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Wohnen im Zentrum von Rietschen für Jung und Alt

Wohnen im Zentrum von Rietschen für Jung und Alt

Bürgermeister Ralf Brehmer befüllt mit Wilhelm Fischer (Geschäftsführer der Wohnungs GmbH Rietschen) und Architekt Robert Meier (Planungs- und Bauleitungsbüro Sweco) die Metallhülse, die in den Grundstein eingelassen wird. Foto: fum

Das Rietschener Zentrum sieht einer neuen Zukunft entgegen. Dort, wo früher die Gaststätte „Lausitzer Eck“ zum Besuch einlud, entsteht bis Ende 2018 ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Auch der Vorplatz wird neu gestaltet und soll eine verbesserte Aufenthaltsqualität bieten.

Rietschen. Einen Marktplatz hat Rietschen zwar nicht, doch das Grundstück an der Kreuzung von B 115 und Rothenburger Straße ist zweifellos die gefühlte Mitte des Ortes. Und gerade hier ist seit dem Rückbau der früheren Gaststätte „Lausitzer Eck“ ein Vakuum entstanden – das in den nächsten Monaten aber wieder gefüllt werden soll. Mit dem neuen Ortszentrum der Gemeinde, das durch ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt und einen Vorplatz gebildet wird. Hier will man zum Verweilen einladen und Passanten die Chance bieten, sich auf ihrem Weg durch Rietschen neu zu orientieren.

Bauherr für das Projekt ist die WGR Wohnungs GmbH Rietschen, deren Geschäfte von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Niesky mbH besorgt werden. „Wer erhalten will, muss verändern“ lautet das Credo von Bürgermeister Ralf Brehmer. Und so werden sich an der Stelle des früheren „Lausitzer Ecks“ in den nächsten Wochen und Monaten die Baukräne drehen. Entstehen soll ein so genanntes KfW-Effizienzhaus 55. Nach den Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) darf ein solches Gebäude nicht mehr als 55 Prozent Energie eines nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) errichteten Referenzgebäudes verbrauchen. „Das ist ein anspruchsvolles Vorhaben“, ist sich der Rathauschef im Klaren und begründet damit auch die lange Vorlaufphase. Er finde es aber „gut und richtig“, dass sich die Gemeinde um diese Art des Wohnens kümmere und damit ein Angebot für Jung und Alt im Ortskern schaffe. Der Diskussionsprozess im Gemeinderat über die Verwendung des an exponierter Stelle gelegenen Grundstückes sei nicht einfach gewesen. „Ein wesentliches Argument für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt war, dass damit vor allem ältere Menschen mitten im pulsierenden Zentrum unseres Ortes ihren Lebensabend verbringen können. Sie haben es sich verdient dabei zu sein und nicht an den Rand abgeschoben zu werden.“

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Im Rahmen des 1,3 Millionen Euro teuren Bauvorhabens entsteht parallel zur Görlitzer Straße ein Massivhaus, an das sich im hinteren Bereich acht Wohneinheiten in Holzständerbauweise anschließen. Die Wohnungen werden Größen von 35 bis 50 Quadratmeter haben, wobei jeweils zwei Einheiten miteinander kombinierbar sind. Durch ihre barrierefreie Konstruktion sind sie für ältere Menschen besonders geeignet. Laut Architekt Robert Meier könnte das Objekt dank seiner Flexibilität aber auch zum Zuhause für alle anderen Generationen werden.
Die Arbeiten für die Bodenplatte sind bereits vergeben, der Rohbau des Massivhauses und die Holzständerbauweise sind ausgeschrieben. Ziel ist es, bis Ende 2017 den Rohbau komplett abzuschließen, um danach mit dem Innenausbau beginnen zu können. Bezugsfertig soll das Wohnprojekt Ende 2018 sein.

Frank-Uwe Michel / 09.05.2017

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