02.08.2012
GROSSRÖHRSDORF
Schüco schließt Solarwerk
KATRIN KUNIPATZ

Der Bielefelder Konzern Schüco wird auch seinen Standort in Großröhrsdorf schließen. | Katrin Kunipatz

Zum Monatsende schließt das letzte Solarmodulwerk in der Lausitz. Der Bielefelder Schüco-Konzern wird alle drei Standorte schließen, an denen sogenannte Dünnschichtsolarmodule hergestellt werden.
  Betroffen davon sind auch die 140 Mitarbeiter der Schüco TF GmbH in Großröhrsdorf. Erst im Oktober 2010 hatte Schüco die insolvente Sunfilm AG übernommen und war zuversichtlich. Grund für die jetzt angekündigte unumkehrbare Schließung des Standortes und der beiden anderen Werke in Osterweddingen (Sachsen-Anhalt) und Bielefeld seien sinkende Preise und fehlende Nachfrage.
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Kommentare zu

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@nobody: es ist sehr wahrscheinlich, dass schüco die anlagen sowie die technologie verkauft und sich auch von der überflüssigen immobilie trennt damit der verlust für 'die armen' nicht so hoch ausfällt...
persönlich finde ich es absolut krank wie die ganze solarbranche gefördert wurde und ein paar jahre später jetzt in dieser art und weise von unseren führenden politikern hingerichtet wird. ich hoffe die deutschen vergessen es nicht bis zur nächsten bundestagswahl...

In der DDR hatte jeder eine garantierte Beschäftigung.In der BRD aber nicht.Ist dann das Wirtschaftsmodell der BRD tatsächlich das Mittel der ersten Wahl oder kann man die Modelle von BRD und DDR mischen ? Denn irgendwie sieht es ja so aus,das Banken gerettet werden müssen ständig,aber wer rettet denn eigentlich die Menschen ?
Durch die Schließungen der ganzen Solarfirmen verlieren ja alle Menschen ,die darin arbeiteten,ihren Job und ein neuer Job ist nicht in Sicht.Kommt kein neuer Job und keine alternative Beschäftigung,droht existentielle Not.Existenzielle Not von auch schon vorher arg gebeutelten Regionen auf lange Sicht.Die geschlosesenen Solarfirmen waren ja mal der größte Arbeitgeber oder wollten es werden.Vielleicht sollte man Bankenrettungen unterlassen und das eingesparte Geld lieber in die Erforschung von tragfähigen Zukunftsmodellen investieren.Denn in wirtschaftlich stärkere Regionen auswandern kann ja nicht jede Frau/Mann/Kind.Das käme letztendlich ja einer Völkerwanderung gleich.

ich finde es sehr traurig, dass neue Firmen einfach nur geschlossen werden. Es würde mich interessieren, was mit den Objekten so passieren wird. Es stecken doch Unsummen von Geldern da drinnen. Für die Beschäftigten tut es mir vom Herzen leid, haben doch so viele gute Hoffnungen gehabt, mit ihrer Arbeitskraft für ihren Lebensunterhalt zu sorgen....nicht nur für die kurze Zeit. Nun ist alles aus .... Schade.


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