Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

Weihnachtsmann hat endlich seinen Engel

Weihnachtsmann hat endlich seinen Engel

Der Großschönauer Weihnachtsmann ist glücklich darüber, endlich einen Engel auf dem Weihnachtsmarkt an seiner Seite zu haben. Foto: Steffen Linke

Großschönau. Wolfgang Schönemann, seit vielen Jahren Weihnachtsmann mit Kultstatus in der Gemeinde Großschönau, erfüllt sich zum Großschönauer Weihnachtsmarkt am Sonntag, 11. Dezember, seinen eigenen Wunsch. Der 72-Jährige bekommt mit einem Engel an der Seite himmlischen Beistand.

Viele Jahre hat sich der Großschönauer Weihnachtsmann sehr um einen Engel bemüht –     wieder und immer wieder erfolglos. „Ich hatte schon mal ein paar Mädchen für diese Rolle im Blick. Doch irgendwie funktionierte es am Ende nicht. Entweder bekam ich kurz vor dem Weihnachtsmarkt eine Absage aus welchen Gründen auch immer oder wir hatten kein Kostüm parat“, berichtet er. Große Voraussetzungen dafür seien gar nicht mal notwendig. Ein Engel müsse unter anderem reden, auch mal ein Lied anstimmen, Wunschzettel entgegennehmen und kleine Geschenke verteilen. „Für diese Aufgaben muss doch jemand zu finden sein“, dachte er sich, „um auch mich etwas zu entlasten.“

Über private Kontakte kam der rüstige Rentner im Sommer dieses Jahres an die Familie Liebe heran. Die Mutter schlug dann dem Weihnachtsmann ihre Tochter Lena als Engel vor. „Ich habe mich spontan dafür entschieden“, sagt die Schülerin der fünften Klasse des Oberland-Gymnasiums Seifhennersdorf.
Wolfgang Schönemann und das Mädchen kannten sich dabei schon. „Ich bin ihm einmal beim Weihnachtsmarkt hinterhergerannt, um herauszubekommen, wer der Weihnachtsmann ist. Das habe ich damals nicht geschafft“, berichtet sie.

Anzeige

Der Weihnachtsmann und sein Engel haben sich auf ihren gemeinsamen Auftritt auf dem Großschönauer Weihnachtsmarkt gut vorbereitet und abgestimmt. „Es darf uns nicht passieren, dass ich in die eine Richtung und sie in die andere Richtung läuft“, sagt er.

Sie braucht circa fünf bis zehn Minuten, um sich in einen Engel zu verwandeln, der Weihnachtsmann etwa eine halbe Stunde. Ihr weißes Engelskostüm mit Flügeln und Perücke hat ihr Wolfgang Schönemann aus dem Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau besorgt.

Die Beiden treffen gegen 13.00 Uhr mit dem Böllerwagen an der Schenaustraße auf dem Großschönauer Weihnachtsmarkt ein. „Wir sehen uns unter anderem die Stände der Händler an, stimmen Lieder an und verteilen kleine Geschenke“, sagt er. Lena freut sich, „dass ich dem Weihnachtsmann helfen und unterstützen kann. Ich bin schon gespannt darauf, was sich die Kinder wünschen.“

Anzeige

Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr können sich die Mädchen und Jungen vor dem „Blütengewölbe“ im liebevoll dekorierten Ambiente mit dem Weihnachtsmann und seinem Engel fotografieren lassen. Vieler Eltern wünschen sich solche Schnappschüsse als bleibende Erinnerung.

Gegen 18.30 Uhr klingt für die beiden bei Glühwein und Kinderpunsch der Weihnachtsmarkt in der Bäckerei Liebe aus. Lena hat dann für ihre Rolle als Engel einen Wunsch beim Weihnachtsmann frei. „Es sollte aber nicht gerade ein neues Auto sein“, sagt Wolfgang Schönemann lächelnd. Wenn es ihr gefällt, möchte Lena auch die nächsten Jahre den Engel bei dieser Veranstaltung spielen. Das hört der Weihnachtsmann sicher sehr gern.
Wolfgang Schönemann schwebt sogar vor, für eine ganze Weihnachtsfamilie ein Theaterstück zu schreiben. Er selbst ist seit 48 Jahren als Weihnachtsmann in Großschönau und Umgebung unterwegs.

Steffen Linke / 13.12.2016

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Die Mail-Adresse wird nur für Rückfragen verwendet und spätestens nach 14 Tagen gelöscht.

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Weitere aktuelle Artikel