos mit Diesel-, Benzin, Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeugen, ist der wichtigste Tipp, immer Anschaffungs- und Betriebskosten zu betrachten. Elektroautos verfügen in der Regel stets über einen verhältnismäßig hohen Kaufpreis. Grund dafür sind die Kosten für den Akku. Dieser schlägt je nach Größe bereits mit mehreren tausend Euro zu Buche. Finanziell hat das Elektroauto vor allem Vorteile beim Betrieb des Fahrzeugs. Meistens liegt der Scheitelpunkt zum Sparen mit einem Elektroauto bei circa drei bis vier Jahren Nutzung und einer Laufleistung um die 15.000 Kilometer, je nach Fahrprofil und Fahrzeugklasse. Worauf basiert die Annahme? Strom ist günstiger als Benzin oder Diesel. Rechnen Sie einfach aus, wie viel Treibstoff Ihr Auto auf 100 Kilometer verbraucht (im Durchschnitt circa 7,5 Liter) und kalkulieren Sie die Spritkosten beim aktuellen Benzin- oder Dieselpreis. Damit können Sie sich dann ausrechnen, wie viel Geld Sie bei Ihrer Jahreslaufleistung (Durchschnitt 15.000 Kilometer ) an der Tankstelle ausgeben. Vergleichsweise verbraucht ein E-Auto etwa 15 bis 20 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer. Eine Kilowattstunde kostet ungefähr 30 Cent und ermöglicht Ihnen bei gleicher Rechnung einen Vergleichswert. Wenn Sie Zuhause oder am Arbeitsplatz laden können, sparen Sie sich sogar den Weg zur Tankstelle und die nach Benzin oder Diesel riechenden Hände. Lukrativ wird dieser Punkt für Eigenheimbesitzer oder Unternehmen, die ihren Strom mittels Sonne, Wind oder Erdwärme autark produzieren. Die Ersparnis wird dann enorm, da der Treibstoff direkt regenerativ erzeugt wird.

Redaktion / 28.10.2020

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Kommentare zum Artikel "Elektroautos sind Deutschlands Zukunft"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Thomas schrieb am

    Der Diesel kostet zur Zeit so 1 EURO. Bei einen Verbrauch von 6 l auf 100km, sind das 6 EURO???????????. Im Winter wird der Verbrauch für E-Autos sicherlich sehr in die Höhe gehen.

    Zuhause oder auf Arbeit laden, wird für viele nur ein Traum bleiben. Ich liebe es wenn meine Hände nach Diesel riechen................

  2. Vernunftkraft schrieb am

    In der Realität sind E-Autos lebensunfähige Fehlkonstruktionen, die es ohne Subventionen nicht geben würde, da sie über viel zu wenig Reichweite verfügen, werden sie hauptsächlich von Vermögenden als Zweitwagen genützt und müssen somit zusätzlich gebaut werden und erhöhen damit den CO2 Ausstoß.

    Sie fahren auch nicht mit 100% Ökostrom, da es keinen hunderprozentigen Ökostrom gibt,bei jeder Windflaute müssen wir teuren AKW- und Kohlestrom von unseren Nachbarn kaufen, hunderprozentigen Ökostrom wird es auch künftig nicht geben, da ein grundlastfähiges Stromnetz mit Windmühlen nicht möglich ist.