20.02.2012
BISCHOFSWERDA
Noch immer gesucht: Gute Ideen für Belebung der Schiebocker Altstadt
KATRIN KUNIPATZ

Eine neue Arbeitsgruppe will in Bischofswerda ein Konzept entwickeln, um mehr Leute in die Innenstadt zu holen. Auch Bürger sind zur Mitarbeit eingeladen. Es gibt sie, die guten Beispiele für neue Strukturen in der Bischofswerdaer Innenstadt. Oberbürgermeister Andreas Erler benennt das Gebäude an der Ecke Töpferberg/Bautzener Straße.

Während die Fassade vier Häuser zeigt, handelt es sich im Inneren um ein einziges Gebäude. Die kleinteilige Struktur sei aufgebrochen und so attraktive Wohn- und Gewerberäume geschaffen worden. Ähnliches ist es im Innenhof hinter der Stadtapotheke gelungen.
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Damit endet vorläufig die Liste der positiven Initiativen. Sie ist damit leider auch deutlich kürzer als die der aktuellen Problemfälle in Schiebocks Altstadt. Geschäfte schließen, die Gastronomie wird von drei Dönerläden dominieren. Für Auswärtige gibt es außerhalb des wöchentlichen Markttages kaum Gründe, in die Innenstadt zu fahren.

Für Stadtrat, Stadtverwaltung und Oberbürgermeister ist die Situation allgegenwärtig. Seit nun auch die Bundesstraße 98 zweispurig an der Stadt vorbeiführt, scheint es den Innenstadthändlern, dass noch weniger Kunden den Weg zu ihnen finden.

Dem will die im Januar gegründete Arbeitsgemeinschaft "Konzeptionelle Stadtentwicklung" entgegenwirken. Vorläufig sind darin die Stadträte des technischen Ausschusses, die Fraktionsvorsitzenden, Bauamtsleiterin Erika Lehmann, Axel Bauer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, und OB Andreas Erler vertreten. In den zurückliegenden Wochen stand das 2008 erstellte Einzelhandels- und Zentrenkonzept erneut im Mittelpunkt der Beratungen.

Einige Handlungsanweisungen darin seien bereits erledigt oder gelten als überholt, erläutert Erler. Trotzdem lassen sich daraus Ideen ableiten. So muss es gelingen, einen Magnetbetrieb in der Innenstadt anzusiedeln. Wie dieser heißen könnte, ist dagegen noch völlig offen. Verschiedene Projekte und Standorte wurden in den vergangenen Jahren diskutiert, keines fand jedoch eine mehrheitliche Zustimmung.

Attraktiver würde die Innenstadt für Händler, wenn man die kleinen Ladenflächen zu größeren und damit überlebensfähigen Geschäften zusammenfassen könnte. "Hier sollten wir den aktuellen Leerstand nutzen und Gespräche mit den Eigentümern führen", sagt Erler. Gelingt es Flächenzusammenzulegen, könnte man Filialisten gezielt ansprechen. Erlers Vision bezieht sich aber nicht nur auf den Handel. Auch Ärzte und ähnliche Einrichtungen beleben die Innenstadt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.

Doch Stadtrat und Stadtverwaltung können nur die Rahmenbedingungen für eine Belebung der Innenstadt vorgeben.  Mit Leben erfüllen müssen sie die Händler und Einwohner. So habe man versucht den Altmarkt mit einem zweiten Wochenmarktag am Mittwoch zu beleben. "Die Händler probierten es, aber weil sich der kalkulierte Umsatz nicht einstellte, haben sie es sein lassen", berichtet Erler.

Nachdem die AG "Konzeptionelle Stadtentwicklung" im Januar und Februar im Anschluss an den technischen Ausschuss tagte, soll es im März einen separaten Termin geben. Zu diesem werden ganz explizit interessierte Bürger eingeladen. Erste Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr vorliegen, verspricht der OB. Ein erster Schritt könnte die direkte Zufahrt über die Dresdener Straße zum Altmarkt sein. Die Gespräche dazu laufen bereits.

Kommentare zu

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

Mein privat erarbeiteter Vorschlag zur Belebung der Innenstadt in Bischofswerda sieht folgendermaßen aus.Der Altmarkt in Bischofswerda erhält eine große Tiefgarage unter dem Altmarkt und obendrauf wird der Altmarkt voll mit einem Glasdach ausgestattet,unter welchem sich ein großes dann überdachtes Einkaufscentrum befinden wird mit variabel zu gestaltende Geschäften und Geschäftsgrößen.Dazwischen eine subtropische Gestaltung mit Palmen,hellen Gehwegen und viel Grün (Jardin du Maroc),sodas man meint,man wäre irgendwo in Sharm el Sheik oä.Auch ein paar schön gestaltete Brunnen würden sicherlich für eine schöne Atmosphäre sorgen.Obenherum könnten auch ein paar Aras herumfliegen,sodas der so gestaltete Altmarkt nicht nur die Menschen zum Einkauf anmagnetisieren würde,sondern auch an Sonn-und Feiertagen ein Erlebnis wäre für jung und alt.Eine Art Kulturpalast für die Sinne und den Gaumen,dazwischen Geschäfte,Boutiquen und Restaurants und die Möglichkeit darin Konzerte geben zu können,wäre dann auch gegeben.Und dies alles von der Jahreszeit unabhängig und für alle erreichbar.Egal ob zu Fuß oder dann wohl mit dem Elektroauto,welche dann zuhauf auf Bischofswerdas Strassen unterwegs sein werden.Vielleicht sogar produziert in Bischofswerda.Denn wo man Solarzellen in die Welt exportieren kann,fehlt nur noch das richtige dazu passende Fortbewegungsmitel Elektroauto.Der Bürgermeister wird auch das möglich machen müssen,will er Bischofswerda in das 22 Jahrhundert führen.Allerdings sollte das grosse Glasdach,das vergaß ich,ein gigantisches die Fläche einnehmendes Solar-und Gründach erhalten wie auf dem hochmodernen Schiebocker Kreiskrankenhaus.Denn es wissen zudem vielleich wenige Menschen,das der Altmarkt in seiner Grösse dem Markusplatz in Venedig in nichts nachsteht.Da sollte man schon was mit dem Altmarkt machen.Also letztendlich würde darauf so eine Art Venedig entstehen,wo die Leute letztendlich gar nicht meh in den Urlaub fahren wollen,weil es da auf dem Altmarkt schon aussieht wie in einem halbsubtropischen Ferienparadies.Nur die horrenden Reisekosten und den ganzen Stress sparen sich die dann "Nicht"-Urlauberinen und "Nicht"-Urlauber.Gleiches könnte man auch mit dem Rest der Altstadt gestalten.Also aus Bischofswerda ein Ferienparadies machen,was dann auch in den Urlaubskatalogen ausgepreist werden könnte.Also auf dem Jakobsweg von Santiago de Compostella direkt nach Bischofswerda ins Urlaubs-und Einkaufsparadies Schiebock.

Ich hatte heute einen merkwürdigen Traum.Ich sah eine Gestalt nachts über den grossen Schiebocker Altmarkt laufen.Die Gestalt sah aus wie der Bürgermeister und die Gestalt stellte überall eigenartige Kästen ähnlich einer Zapfsäule auf,soviel an der Zahl wie der Altmarkt Parkplätze hat und aus den eigenartigen Kästen hingen überall Kabel raus mit Steckern dran.Weiter im Traum sah ich,das das gar keine irgendwelchen Kästen waren,sondern Zapfsäulen für Solarstrom,wo man sein Elektroauto damit betanken kann.Also Strom kam da raus fürs E-Auto.Und überall waren plötzlich Leute mit Elektroautos da und die wollten alle den Saft tanken,den der Bürgermeister da aus den Kästen anbot.Alle riefen"Bürgermeister,wir wollen noch viel,viel mehr von dem Stromsaft für unsere Elektroautos".Und ich sah den Bürgermeister,wie er sich den Schweiß von der Stirn wischte und ganz rot im Gesicht,weil er mit dem Betanken nicht mehr nachkam und um Verstärkung rief.Dann war da auch noch die Polizei,weil sie diesen Ansturm von Sonnenstromtankwütigen für ihre Elektroautos auf dem Altmarkt Herr werden mußten und dazwischen herum liefen die Händlerinnen und Händler vom Altmarkt und denen wurden ihre feilgebotenen Warenkörbe gleich vom Auto aus weggekauft.Ja das nenne ich doch einen etwas komischen Traum.Denn er könnte Wirklichkeit werden.Denn anders als bei herkömmlichen Tankstellen mit Benzin und Diesel kann man Sonnenstrom überall tanken,auch auf dem Altmarkt und nebenher auch gleich seine Einkäufe tätigen,während das Auto an der Zapfsäule steht und aufgetankt wird.Das würde ich dann doch als eine Belebung des Altmarktes verstehen,nicht nur von dem in Schiebock.Oder etwa nicht ?
Übrigens hatte der Bürgermeister in dem Traum als Einziger ein Auto mit einem Verbrennungsmotor,weil er der Zeit hinterherhinkt und alle lachten ihn deshalb sehr aus.Sogar die immer halbfinster dreinblickende Politesse Frau Margot Volumen fuhr in dem Traum einen schicken feschen Elektroschlitten von der Automesse,worüber alle begeistert waren.Wegen der Werbung für den Schiebock.Nun ja.

Hatte heute gelesen,das die "Dresdener Herrenmode" in der Belmsdorfer Strasse auch dichtmacht.Dazu das Desaster mit "ARISE" und hier liest man,das die Innenstadt verödet.Ich glaube,auch mit gutem Willen braucht man hier keine Arbeitsgruppe zur Belebung bilden,denn die Leutchen sind einfach gar nicht da und wer nicht da ist,kann auch nicht an den Altmarkt ziehen.Natürlich auch keine Ärzte.Denn die werden wohl eher Bischofswerda meiden,denn der Patient heißt sinnübertragen ins ökonomische Vokabular übersetzt Kunde und Kunden wiederum sind auch die Einwohner,die hier beständig das "sinkende Schiff" Bischofswerda verlassen.Da kommt doch kein Arzt auf die Idee,hier am Altmarkt eine Paxis aufzumachen.Das wäre ja wirtschaftlicher "Selbstmord".Selbiges gilt für "Filialisten".Was sollen die an einem Altmarkt,wo sich ausser der Füchse am Abend wegen Gute Nacht sagen fast schon niemand blicken läßt.Manchmal braucht ja eine Registrierkasse auch mal paar EURO Umsatz,sonst läuft weder Paxis noch Laden.Aber dieses Problem ist seit 20 Jahren vorhanden und ausgerechnet jetzt,wo schon nichts mehr umkehrbar ist,kommen einige "hartgesottene auf die Idee,hier eine "FRONT" gegen die bestehenden Verhältnisse aufbauen zu wollen.Erinnert irgendwie an Berlin 1945,als Rotzbremse noch von gigantischen Entlastungsschlachten träumte,während draussen um Berlin der Iwan schon in den Berliner Vorgärten die Kirchen von den Bäumen pflückte.Also ehrlich gesagt bin ich kein Konkursverwalter,aber wäre Bischofswerda eine Firma,dann müsste man diese Firma für Insolvent erklären.Hier ist doch die Luft raus.Ohne studierte Wirtschaftsökonomen ganz oben an der obersten Spitze wird hier nichts mehr.

Ich hätte die Idee,aus Bischofswerdas Altstadt mit Altmarkt eine Art "venezianisches Einkaufscentrum" zu machen.Also kein Einkaufscentrum im klassischen modernen Sinne,sondern Geschäft an Geschäft,Fachabteilung an Fachabteilung.Parkplätze sind ja auf dem Altmarkt genügend vorhanden,nur sind sie wohl nicht kostenlos wie beim großen Rewe in der Carl-Maria von Weber Strasse.Logisch,das da keiner mehr den Altmarkt anfährt.Zumal die Anfahrt wegen der Verkehrsregulierung auch ziemlich schwer ist.Ich vermute mal,der Bürgermeisterchef von Schiebock muß unter diesen von ihm selbst gegebenen Umständen noch lange auf seiner Freitreppe vor dem Rathaus warten,bis sich da "Leben" auf bzw um den Altmarkt etabliert.

Das Problem mit der >Überproduktion< ist doch kein regionales und schon gar keins von Schiebock!

Dieses Problem haben doch alle Städte und Länder
auf dieser Welt. Noch mehr Produkte herstellen,
obwohl die Hallen bzw. Halden bereits über-
füllt sind, löst das Problem auch nicht.



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