14.07.2012
BAUTZEN
Tatütata – bald keine Feuerwehr mehr da?
MONIKA LENZ
In einigen Orten gibt es bereits keine Jugendfeuerwehren mehr. In fast allen Gemeinden im Kreis aber sind die Kameraden trotz der Probleme unverdrossen im Einsatz. | Mario Hollan
Die Feuerwehren im Landkreis haben zu knabbern. Immer öfter können sie gerade in kleineren Orten kaum noch die Einsatzbereitschaft vor allem tagsüber gewährleisten. Hauptgrund: Es fehlen ortsnahe Arbeitsplätze.
Denn der Großteil der mehr als 6.000 Feuerwehrkameraden arbeitet ehrenamtlich. Ihre Brötchen verdienen sie meist an anderer Stelle. Je mehr Jobs es in der Gemeinde gibt, umso eher ist die Feuerwehr dort einsatzbereit.
Doch gerade diese Jobs werden immer seltener. Die meisten Kameraden sind tagsüber nicht für ihre Wehren erreichbar. Diese Entwicklung zeigt jetzt ein Bericht zur Situation der Feuerwehr im Landkreis Bautzen.
Viele Feuerwehrkameraden arbeiten nicht mehr im Ort. Im Ernstfall, vor allem tagsüber, können sie somit kaum helfen. | Archiv
Doch auch da, wo die Kameraden im Lohnjob unterwegs sind, können sie im Notfall oft ihre Arbeitsplätze nicht verlassen. Dazu kommen Mobilfunklöcher im Kreis, die gerade erst beim Landrätekonvent in Bautzen kritisiert worden sind. Im Katastrophenfall werde dadurch die Koordination der Einsätze erschwert.
Trotz dieser Schwierigkeiten findet sich in den meisten Wehren des Kreises immer wieder Nachwuchs. Die größte Jugendfeuerwehr hat derzeit Bautzen mit 66 Mitgliedern. Davon sind 16 Mädchen. Schlecht sieht es derzeit allerdings in Crostwitz, Göda und Doberschau Gaußig aus. Die Zahl der Mitglieder liegt jeweils bei Null.
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