Eine neue Arbeitsgruppe will in Bischofswerda ein Konzept entwickeln, um mehr Leute in die Innenstadt zu holen. Auch Bürger sind zur Mitarbeit eingeladen. Es gibt sie, die guten Beispiele für neue Strukturen in der Bischofswerdaer Innenstadt. Oberbürgermeister Andreas Erler benennt das Gebäude an der Ecke Töpferberg/Bautzener Straße.
Während die Fassade vier Häuser zeigt, handelt es sich im Inneren um ein einziges Gebäude. Die kleinteilige Struktur sei aufgebrochen und so attraktive Wohn- und Gewerberäume geschaffen worden. Ähnliches ist es im Innenhof hinter der Stadtapotheke gelungen.
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Damit endet vorläufig die Liste der positiven Initiativen. Sie ist damit leider auch deutlich kürzer als die der aktuellen Problemfälle in Schiebocks Altstadt. Geschäfte schließen, die Gastronomie wird von drei Dönerläden dominieren. Für Auswärtige gibt es außerhalb des wöchentlichen Markttages kaum Gründe, in die Innenstadt zu fahren.
Für Stadtrat, Stadtverwaltung und Oberbürgermeister ist die Situation allgegenwärtig. Seit nun auch die Bundesstraße 98 zweispurig an der Stadt vorbeiführt, scheint es den Innenstadthändlern, dass noch weniger Kunden den Weg zu ihnen finden.
Dem will die im Januar gegründete Arbeitsgemeinschaft "Konzeptionelle Stadtentwicklung" entgegenwirken. Vorläufig sind darin die Stadträte des technischen Ausschusses, die Fraktionsvorsitzenden, Bauamtsleiterin Erika Lehmann, Axel Bauer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, und OB Andreas Erler vertreten. In den zurückliegenden Wochen stand das 2008 erstellte Einzelhandels- und Zentrenkonzept erneut im Mittelpunkt der Beratungen.
Einige Handlungsanweisungen darin seien bereits erledigt oder gelten als überholt, erläutert Erler. Trotzdem lassen sich daraus Ideen ableiten. So muss es gelingen, einen Magnetbetrieb in der Innenstadt anzusiedeln. Wie dieser heißen könnte, ist dagegen noch völlig offen. Verschiedene Projekte und Standorte wurden in den vergangenen Jahren diskutiert, keines fand jedoch eine mehrheitliche Zustimmung.
Attraktiver würde die Innenstadt für Händler, wenn man die kleinen Ladenflächen zu größeren und damit überlebensfähigen Geschäften zusammenfassen könnte. "Hier sollten wir den aktuellen Leerstand nutzen und Gespräche mit den Eigentümern führen", sagt Erler. Gelingt es Flächenzusammenzulegen, könnte man Filialisten gezielt ansprechen. Erlers Vision bezieht sich aber nicht nur auf den Handel. Auch Ärzte und ähnliche Einrichtungen beleben die Innenstadt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.
Doch Stadtrat und Stadtverwaltung können nur die Rahmenbedingungen für eine Belebung der Innenstadt vorgeben. Mit Leben erfüllen müssen sie die Händler und Einwohner. So habe man versucht den Altmarkt mit einem zweiten Wochenmarktag am Mittwoch zu beleben. "Die Händler probierten es, aber weil sich der kalkulierte Umsatz nicht einstellte, haben sie es sein lassen", berichtet Erler.
Nachdem die AG "Konzeptionelle Stadtentwicklung" im Januar und Februar im Anschluss an den technischen Ausschuss tagte, soll es im März einen separaten Termin geben. Zu diesem werden ganz explizit interessierte Bürger eingeladen. Erste Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr vorliegen, verspricht der OB. Ein erster Schritt könnte die direkte Zufahrt über die Dresdener Straße zum Altmarkt sein. Die Gespräche dazu laufen bereits.












