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Oberländer Kicker greifen nach dem Pott

Oberländer Kicker greifen nach dem Pott

Foto: Florian Richter

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Nicht immer konnte Trainer Manfred Weidner nach den Punktspielen des FC Oberlausitz Neugersdorf in der Fußball-Regionalliga zufrieden sein. Foto: Florian Richter

Im Finale um den Fußball-Sachsenpokal stehen sich am Pfingstmontag, 21. Mai, um 12.30 Uhr, die BSG Chemie Leipzig und der FC Oberlausitz Neugersdorf im Alfred-Kunze-Sportpark Leipzig gegenüber. Steffen Linke, Redakteur des „Oberlausitzer Kurier“, sprach dazu im Vorfeld mit Manfred Weidner, Trainer des FC Oberlausitz Neugersdorf.

Herr Weidner, beide Mannschaften haben sich vor noch gar nicht allzulanger Zeit im Punktspiel der Fußball-Regionalliga in der Sparkassen Arena in Neugersdorf 0:0 Unentschieden getrennt. Welche Aussagekraft haben diese 90 Minuten und das Ergebnis im Bezug auf das bevorstehende Pokalendspiel?

Manfred Weidner: Keine. Weil es sich um einen völlig anderen Wettbewerb handelt.
Wir haben bei diesem 0:0 innerhalb der englischen Wochen um Punkte in der Meisterschaft gespielt.
Wir, genauso wie Chemie Leipzig, sind hinten drin gewesen. Im Pokalendspiel geht es aber um eine große Sache.

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Es ist also auch nicht so gewesen, dass sich beide Mannschaften bei dieser Nullnummer im Punktspiel vor dem Pokalfinale nicht in die Karten schauen lassen wollten?

Manfred Weidner: Nein, wie gesagt: Das sind zwei paar völlig „verschiedene Schuhe.“

In der Fußball-Regionalliga hatte der FC Oberlausitz Neugersdorf zuletzt recht unterschiedliche Phasen – mal ein paar Spiele hintereinander weniger erfolgreich, dann wieder ein paar Spiele hintereinander ungeschlagen. An was lag das?

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Manfred Weidner: Über die gesamte Saison hinweg hatten wir natürlich sehr viele verletzte Spieler und haben kaum mit dem vollen Kader gespielt. Mit dem Trainerwechsel entstand auch noch einmal eine neue Situation. Nach der Winterpause sind wir dann eindeutig besser mit den Punktspielen auf dem Rasen als auf dem Kunstrasen zurechtgekommen.

Diese unterschiedlichen Serien hatten also nichts mit Kopfsache zu tun?

Manfred Weidner: Der andere Belag auf dem Kunstrasen hat unserer Mannschaft nicht gelegen. Ob sich das in den Köpfen der Spieler festgesetzt hat, ist schwer zu sagen.

Welche Bedeutung hat jetzt der Sachsenpokal für den FC Oberlausitz Neugersdorf?

Manfred Weidner: Eine sehr große Bedeutung. Ein Erfolg wäre zum einen ein Novum in der Vereinsgeschichte. Zum anderen ist es seit vielen Jahren ein Wunsch von unserem Präsidenten Ernst Lieb, in die DFB-Hauptrunde einzuziehen und gegen einen großen Bundesligisten zu spielen.

Wäre der Pokalsieg einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte des FC Oberlausitz Neugersdorf?

Manfred Weidner: Definitiv ja. Wenn nicht sogar der größte Vereinserfolg.

Ist es eigentlich für den FC Oberlausitz Neugersdorf ein Nachteil, im Pokalendspiel im Alfred-Kunze-Sportpark Leipzig – also auswärts – anzutreten?

Manfred Weidner: Wir haben kurioserweise im Pokalwettbewerb nicht einmal zu Hause gespielt, sondern alle Spiele auf fremden Plätzen austragen müssen. Von den 5.000 Zuschauern für das Pokalfinale haben wir zehn Prozent an Karten bekommen – also 500. Damit besteht natürlich ein Ungleichgewicht an Fanpotenzial. Die Leipziger Anhänger werden sicher ihre Mannschaft nach vorn peitschen. Inwieweit dies das Spiel beeinflusst, kann ich schwer voraussagen. Vielleicht trägt Chemie Leipzig damit auch eine kleine Favoritenbürde.

Auf welche Taktik setzen Sie als Trainer in diesem Pokalendspiel?

Manfred Weidner: Wir hatten im Vorfeld noch mehrere Punktspiele innerhalb weniger Tage zu absolvieren.
In der Rückrunde war es insgesamt ein hartes Programm für uns. In einem Pokalendspiel zählt aber nur der Sieg.
Wie der Erfolg zustande kommt, ob im Elfmeterschießen oder sonst wie, ist uns egal. Wir wollen am Ende der Spielzeit als Sieger vom Platz gehen.

Haben Sie im Training aufgrund der möglichen Eventualität Elfmeterschießen üben lassen?

Manfred Weidner: Das ist für uns nicht das große Thema gewesen.

Inwieweit würde ein Pokalsieg auch Geld in die Vereinskasse des FC Oberlausitz Neugersdorf spülen?

Manfred Weidner: Für die Teilnahme in der ersten Runde erhält jeder der 64 Vereine ein Startgeld in Höhe von 140.000 Euro vom DFB.
Für uns Fußballer steht aber nicht der finanzielle Aspekt, sondern eindeutig der sportliche Erfolg im Vordergrund.

Welchen Gegner wünschen Sie sich im Falle eines Pokalsiegs des FC Oberlausitz Neugersdorf im DFB-Pokal in der Saison 2018/2019?

Manfred Weidner: Einen attraktiven Bundesligisten.

Es könnten zum Beispiel Hammerlose wie Bayern München oder Borussia Dortmund sein.

Manfred Weidner: Dies würde ich sofort unterschreiben.

Abschließende Frage, gibt es in Sachen neuer Trainer des FC Oberlausitz Neugersdorf für die Saison 2018/2019 schon eine Tendenz?

Manfred Weidner: Nein, bis jetzt noch nicht.

Das Erste überträgt das Endspiel im Sachsenpokal zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem FC Oberlausitz Neugersdorf am Pfingstmontag, 21. Mai, ab 12.15 Uhr, im Rahmen des „Finaltags der Amateure“.

Steffen Linke / 21.05.2018

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