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Raus aus der Schublade – 
zwei Pulsnitzer wagen es!

Raus aus der Schublade – 
zwei Pulsnitzer wagen es!

Out Of Schublade: Deborah und Sven Nötzold haben auf ihrer Weltreise auch schon den Himalaya besucht. Foto: privat

Viele träumen davon, doch nur wenige wagen es tatsächlich. Deborah und Sven Nötzold aus Pulsnitz haben sich zu einer Weltreise aufgemacht und berichten ab sofort in loser Folge exklusiv im „Oberlausitzer Kurier“ von ihren Erlebnissen.

 

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Out of Schublade: Die Weltreisenden aus Pulsnitz bewunderten die Ruinenstadt Hampi in Indien. Foto: privat

Pulsnitz/Hanoi. Wenn man fragt, wie es uns geht, antworten wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht „es könnte nicht besser sein!“ Jeden Tag erleben wir so viel Neues und entdecken immer wieder andere Ecken der Welt. Mittlerweile sind wir schon seit vier Monaten unterwegs und werden noch das gesamte Jahr 2018 außerhalb von Deutschland sein. Eine sehr aufregende Zeit!
Nach dem Studium und der Arbeit in Leipzig haben wir im August 2017 unsere Hochzeit gefeiert, sind zurück zu den Eltern nach Pulsnitz gezogen und schnürten einen Monat später die Rucksäcke. Die Reise wollten wir im quirligen Indien beginnen.
Es ging also direkt vom gemächlichen und geordneten Europa in ein ärmeres Land voller Trubel und Erlebnisse. Vor dem Start war uns etwas mulmig zumute. Schließlich sollten wir die Heimat für mindestens ein Jahr verlassen und wussten nicht, was uns erwarten würde.

Wir begannen im Osten, arbeiteten uns dann in den Süden des Landes vor und reisten über den Westen in nördliche Richtung. Wir haben in den zweieinhalb Monaten in diesem Land sehr viel gesehen und gelernt. Aber am eindrücklichsten war immer noch die Tour mit den Motorrädern in die Berge des Himalaya. Ein Freund aus Deutschland besuchte uns für sechs Wochen. Natürlich wollten wir zusammen so einiges erleben. Also suchten wir uns dieses schnittige Abenteuer aus. Wir mieteten drei Kultmotorräder, Royal Enfields, die direkt in Indien gefertigt werden.

Ausgestattet mit warmen Unterhosen, Jacken, Handschuhen und jeder Menge Mut und Abenteuerlust machten wir uns auf den Weg. Zunächst mussten wir dem lauten und gefährlichen Verkehr in Delhi entkommen, bevor die schöne Natur und die Berge auf uns warteten. Die Straßen wurden, umso weiter wir fuhren, zunehmend schlechter. Enge Kurven, fehlende Befestigung und große Schlaglöcher drosselten unsere Geschwindigkeit. Abends ging die Suche nach einem warmen Abendessen und einer Unterkunft los. Das war manchmal ziemlich mühsam. Doch wir haben es immer zusammen geschafft und sind am nächsten Morgen nach einem kleinen Frühstück gestärkt in einen neuen Tag gestartet. 16 Tage lang durchfuhren wir die verschiedensten Gegenden Nordindiens. Mal Stadt, mal Land, dann gemütlich asphaltierte Landstraße oder wackelige Buckelpisten mit steilen Abhängen. Wir bewegten uns abseits der Touristenpfade und übernachteten bei den Einheimischen. Die Kälte in den Bergen machte uns allerdings zu schaffen. Was waren wir froh, wenn am Morgen endlich alle drei eingefrorenen Motoren nach etlichem Durchtreten der Kickstarter gleichmäßig knatterten.

Natürlich kam es auch unterwegs zu kleineren Zwischenfällen. Manchmal schob ein ungeduldiger Fahrer von hinten oder im engen Verkehr der Stadt von der Seite, sodass wir uns nicht mehr halten konnten und samt des Gefährtes umfielen. Einmal mussten wir uns durch einen eisigen Fluss kämpfen und trauten uns erst nach einer gründlichen Lagebesprechung hinüber. Ab und zu wurden die Straßen gerade gebaut, sodass wir eine Stunde auf frischen Asphalt warteten, bevor wir weiter fahren konnten. Zum Glück verschonte uns der Himmel aber mit Regen, denn es tröpfelte nur an einem Nachmittag. Wir besorgten uns ein paar alte Plastiktüten und zogen diese als Schutz über die Beine. Das rote Zweirad wollte durch die Nässe nicht mehr weiter. So hieß es hin und wieder Sicherungen wechseln. Auf dem Rückweg verloren wir uns auch noch im wahnsinnigen Verkehr der Hauptstadt und waren dementsprechend erleichtert, als wir uns wohlbehalten bei der Ausleihfirma wieder trafen und die Bikes ohne größere Blessuren zurück geben konnten. Das war tatsächlich ein Abenteuer erster Güte und unser Highlight in Indien.

Sicherlich gibt es noch viel mehr von Indien zu berichten. Sehr spannend war Varanasi, ein Ort, der durch hinduistische Leichenverbrennungen bekannt ist. Oder der Besuch in der westlichen Stadt Mumbai, in der die Menschen so ganz anders als in der Hauptstadt Delhi leben.

Sie finden weitere Berichte, Bilder und alle Geschichten unserer Reise auf www.out-of-schublade.com. Wagen Sie einen Blick heraus aus dem Alltag, aus der gewohnten Schublade. Wir freuen uns, wenn Sie mal vorbeischauen!

Deborah und Sven Nötzold / 23.01.2018

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