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Nordstraße gesperrt wegen Wasserleitung für Accumotive

Nordstraße gesperrt wegen Wasserleitung für Accumotive

Die Nordstraße in Kamenz wird zwischen Oktober 2016 und Juni 2017 in Teilen voll gesperrt werden. Begonnen wird in diesem Jahr mit den rot gekennzeichneten Abschnitten. Die Umleitung erfolgt über die grün gestrichelten Straßen. Montage/geoweb LandkreisBau

Die Kamenzer und ganz besonders die Bewohner von Bernbruch müssen sich in den nächsten Monaten auf Umleitungen einstellen. Die Nordstraße wird bis Juni 2017 abschnittsweise gesperrt.

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Die Nordstraße in Kamenz wird zwischen Oktober 2016 und Juni 2017 in Teilen voll gesperrt werden. Begonnen wird in diesem Jahr mit den rot gekennzeichneten Abschnitten. Die Umleitung erfolgt über die grün gestrichelten Straßen. Montage/geoweb LandkreisBautzen

Kamenz. Große Mengen Erdreich werden seit Wochen im Industriegebiet Bernbruch Nord bewegt. Mit der sogenannten Geländeregulierung lässt die Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG den Baubeginn der neuen Akkufabrik vorbereiten. Noch im Herbst dieses Jahres soll der erste Spatenstich erfolgen. Notwendig dafür sind auch entsprechende Erschließungsmaßnahmen für das rund 18 Hektar große Grundstück. Durchgeführt werden diese von der Ewag Kamenz.

Was ist konkret geplant?

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Gebaut wird eine neue rund 1,6 Kilometer lange Trinkwasserleitung. Die Leitung mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern beginnt am Netzknoten Siedlungsweg und verläuft entlang der Nordstraße bis zum Grundstück der Accumotive. „Es handelt sich dabei um eine neue Transportleitung. Am bestehenden Trinkwassernetz verändert sich nichts“, erklärt Ewag-Vorstand Torsten Pfuhl. Verlegt werden auch neue Strom- und IT-Kabel. Ebenfalls neu gebaut wird eine Gasleitung von der Gasdruckregelstation bei Sachsenfahnen entlang der Kreisstraße K 9270. Notwendig sind ebenfalls zusätzliche Schmutz- und Regenwasserkanäle. Die Stromversorgung erfolgt über vorhandene Leitungen im Gewerbegebiet.

Welche Folgen haben die Bauarbeiten für den Verkehr?

Für den Neubau der Trinkwasserleitung muss die Nordstraße abschnittsweise gesperrt werden. Ab Dienstag, 4. Oktober, wird die Nordstraße zwischen Siedlungsweg und Mühlstraße/Lindenstraße gesperrt. Der Bereich der Nordstraße im Gewerbegebiet zwischen dem Kreisverkehr und der Straße „Am Ochsenberg“ ist ab Montag, 10. Oktober, voll gesperrt. Voraussichtlich bis zum Freitag, 16. Dezember, sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Straßenabschnitte wieder befahrbar sein.
Im Frühjahr wird schließlich der letzte Teil der Trinkwasserleitung auf der Nordstraße zwischen Mühlstraße/Lindenstraße und dem Kreisverkehr gebaut. Im Bereich des Kreisverkehrs finden keine oberirdischen Straßenbauarbeiten statt. Hier kann die Trinkwasserleitung durch ein bereits vorhandenes Leerrohr installiert werden. Die Schmutz- und Regenwasserkanäle werden zwischen Ende Oktober und Frühjahr 2017 gebaut.
 
Für die Gasleitung entlang der K 9270 sind keine Straßensperrungen nötig. Laut Aussage der Ewag wird diese im kommenden Jahr im Straßenrandbereich verlegt.
 
Wie erfolgen die Umleitungen für den Fahrzeugverkehr?

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Die Nordstraße bleibt in der Bauphase stadtauswärts bis zur Kreuzung Siedlungsweg befahrbar. Der Anliegerverkehr in den Ortsteil Bernbruch soll weitest gehend aufrechterhalten bleiben. Die Stadtverwaltung empfiehlt den Grundstückseigentümern, den direkten Kontakt zum bauausführenden Unternehmen DIW zu suchen. Außerdem sei Bernbruch über Friedensstraße und An der Dorfaue weiterhin erreichbar.

Die Hauptumleitungsstrecke wird über die Staatsstraße S 94 geführt. Das Gewerbegebiet ist dann nördlich über die Straße Am Ochsenberg oder südlich über die K 9270 erreichbar.

Schon ab dem Macherplatz wird auf die gesperrte Nordstraße hingewiesen und die Umleitung über Macherstraße und S 94 benannt. Eine weitere Umleitung führt über den Siedlungsweg und die Macherstraße ebenfalls zur S 94.

Was passiert beim ÖPNV?

Die Regiobus-Haltestellen in Bernbruch (Blumenstraße und Liebenauer Straße) entfallen. Die Bernbrucher erreichen die Busse an der Haltestelle „An der Windmühle“.

Was kostet die Grundstückserschließung im Gewerbegebiet?

Rund 800.000 Euro kostet die neue Trinkwasserleitung und ebenfalls rund 800.000 Euro kosten die Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle. Bezahlt wird alles vom Auftraggeber, der Deutschen Accumotive GmbH & Co. KG. Elvira Schirack, als Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, versicherte, dass die Anwohner in Bernbruch nicht zur Kasse gebeten werden. „Es handelt sich schließlich nicht um eine Straßenbaumaßnahme“, erklärt sie.

Katrin Kunipatz / 02.10.2016

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