17.08.2012
SÄRICHEN
40.000 Euro Schaden bei Scheunenbrand
FRANK-UWE MICHEL

Sebastian Biele steht inmitten der Trümmer der elterlichen Scheune in Särichen. Am Sonntagabend hatte ein Feuer das Gebäude nahezu komplett vernichtet. | Michael Schleuder

Nach Kyrill nun ein Brand – der Särichener Hartmut Biele muss schon den zweiten Rückschlag auf seinem Grundstück verkraften, nachdem ein Brand am Sonntagabend die Scheune in seinem historischen Dreiseitenhof fast vollständig vernichtet hat.

Das Feuer kam unbemerkt und schnell. Nachdem Hartmut Biele zusammen mit seinem Sohn den Sonntag über auf seinem Grundstück aufgeräumt hatte, gönnte er sich in den Nachmittagstunden ein wenig Ruhe. "Ich habe wegen einer Feier die Nacht zuvor fast nicht geschlafen, deshalb war ich ziemlich müde. Aufgewacht bin ich kurz vor 20.00 Uhr, als ich ein Geräusch hörte, das wie prasselndes Feuer klang." Was Biele zuerst nicht glauben mochte, stellte sich nach einigen ungläubigen Blicken als bittere Realität heraus: Eine Scheune des Dreiseitenhofes brannte lichterloh, Nachbarn hatten bereits die Feuerwehr alarmiert, die mit Löschzügen aus Kodersdorf und Särichen versuchte, den Flammen Einhalt zu gebieten.
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Auch ein paar Tage später wundert sich Biele noch immer, wie schnell die Flammen um sich griffen und dass er erst wach wurde, als die Rettung der Scheune nicht mehr möglich war. Warum es gebrannt hat, darüber mag der Särichener keine Vermutung anstellen. "Das bringt nichts. Wir werden sehen, was der Brandursachenermittler der Polizei heraus findet." Der widmete sich am Montag dem Objekt. "Rund eine Stunde war er da. Dann mussten wir ein Protokoll unterschreiben. Zu den Ursachen hat er aber nichts gesagt." Deren Bekanntgabe wird laut Polizeisprecher Thomas Knaup noch ein paar Tage auf sich warten lassen. "Das ist ein Spezialist, der braucht seine Zeit. Ich denke, dass wir Anfang nächster Woche Näheres erfahren werden." Schon jetzt aber geht die Polizei von 40.000 Euro Schaden aus.

Nach Hartmut Bieles Beobachtungen lag das Zentrum der Flammen dort, wo in der Scheune alte Möbel, eine alte Kutsche und ein Leiterwagen lagerten. "Die bestehen natürlich aus einem Material, das lichterloh brennt, wenn es einmal Feuer fängt."

Nicht zum ersten Mal ist das Grundstück der Bieles von einem Unglück betroffen. Nach dem Krieg sei die Scheune schon einmal abgebrannt. Und vor ein paar Jahren habe der Sturm Kyrill das Wohnhaus und erneut die Scheune getroffen. Nun also der nächste Schicksalsschlag. "Ich bin nur froh, dass es keinen Personenschaden gab und dass das Wohnhaus gerettet wurde", gewinnt Hartmut Biele dem Brand noch positive Seiten ab. Er will jetzt warten, bis die Ursache geklärt ist und wie sich die Versicherung verhält – um dann über Wiederaufbau oder Abriss zu entscheiden. Aber er macht eine Richtung deutlich: "Es wäre schon schön, wenn wir den Dreiseitenhof als Ensemble erhalten könnten."


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