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Indizien entlasten Busfahrer

Indizien entlasten Busfahrer

Löbau. Nach eingehender Bewertung von Sachlage und Fakten zu dem Unfall am Montag, 3. Juli, auf der A 9 bei Münchberg, bei dem 18 Menschen in einem Löbauer Reisebus ihr Leben verloren und 30 Reisende teils schwer verletzt wurden, hat die RBI-Busnotfall-Intervention des Internationalen Bustouristik Verbandes RDA überzeugende Indizien, dass der betroffene Reisebus und sein Fahrer im Bereich eines Stauendes in eine Notbremssituation genötigt wurden.

Diese war nicht absehbar und durch den Fahrer auch nicht mehr vermeidbar.Durch eine Verkettung außergewöhnlicher Umstände ist es nach dem Aufprall auf den davor anhaltenden Lkw zum Austritt von Kraftstoff gekommen, der sich unfallbedingt sofort entzündete und den davor stehenden Anhänger mit erfasste. Obwohl beide Busfahrer versuchten, ihren Fahrgästen augenblicklich zu helfen, wurde der verletzte Fahrer selbst ein Opfer der Flammen, während es dem zweiten Fahrer gelang, den 30 Überlebenden bei der Evakuierung durch die hintere Tür zu helfen. Alle Beteiligten im Bus sind folglich Opfer eines für sie unausweichlichen Ereignisses geworden.

Angesichts der Sachlage möchte der RDA erneut seine tiefe Betroffenheit über die Katastrophe und seine Trauer und mit den Opfern und das Mitgefühl für die Verletzten, Angehörigen und Freunde zum Ausdruck bringen. Präsidium und Vorstand des RDA sprechen insbesondere den beiden Busfahren und ihren Angehörigen ihre höchste Anerkennung und große Dankbarkeit für ihr Engagement für ihre Fahrgäste aus und wünschen allen Beteiligten, den Familien, Angehörigen und dem betroffenen Busunternehmen die Kraft und die Zuversicht, das Ereignis so zu bewältigen, dass sie schon bald wieder in einen lebenswerten Alltag zurückfinden können. Das schreckliche Ereignis zeigt, dass selbst eine vorbildliche Anwendung der Sicherheitsmaßnahmen in extrem seltenen Fällen eine Katastrophe nicht mehr verhindern kann. Umso mehr werden sich der RDA und seine Mitgliedsunternehmen auch weiterhin für die Erhöhung des ohnehin sehr hohen Sicherheitsstandards im Reisebusverkehr einsetzen.

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Redaktion / 17.07.2017

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