Die Debatte um die künftigen Strukturen der sorbischen Einrichtungen und Institutionen in der Lausitz ist an einem "toten Punkt" angekommen.
"Wir fangen mit der Diskussion quasi wieder von vorn an", erklärte der Vorsitzende des Domowina Bund Lausitzer Sorben e.V., David Statnik, im Anschluss an die jüngste Sitzung des Bundesvorstandes am vergangenen Samstag in Bautzen. So sei die Konzeption zur Errichtung eines Hauses der sorbischen Sprache gescheitert. In diesem sollte nach den Vorstellungen der Stiftung für das sorbische Volk Teile der Stiftungsverwaltung, die Domowina-Regionalsprecher, der Domowina-Verlag, das Witaj-Sprachzentrum sowie die Sorbischen Kulturinformationen in Bautzen und Cottbus zusammengefasst werden. "Dieses Konzept lässt sich nicht umsetzen, da die öffentliche Meinung dagegen spricht", so Statnik.
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Insbesondere die Befürchtungen hinsichtlich der Pressefreiheit der im Domowina-Verlag erscheinenden Medien konnten nicht ausgeräumt werden. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stiftung und Domowina, der ausschließlich sorbische Vertreter angehören, soll nunmehr Möglichkeiten für die weitere Entwicklung ausloten. "Dabei gehen wir weit in die Vergangenheit zurück, beispielsweise in das Jahr 1994, als es schon einmal das Konzept eines sorbischen Kulturzentrums gab", so der Domowina-Vorsitzende. Das sogenannte "Vogt-Papier", das die Leitlinie der bisherigen Strukturdebatten bildete, bleibe zwar Diskussionsgrundlage, stelle aber nicht mehr die alleinige Richtschnur dar.
Verfahren ist auch die Situation im Sorbischen National-Ensemble, dessen Umstrukturierung als Testfall für den Erfolg des Gesamtkonzeptes galt. Demnach sollten bis 2013 27 der vorhandenen 107 Stellen abgebaut werden. Fünf Musiker haben bereits erfolgreich gegen ihre Kündigung geklagt und müssen weiter beschäftigt werden. Bis zum Frühjahr soll die Stiftung für das sorbische Volk ein neues Konzept vorlegen.









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