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JeLa startet durch: Wenn ich lächle, klingt meine Stimme noch schöner

JeLa startet durch: Wenn ich lächle, klingt meine Stimme noch schöner

Singen unterm Scheinwerferlicht, auf das Publikum eingehen, Bühnenpräsenz zeigen – JeLa aus dem Norden des Landkreises Görlitz möchte eine Bühnenkarriere starten. Foto: Kerstin Neumann

Sie ist erst 16, die Zeit aber schon „reif für diese Stimme“ – steht auf ihrer Booking-Card. Längst hat JeLa die ersten Bühnenauftritte hinter sich. Nun sucht das Gesangstalent aus dem Norden des Landkreises Görlitz an der Seite ihres Managers Thomas Schneider den Weg nach oben.

Landkreis Görlitz. Das Singen scheint ihr in die Wiege gelegt worden zu sein. „Ich hatte schon immer ein Lied auf den Lippen“, erzählt das Mädchen mit den langen dunklen Haaren, dem das Lächeln auf den Lippen offenbar nie versiegt. Richtig intensiv sei es in der siebten Klasse geworden. „Da hatten wir eine Klassenfahrt nach Stuttgart zum Tigerentenclub. Danach stand für mich fest, dass ich das Singen künftig ernsthafter betreiben will.“

Ein Talent zu sein, reicht aber auch einem späteren Bühnenstar nicht. Und so beließ es Lena-Loreen nicht nur bei der instrumentalen Begleitung ihrer Stimme, sondern nimmt seit rund zwei Jahren Gesangsunterricht in der Görlitzer Musikschule time2groove.

Seit Anfang 2017 wird ihre Karriere noch professioneller nach vorn gebracht. Seitdem steht die junge Frau unter den Fittichen von Musikmanager Thomas Schneider aus Görlitz, der momentan dabei ist, auch Nicci Schubert aus der Neißestadt deutschlandweite Präsenz zu verschaffen. „Von Bekannten hatte ich einen Tipp bekommen, sie dann auf einem Youtube-Video beim Sommerfest in Rothenburg gesehen. Als ich die Stimme hörte, dachte ich mir: Boah! Das kann, ja das muss etwas werden.“ Kurz nach dem Jahreswechsel gab es den ersten Treff, um eventuelle Zukunftspläne zu besprechen. Und seit Februar 2017 gehen die Beiden gemeinsame berufliche Wege. Wobei die 16-Jährige großen Wert darauf legt, ihre Ausbildung zur Sozialassistentin und danach zur Erzieherin abzuschließen. Das dauert insgesamt fünf Jahre – Zeit, in der sie sich stimmlich und auf der Bühne als JeLa weiter profilieren will.

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Doch warum gerade dieser Künstlername? „Die Freundin meines Bruders heißt Jenny und ich bin Lena. Daraus haben wir einfach ’JeLa’ gemacht.“ Für Thomas Schneider ist das Kunstwort ein Volltreffer – ein Name, den sich die Menschen gut merken können und der das Talent auf dem Weg nach oben begleiten wird. Schon jetzt ist der Fachmann begeistert von den Fähigkeiten seines Schützlings. „Sie hat eine so breit gefächerte Stimme, die fast in die Richtung einer Whitney Houston geht“, gerät er ins Schwärmen und sagt überzeugt: „JeLa ist schon eine Stufe höher als ein Rohdiamant.“

Auch andernorts hat man inzwischen mitbekommen, dass es im Norden des Landkreises einen weiblichen Stimmgiganten gibt. „Es gab bereits Produktionsanfragen aus Italien und Schweden. Aber solange JeLa ihre Lehre macht, werden wir die Karriere ein bisschen bremsen“, stimmt er mit der Sängerin und ihren Eltern überein. Mutti Monika Kürschner hält indes große Stücke auf ihre Tochter: „Das, was sich hier anzubahnen scheint, ist ihr Traum, den sie verwirklichen möchte. Sie singt jeden Tag und es wäre eine Schande, diese Stimme zu verstecken.“

Momentan hat JeLa rund 60 Titel im Repertoire – überwiegend aus der englischsprachigen Rock- und Popmusik. Songs von Tina Turner, Adele, Rihanna, Leona Lewis oder Emelie Sande entwickeln sich – von ihr gesungen – zu einem ganz eigenen Hörgenuss. Mit Hilfe von Felix Dohrmann aus der Görlitzer Musikschule time2groove und Produzent Mirko Süß aus dem Erzgebirge ist jetzt ihr erster eigener Titel entstanden. Anfangs Ballade, zum Ende mehr „action“. „Das wird ihre erste Veröffentlichung, wenn alles glatt läuft Anfang Mai“, gibt Thomas Schneider die Richtung vor. Bis dahin gilt es den Song zu arrangieren und zu schauen, welche instrumentale Begleitung am besten passt. Außerdem muss ein CD-Cover entstehen, der Song auch Einzug in die einschlägigen Download-Portale halten. Schließlich wird noch ein Video gedreht. Schneider hofft, dass er seinen Schützling so auch im Radio und sogar im Fernsehen platzieren kann. Dazu will er so viele Wege wie möglich nutzen: Die Bewerbungen für das „Supertalent“ und „Voice of Germany“ sind abgegeben.

Bei all dem Rummel möchte das 16-jährige Gesangstalent ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren. „Die Menschen sollen den Sinn meiner Lieder erkennen, ich möchte eine Message rüber bringen.“ Dabei schaut sie gern auf Sarah Connor in ihren Anfangsjahren oder Beyoncé. „Es ist einfach genial, was sie auf der Bühne macht.“ Sie selbst hat ihre Stimme bisher auf kleineren Veranstaltungen vorgestellt. „Das ist ein gutes Training, um dann größere Ziele anzugehen“, findet ihr Manager. Bühnenerfahrung sei äußerst wichtig – wie gebe ich mich, wie spreche ich mit dem Moderator, wie beziehe ich das Publikum mit ein. All das sind Dinge, die JeLa in den nächsten Jahren noch lernen muss – bis sie nach dem Ende ihrer Lehre richtig durchstarten kann“, so Schneider. Auch stimmlich sei durchaus noch etwas drin. „Dabei hilft mir die Musikschule unheimlich. Zu Hause stelle ich mich oft vor den Spiegel, beobachte meine Mimik. Fest steht: Wenn man lächelt, klingt auch die Stimme schöner“, sagt JeLa und kann sich das Lachen dabei nicht unterdrücken.

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Frank-Uwe Michel / 27.03.2017

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