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Ein Fußballknaller zum Saisonabschluss

Ein Fußballknaller zum Saisonabschluss

Können sich die Neugersdorfer Kicker zum Saisonabschluss im schweren Heimspiel gegen Energie Cottbus noch einmal über drei Punkte freuen? Foto: Florian Richter

Der FC Oberlausitz Neugersdorf empfängt am Samstag, 20. Mai, um 13.30 Uhr,zum Saisonabschluss in der Fußball-Regionalliga Energie Cottbus in der Sparkassen Arena.

Neugersdorf. Zuvor werden an diesem Nachmittag Spieler verabschiedet, die sich in den letzten Jahren sehr um den sportlichen Erfolg des Vereins verdient gemacht haben. Nach der Begegnung möchte die Mannschaft die Gelegenheit nutzen und sich bei ihren treuen Anhängern für die Unterstützung in dieser Saison bedanken. Den Fans soll einiges geboten werden, unter anderem stehen die Spieler zu einer Autogrammstunde zur Verfügung.
Vor dem Vergnügen kommt aber das Spiel. Dabei trifft Vragel da Silva auf seinen ehemaligen Club, für den er etwas mehr als acht Jahre im Einsatz war und 101 Bundesliga- und 71 Zweitligaeinsätze absolvierte. Als der Brasilianer 2009 seine Karriere beendete, war Energie gerade aus der Bundesliga abgestiegen. Es folgten fünf Zweitliga- und zwei Drittligajahre.

In dieser Saison sollte der Abstieg in die Regionalliga sofort wieder revidiert werden, doch Jena schnappte den Schützlingen von Claus-Dieter Wollitz schon drei Runden vor dem Saisonende endgültig den Platz an der Sonne weg. Zu groß war der Rückstand nach der Hinrunde (sieben Punkte), da reichte auch Platz eins in der Rückserie nicht mehr. Nach dem Abstieg aus Liga drei musste sich Energie um eine neue Mannschaft kümmern – 23 Akteure verließen den Verein, 21 stießen hinzu. Dass es da am Anfang noch nicht rundläuft, ist verständlich, war aber entscheidend. Aus den ersten vier Spielen holten die Cottbuser gerade einmal drei Unentschieden, Jena hatte da schon zwölf Zähler auf dem Konto. Dieser Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden.

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Trotzdem blieben die Fans der Mannschaft treu. Über 92.000 Zuschauer pilgerten ins Stadion der Freundschaft zu den 17 Heimspielen, rund 5.500 pro Spiel. Damit ist Energie mit Abstand der Ligakrösus. Sportlich kann Energie die Saison trotzdem noch halbwegs retten. Fünf Tage nach dem Auftritt in Neugersdorf bestreitet die Mannschaft das Finale im Brandenburg-Pokal zu Hause gegen den Ligakonkurrenten aus Luckenwalde. Gerade deshalb will „Pele“ Wollitz verhindern, dass sich bei seiner Truppe, obwohl in der Liga nichts mehr geht, der Schlendrian einstellt. „Wir müssen jetzt noch zweimal alles raushauen. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft ihre Spielfreude behält und auch ihre Überzeugung, diese Spiele zu gewinnen.“ Bei einem Sieg gegen Luckenwalde winken immerhin rund 150.000 Euro Antrittsgeld für das Erreichen der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde.

Vragel da Silva freut sich auf diese Begegnung: „Wir können beide unbeschwert in diese Partie gehen. Gegen Cottbus erwarte ich mehr Freiräume als bei Hertha, weil Energie viel offensiver spielt.“ Mit Benjamin Förster und Streli Mamba besitzen die Cottbuser einen starken Zwei-Mann-Sturm. Dahinter bringen Joshua Putze, Fabio Viteritti und Marcelo de Freitas Costa viel Offensivkraft mit. Gerade letztgenannter Spieler hat dem FC Oberlausitz Neugersdorf vor seinem Wechsel in der Winterpause viel Freude bereitet und ist neben Josef Marek mit sechs Treffern noch immer der Torschützenbeste für die Neugersdorfer in dieser Saison. Letztmalig war er im Trikot der Oberlausitzer im letzten Hinrundenspiel erfolgreich, es war der Ehrentreffer bei der 1:3-Niederlage in Cottbus. Ob er am Samstag von Anfang an dabei sein wird, ist ungewiss. In den 14 Begegnungen, die er für Energie bestritt, wurde er siebenmal ein- und fünfmal ausgewechselt und trug sich noch zweimal in die Torschützenliste ein.

Dabei sein wird nach Lage der Dinge auf jeden Fall Josef Marek, der zuletzt immer stärker wurde und in Berlin seine Gelbsperre abgesessen hat. Wenn Jaroslav Dittrich wieder richtig fit ist, dürfte er ebenfalls von Beginn an auflaufen.

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Obwohl die Luft aus Auf- und Abstiegskämpfen schon lange raus ist, will Vragel da Silva seine Jungs für die letzte Begegnung nochmals extra motivieren. „Unser Ziel ist es, den einstelligen Tabellenplatz zu behalten. Dazu wollen und müssen wir diese Begegnung gewinnen. Alle möchten zum Saisonabschluss noch einmal eine gute Partie abliefern, auch die Spieler, die uns verlassen werden. Wir beabsichtigen, mit einem guten Gefühl aus unserer zweiten Regionalligasaison herausgehen, sowohl die Mannschaft als auch die Fans“, die nach dem Spiel mit ihrer Truppe noch fachsimpeln können.

Jens Kölz / 19.05.2017

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