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Landespolitiker machen sich für Bautzen als Landesamtsstandort stark

Landespolitiker machen sich für Bautzen als Landesamtsstandort stark

Stoppt die Sparpolitik: Diese Ansage richteten vor acht Jahren Tausende von Schülern an Sachsens Landesregierung. Was den Verwaltungsapparat anbelangt, hat sie sich davon nicht beirren lassen. Foto: Archiv

Bautzen. Ein von der Sächsischen Landesregierung angeregtes Landesamt für Schule und Bildung soll in Bautzen angesiedelt werden. Mit einer entsprechenden Forderung haben sich jetzt Landtagsabgeordnete aus der Lausitz an Kultusministerin Brunhild Kurth gewandt.

„Wir alle wissen, dass der Anspruch auf die Sicherstellung der bisher hohen Qualität des sächsischen Bildungssystems gegenwärtig unter enormen Herausforderungen zu erfüllen ist und dies in den kommenden Jahren gleichermaßen der Fall sein wird“, heißt es in einem Schreiben des Zittauer CDU-Abgeordneten Stephan Meyer. „Wir begrüßen in diesem Zusammenhang auch die Zusammenfassung der bisher separaten Sächsischen Bildungsagentur und des Sächsischen Bildungsinstitutes zu dem Landesamt für Schule und Bildung, um Synergien zwischen beiden Institutionen zu heben und rein administrative Vorgänge zu bündeln, effizienter und effektiver zu gestalten. Gleichzeitig muss gerade in den Regionen fernab der Ballungsräume ganz besonders viel Engagement bei der Besetzung von Lehrerstellen und der Sicherstellung einer qualitativen Unterrichtsversorgung geleistet werden. Dies bedeutet aus unserer Sicht auch, dass Strukturen der Schulverwaltung als direkte Ansprechpartner möglichst nah in den Regionen verankert werden, die besonders stark im Fokus der Anstrengungen stehen.“

Einerseits biete Bautzen durch seine zentrale Lage für den Regionalbereich gute Erreichbarkeiten für Mitarbeiter und Anspruchsgruppen. Andererseits unterstreiche der Freistaat Sachsen mit einer derartigen Entscheidung zur Ansiedlung einer Landesbehörde in der Oberlausitz die Bedeutung der Region für die Landespolitik.

Die rund 80 Angestellten, die momentan in der Bautzener Bildungsagentur ihrer Arbeit nachgehen, werden laut Kultusministerium auch künftig Aufgaben im Landesamt für Schule und Bildung wahrnehmen. Indes seien die Bildungseinrichtungen von der Gründung der neuen Landesbehörde nicht unmittelbar betroffen, versicherte eine Sprecherin. Sie stellte klar, dass der Amtssitz auch fortan Chemnitz sein wird. „Um auch in Zukunft den Anforderungen an eine leistungsfähige Schulverwaltung gerecht zu werden, arbeitet das Sächsische Kultusministerium seit längerer Zeit an einer Optimierung der Verwaltungsstruktur. Wir brauchen eine leistungsfähige Schulverwaltung, die den hohen Anforderungen bei der Absicherung des Unterrichts entspricht und die eine hohe Qualität von Schule gewährleistet. Dabei ist nicht vorgesehen, auf einen Standort des Landesamtes für Schule und Bildung in Bautzen zu verzichten.“

Hintergrund: Die noch existierende Bildungsagentur in Bautzen nimmt Schulaufsichtsaufgaben über die Bildungseinrichtungen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz wahr. Ein besonderer Schwerpunkt der Regionalstelle ist die Sicherung der Schulaufsicht für sorbische Schulen. Der Behörde unterstehen 220 öffentliche Schulen von Grund- bis Berufsschule. Zum 1. Januar 2018 soll laut neuem Schulgesetz eine reformierte Verwaltungsstruktur greifen.

Redaktion / 14.08.2017

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