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MC Jauer bereitet mit Bagger Crossstecke vor

MC Jauer bereitet mit Bagger Crossstecke vor

Am Start wird es wieder laut, wenn der MC Jauer am 8. und 9. Oktober zu den Motocrossrennen auf die Strecke am Hahneberg einlädt. Neben den Sachsenmeisterschaften findet auch das Finale der Deutschen Motocrossmeisterschaft der Junioren statt. Foto: MC Jau

Die Motocrossstrecke „Am Hahneberg“ ist zurzeit für den Trainingsbetrieb gesperrt. Grund sind die Vorbereitungen für den 38. ADAC Motocross „Am Hahneberg“. Die Rennen finden am 8. und 9. Oktober beim MC Jauer statt.

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Mit Radlader und Baggern wird die Crossstrecke Am Hahneberg für das letzte Rennwochenende 2016 in Jauer vorbereitet. Foto: MC Jauer

Jauer. „Ein Landregen am Freitagabend wäre ideal“, sagt Thomas Zowalla. Er ist der Vorsitzende des MC Jauer. „Die Strecke muss schön feucht sein, damit die Fahrer guten Grip am Vorder- und Hinterreifen haben“, erklärt er. Die Temperaturen für das Rennwochenende sind dagegen egal, Hauptsache es bleibt Samstag und Sonntag trocken. Im Moment jedenfalls scheint der MC Jauer den Wettergott auf seiner Seite zu haben. Vielleicht ein Ausgleich für die Sperrung der Strecke im Sommer, als nach starken Gewittergüssen mit schwerer Technik die Spuren des fließenden Wassers beseitigt werden mussten.

Mit einem großen Kettenbagger, einem kleinen Kettenbagger und einem Radlader waren die Vereinsmitglieder auch am vergangenen Wochenende auf der Strecke. Vor dem zweiten großen Rennen in diesem Jahr wird die genau 1.680 Meter lange Crossstrecke „geschoben“. Das bedeutet, die Oberschicht wird geglättet und so Trainingspuren und Wasserrinnen beseitigt. Die Position der Hindernisse selbst bleibt davon unberührt, nur die Konturen werden nachgearbeitet. Nur einmal noch vor dem 8. Oktober werden Mitglieder des MC Jauer über die Strecke fahren. Sie testen dann, ob die Sprünge und Landungen passen.

Damit sind die Vorbereitungen für das Rennwochenende noch nicht erledigt. Entlang der gesamten Strecke muss mit Rasenmähtraktor und Motorsensen das Gras gemäht werden. So haben die Zuschauer überall an der Strecke einen guten Stand. Darauf legt der MC Jauer großen Wert. „Denn bei uns können die Besucher während des Rennens ringsherum gehen und die Motocrossfahrer überall auf der Strecke beobachten“, erklärt Thomas Zowalla. Leitpfosten und rot-weiße Absperrbänder markieren den Streckenverlauf für die Fahrer und zeigen gleichzeitig den Zuschauern, wie weit sie herantreten dürfen.
Und noch mehr wird für die Sicherheit während der Motocrossveranstaltung getan. Statt der jedes Jahr neu zu beschaffenden Strohballen trennt jetzt eine Holzwand die Boxengasse vom Startbereich.   

Aufgebaut haben sie die Vereinsmitglieder im Verlauf des Sommers. Während des Rennens stehen 36 Streckenposten bereit. Sie sorgen für die Sicherheit der Fahrer und informieren den nachfolgenden Verkehr über Gefahren auf der Strecke. Außerdem sind zwei Notärzte, rund 20 Sanitäter, ein Rettungswagen und ein Transportwagen auf dem Renngelände. „Die Zuschauer selbst sind sehr diszipliniert und halten sich an die Absperrungen“, lobt der Vereinsvorsitzende. Die Freiwillige Feuerwehr Panschwitz-Kuckau ist während der Rennen ebenfalls am Hahneberg. Die Kameraden bewässern – wenn es nötig ist – die Rennstrecke, um eine große Staubentwicklung zu verhindern und für den richtigen Fahrkomfort zu sorgen.

Bei den Fahrern, die überwiegend aus Ostdeutschland anreisen, ist die Crossstrecke des MC Jauer beliebt. Sie liegt inmitten von Feldern und Wald und ist in die Natur integriert. Errichtet wurde der Kurs in den Jahren 1988 und 1989 und 1994 noch einmal umgebaut. Der lehmig-sandige Boden eignet sich sehr gut dafür. Der letzte große Umbau fand 2005 statt. Aus den 30 Startplätzen wurden 40, um auch Weltmeisterschaftsrennen beim MC Jauer austragen zu können. Ansonsten finden nur kleine Anpassungen einzelner Sektionen statt. Meist geht es dabei um die Sicherheit der Fahrer, denn die Motorräder werden immer schneller und die Fahrer immer wilder.

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Bei den am 8. und 9. Oktober stattfindenden Meisterschaftsrennen der sächsischen und ostdeutschen Motocrosser und der Seitenwagenfahrer werden in der Spitze Geschwindigkeiten zwischen 90 und 100 km/h erreicht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei etwa 55 km/h. Erwartet werden zum Saisonende bis zu 120 Fahrer in vier verschiedenen Klassen. Bei den Zuschauern hofft Thomas Zowalla auf rund 2.000. Welcher Renntag der interessantere ist, muss jeder selbst entscheiden. Am Samstag, 8. Oktober, starten die MX-Seitenwagen und die sächsischen Motocrosser im Alter zwischen zehn und bis über 45 Jahre sowie die Frauen. Am Sonntag, 9. Oktober, gibt es das Finale der Deutschen Motocrossmeisterschaft der Junioren und um den MX2-Pokal sowie die sächsischen Motocrosswettbewerbe der Masters und der Kinder zwischen sechs und acht Jahren. Laute Motoren und spritzenden Dreck erwartet die Besucher es an beiden Tagen zwischen 8.00 und 18.30 Uhr.

Katrin Kunipatz / 05.10.2016

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