Das ist mal etwas anderes – ein Fahrzeug ohne Auspuff. Zittaus Oberbürgermeister Arnd Voigt und Manfred Kürschner, Geschäftsführer der Stadtwerke Zittau GmbH, testeten vor wenigen Tagen ein Elektroauto vom Typ Mitsubishi i-MiEV. Nach einer kurzen Einweisung drehte das Stadtoberhaupt damit eine Runde um den Marktplatz. Schaute danach aus dem Fenster und hob den Daumen:
"Ich fahre mit Strom." Die Fahrweise (mit Automatik) selbst sei schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig. "Die Motorengeräusche fehlen völlig. Dafür sind die Rollgeräusche über das Kopfsteinpflaster stärker ausgeprägt", sagt der Oberbürgermeister.
Rein von der Optik her gefällt Arnd Voigt das schnittige, für vier Personen ausgelegte Auto.
Als Teilnehmerstadt am European Energy Award® ist Zittau künftig auch bestrebt, in der Verwaltung möglichst energieeffiziente und umweltschonende Fahrzeuge einzusetzen.
Der Mitsubishi i-MiEV – von der Enso NetzZ GmbH im Rahmen ihrer Aktivitäten innerhalb des Projektes SaxMobility II als Teil der Modellregion Elektromobilität Sachsen für die Stadt
zur Verfügung gestellt – ist mit einem Elektromotor von 47 Kilowatt, also etwa 62 PS, ausgestattet, erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde
und hat eine Reichweite von circa 110 Kilometern, die aber bei längere Nutzung der Heizung sinkt.
Der Ladevorgang an einer 220 Volt-Steckdose dauert etwa sechs Stunden bei vollständig entladener Batterie. Im Gewerbegebiet Weinau existiert aber bei einer Verteilerbau-Firma eine so genannte "Elektro-Schnell-Tankstelle". Der Kofferraum hat ein Fassungsvermögen
von 150 bis 200 Litern – bei heruntergeklappter Rückbank sind es sogar etwa 450 Liter. Der Kostenpunkt des Testfahrzeugs liegt zurzeit je nach Anbieter zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Die Testphase läuft bis zum 3. September. "Für den innerstädtischen Bereich denken wir sicher darüber nach", so der erste Tenor in der Stadt.
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