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Philharmoniechef verlängert nicht

Philharmoniechef verlängert nicht

Dirigent Andrea Sanguineti verlässt das Gerhart Hauptmann Theater nach dem Ende der nächsten Spielzeit. Die Neue Lausitzer Philharmonie muss sich damit auf einen neuen Chef einstellen. Foto: GHT/Marlies Kross

Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti verlässt nach der Spielzeit 2017/18 das Gerhart-Hauptmann-Theater. Der 33-Jährige wird seinen Vertrag also nicht verlängern und der Neuen Lausitzer Philharmonie damit bald nicht mehr als Chef vorstehen.

Görlitz. Andrea Sanguineti, Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Neuen Lausitzer Philharmonie, wird seinen Vertrag am Gerhart-Hauptmann-Theater nicht über die Spielzeit 2017/18 hinaus verlängern. Das teilte jetzt die Geschäftsführung des Musentempels mit.

Mit Beginn der Spielzeit 2013/14 begann der heute 33-Jährige sein Wirken für das Theater Görlitz-Zittau, das ihn im damals geschlossenen Fünf-Jahres-Vertrag bis Ende der Spielzeit 2017/18 verpflichtete. Nun will der gefragte Dirigent nach neuen Herausforderungen suchen und verlässt nach Erfüllung des Vertrages das Theater.

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Als eines der jüngsten Nachwuchstalente schloss Sanguineti bereits mit 23 Jahren sein Studium mit einem Diplom im Fachbereich Orchesterdirigieren ab. Zuvor hatte er Klavier und Komposition am Konservatorium Genua sowie Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst und am Mailänder Konservatorium „G. Verdi“ studiert. 2008 gab der junge Italiener sein Debüt am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und wurde bereits 2011 zum ersten Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor ans Pult des Mainfranken Theaters in Würzburg berufen, bevor er für das aktuelle Engagement nach Görlitz kam und mit seiner jungen, ambitionierten Art schnell zum Liebling des Publikums wurde.

Die Geschäftsführung des Gerhart-Hauptmann-Theaters bedauert die Entscheidung des Italieners sehr, zeigt aber auch Verständnis: „Immer wieder ist unser Theater das Sprungbrett für junge, hochbegabte Künstler, die ihren Karriereweg nach ihrem Engagement an unserem Haus sehr erfolgreich fortführen,“ erklärt Generalintendant Klaus Arauner. „Einerseits bedauern wir es natürlich, oftmals vielversprechende Talente gehen lassen zu müssen. Andererseits ehrt es uns aber auch, dass wir einen so gefragten und erfolgreichen Dirigenten wie Andrea Sanguineti an unserem Haus beschäftigen konnten, dem immerhin schon mancher Kritiker eine ähnliche Karriere vorausgesagt hat wie Kirill Petrenko.“

Nun gilt es für die Chefetage des Theaters, die Neubesetzung des Generalmusikdirektors in eineinhalb Jahren planvoll vorzubereiten und die Personalie mit Bedacht auszuwählen.

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Dabei hofft das Theater auf eine ähnlich hohe Qualität der Bewerber wie zuletzt vor drei Jahren, als sich Sanguineti gegen Dorian Wilson aus den USA und Christopher Ward aus Großbritannien durchgesetzt hatte.

Uwe Menschner / 16.01.2017

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