Wärmer oder doch kälter – Dietmar Pscheidt veröffentlicht seine Wetterbeobachtungen der zurückliegenden 20 Jahre unter dem Titel "Wetterbeobachtungen und Klima am Tor zur Oberlausitz".
Wirklich jeden Tag notiert Dietmar Pscheidt die höchste und niedrigste Temperatur des Tages und die Menge des gefallenen Niederschlags. Die Messstation dafür befindet sich auf seinem Grundstück in Goldbach. Mit 320 Metern befindet es sich am höchsten Punkt von Goldbach.
1983 zog er nach Bischofswerda und unterrichtete viele Jahre am Goethe-Gymnasium. Sein Interesse für Klima und Wetter ist teilweise berufsbedingt. Als Lehrer für Geografie und Mathematik brachte er den Schülern Anfang der 70er Jahre noch bei, dass ab dem Jahr 2000 eine klimatische Abkühlung einsetzen würde.
Stattdessen wird schon seit vielen Jahren von einer menschengemachten Erwärmung der Erde gesprochen. 1995 begann Dietmar Pscheidt Wetterdaten in Goldbach kontinuierlich im Computer zu erfassen. Nun hat er seine Beobachtungen in einem Buch zusammengefasst. Er beschreibt darin ungewöhnliche Wetterphänomene, benennt Jahre und Monate, die vom Durchschnitt deutlich nach oben oder unten abweichen.
Erinnert an besonders regenreiche Tage, wie den "Flutmontag 2002", als auch in Goldbach über 100 Liter Regen pro Quadratmeter fielen und Sachsen von der Jahrhundertflut überrollt wurde. Ergänzt wird die Beschreibung von einem umfangreichen Tabellenteil, in dem die beobachteten Niederschlagsmengen und Durchschnittstemperaturen monatlich und im Vergleich der Jahre aufgeführt werden.
Das Buch von Dietmar Pscheidt über das Wetter in Bischofswerda "Wetterbeobachtung und Klima am Tor zur Oberlausitz" ist im Bischofswerdaer Bürgerbüro, im Rathaus für 7,90 Euro erhältlich.
Doch diese kleine Broschüre soll erst der Anfang sein. Dietmar Pscheidt plant bereits ein zweites Buch. Es trägt den Arbeitstitel "Klimawandel alles Schwindel?" Darin will sich der Hobby-Meteorologe mit dem angeblich von Menschen verursachten globalen Temperaturanstieg befassen. Der 65-Jährige bezeichnet sich selbst als Skeptiker des Klimawandels. Für dieses Buch will er die Wetteraufzeichnungen anderer Oberlausitzer heranziehen und natürlich die eigenen Aufzeichnungen fortsetzen. Darstellen will er aber auch die globalen Zusammenhänge und die Effekte verschiedener sogenannter Treibhausgase.
Nun geht es aber erst mal in den Urlaub. Und damit in dieser Zeit keine Daten verloren gehen, notiert sein Nachbar Silvio Wünsche die Wetterdaten an seiner Station in Goldbach.
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