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Auswertung & Info

Ein Boykott von Jackson-Songs?

Umfrage der Woche

Region. Der britische Radiosender BBC Radio 2 will vorerst keine Songs mehr von Michael Jackson spielen. Wie die „Sunday Times“ berichtet, sei die Entscheidung nach der Ausstrahlung der HBO-Dokumentation „Leaving Neverland“ gefallen, in der zwei erwachsene Männer Jackson vorwerfen, sie im Kindesalter über Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. Nicht nur im britischen Radio, sondern auch in den Niederlanden und Kanada wird die Rotation von Songs des „King of Pop“ vorerst zurückgefahren.

So will der norwegische Rundfunk NRK auf seinen Radiosendern zwei Wochen lang keine Lieder des 2009 im Alter von 50 Jahren gestorbenen Sängers spielen. Grund seien die in der Doku erhobenen Missbrauchsvorwürfe gegen den „King of Pop“, teilte der NRK mit. Vor diesem Hintergrund möchten wir von Ihnen wissen, ob auch die deutschen Radiosender sich entsprechend verhalten und Stücke von Jackson aus dem Programm nehmen sollten? Wäre dies also Ihrer Ansicht nach der richtige Umgang? 

Die Abstimmung ist beendet, Sie können nicht mehr abstimmen.

Ergebnisse der Umfrage

  • Sollen deutsche Radiosender aufgrund der erhobenen Missbrauchsvorwürfe Stücke von Jackson aus dem Programm nehmen?

    1. Ja, auf jeden Fall! 35,1% (33 Stimmen)
    2. Nein, das sehe ich nicht so. 54,3% (51 Stimmen)
    3. Ich bin in dieser Frage unentschlossen. 10,6% (10 Stimmen)

Insgesamt wurden 94 Stimmen abgegeben.

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Kommentare zum Artikel "Ein Boykott von Jackson-Songs?"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Erhard Jakob schrieb am

    *Eines Mannes Wort ist keinen Mannes Wort. Man muss immer beide Seiten hören.*

    Wenn der Eine X sagt und der Andere Y! Wem soll jetzt der Richter glauben? Er wird dem glauben, der den Beweis offen legen kann.

    Wenn niemand den Beweis offen legen kann, muss er im Zweifel für den Angeklagten entscheiden.

  2. DAngela schrieb am

    Wer hat denn was in meinem Text von unbewiesen gelesen?

    Verjährt, davon schrieb ich.

    Natürlich trifft nicht jedes Wort auf jeden Fall / bzw vermeintlichen Fall zu. Und natürlich kann es auch Fälle geben, die nicht belegt werden können.

    Aber wenn die Gesellschaft weiträumig versagt, und alle so tun, als gäbe es das Thema nicht, wird es nie aufhören.
    Opfer die durch Morddrohungen in einem Trauma gefangen sind, sind keine Arschloecher. Das sind Menschen denen schlimmes angetan wurde, denen Gewalt angetan wurde, die ihrer Kindheit und unbeschwerten Jugend beraubt wurden, deren Leben in einigen Fällen grundhaft zerstört wurde.

    Und dafür sind die Täter, ist die Gesellschaft und ihre Gesetze verantwortlich und zuständig!

  3. Erhard Jakob schrieb am

    Hallo Lothar,

    du warst nicht gemeint von ANgela sondern ich.

    Aber deinen Beitrag stimme ich trotzdem zu. Jetzt vermeintliche bzw. unbewiesene >Kindesmissbrauchsfälle< ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, hilft niemanden. Die Angeschuldigten sind entweder tot oder bestreiten den vorgetragenen Sachverhalt. Oft trifft es jetzt nicht mehr den Angeschuldigten, sondern seine Kinder und Kindeskinder. Wer so das Problem lösen will, wird höchstens das Gegenteil erreichen.

    Die Kinder und Kindeskinder des angeblichen Täters fühlen sich zu Unrecht beschuldigt und werden sich an den Kindern und Kindeskindern des Beschuldigers "wenden". So wird niemand Ruhe finden. Weder die Opfer noch die Täter!

  4. Lothar schrieb am

    Liebe DAngela,
    solltest Du Dich als Opfer gedemütigt fühlen, so bitte ich um Verzeihung, das ich nicht die richtigen Worte gefunden habe. Auch ich wurde 1958 mißbraucht und habe geschwiegen. Ich werde aber auch weiterhin für immer schweigen, denn ich habe damals nichts gesagt. Ich habe mit dem Problem schon lange abgeschlossen, zu den Akten gelegt und lebe heute ohne Probleme. Solche Sachen sollte jeder für sich ausmachen. Einer will nicht verzeihen, einer kann nicht verzeihen und viele können verzeihen.

  5. DAngela schrieb am

    @DerO

    Vielen Dank. Schließlich gehöre ich zu den unten bezeichneten "Arschloechern" die zu lange zum reden gebraucht haben. Es ist nur für Betroffene nicht vorbei.

    Bezeichnend ist auch, daß der Betreiber der Seite diese Beleidigung und Verhoehnung von mutmaßlichen Opfern so stehen lässt.
    Ja, es kraenkt mich.

    Aber das wird Alltag. Nicht einmal Polizei interessiert sich (meiner Erfahrung nach) dafür.

  6. DerO schrieb am

    Danke DAngela für den einzig sinnvollen Kommentar zum Thema.

  7. Krolino schrieb am

    Michael Jackson hat viel für eine bessere Welt getan und war einer der großen Streiter für Frieden, Toleranz und Menschenwürde. Leider ist er viel zu früh gestorben, kurz vor seiner neuen Tournee, auf welcher er noch einmal seinen Einfluß auf Millionen von Menschen nutzen wollte, um diesen Planeten ein Stück friedlicher zu machen. Dies ist sehr bedauernswert, da solche Stimmen für das Gute sehr, sehr selten geworden sind.

    Die angeblich Mißbrauchten hatten ihre Chance vor vielen Jahren als Herr Jackson wegen ähnlicher Vorfälle vor Gericht stand. Jetzt solche Vorwürfe zu erheben ist zumindest verdächtig.

    Es könnte auch leicht sein, daß Michael Jackson in diesem Fall das Opfer ist, und das wäre in Anbetracht der guten Dinge die er getan hat, sehr fatal. Seine Lieder nicht mehr zu spielen, käme einer Vorverurteilung gleich, dessen sollte man sich bewußt sein.

  8. DAngela schrieb am

    Wie den Kommentaren zu entnehmen ist, sind hier nur Vollprofis am Werk.

    Üblich ist in dieser Gesellschaft, daß die Opfer zu schweigen haben. Niemand möchte beschmutzt werden, niemand erinnert oder gar mit Tätern in Verbindung gebracht werden. Doch die bestehenden Gesetze schützen Täter.

    Wenn einem Kind (z.B. vor 40 Jahren) gedroht wurde: "Wenn du was sagst, sind alle +++!", dann ist das der Anfang eines schweren Traumas. Das Kind entwickelt die Strategie zu verdrängen, vergessen, nicht drüber reden. Meist gibt es plötzlich ein "Erwachen", es passiert etwas und alle Erinnerungen oder Hemmnisse fallen nach und nach. Auch drohen Täter nach Jahrzehnten mit Verleumdungsklage (und sind durch die Verjährung geschützt!).

    Es gibt jedoch schon europäische Zivilisation, die erkannt hat, dass solche schlimmen Schäden, die man einer Kinderseele angetan hat, niemals verjähren.

    Allen die hier öffentlich mutmaßliche Opfer verhöhnen, empfehle ich die soeben erschienen "GESCHICHTEN DIE ZÄHLEN" (Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung se_uellen Kindesmißbrauchs, 2019).

    Ich wünsche keinem der Leser, daß sie je von sexuellem Mißbrauch betroffen sein werden, nicht selbst, nicht bei ihren Kindern und nicht bei ihren Enkeln und Enkelinnen.

    Und dabei ist Musik unerheblich. Die kann man ausstellen.

  9. Erhard Jakob schrieb am

    Der Meinung von > Solli < schließe ich mich voll und ganz an. Den Zweien geht es doch einzig und allein darum, sich im Lichte der Öffentlichkeit zu suhlen und Geld abzugreifen!

  10. Solli schrieb am

    Nach so viel Jahren. Michael ist seit 10 Jahren tot. Das man ihn so in den Dreck zieht. Die zwei hätten doch schon vor Jahren mit ihren Eltern gegen ihn vorgehen können. Ich finde das nicht in Ordnung was die veranstalten. Und wegen der Musik. Ich finde es quatscht die jetzt raus zu nehmen. Das ist meine Meinung.

  11. Erhard Jakob schrieb am

    Ich sehe das genauso > wie Lothar! Vor allem erinnern die sich die angeblich Missbrauchten<
    an das >schlimme EreignisProminenter< geworden ist. Wenn
    dieser sich aber negativ entwickelt hat, schweigen sie den Vorfall tot. Hinzu kommt,
    dass es auch Leute gibt, die einen solchen Vorfall erfinden, um die betreffende
    Person ins schlechte Licht zu bringen. Ich denke hier an Jörg Kachelmann.
    Aber auch an viele Kinder und Stiefkinder, welche eine Wut bzw. Hass
    auf die Väter bzw. Stiefväter entwickelt haben und sich solche
    Sachen dann ausgedacht haben. Es sind nicht wenige Fälle,
    in denen Presse, Funk und Fernsehen darüber berichtet haben. Einige haben diesbezüglich
    viele Jahre unschuldig im Knast gesessen. Kinder sollten sich zeitnah an eine Person
    ihres Vertrauens wenden und nicht erst nach 40 oder 50 Jahren damit ans Licht der
    Öffentlichkeit gehen! Der Lothar hat da einen schönen Satz geprägt:
    *Sagt es zeitnah oder schweigt für immer!*

  12. Lothar schrieb am

    Es gibt so viele Menschen mit "Langzeitgedächtnis" (nach laaanger Zeit fällt mir ein..) denen plötzlich ein schweres Vergehen vor zig Jahren einfällt (an dem sie aber immer zu Kauen hatten) und nun voller Empörung am Weltgeschehen teilnehmen wollen.

    Sagt es zeitnah oder schweigt für immer.

    Aber nicht nach dem Motto: Ich habe einen Kollegen, dessen Schwagers Tochter soll gesagt haben, das deren Freundin ...

  13. Erhard Jakob schrieb am

    Das ist das gleiche dämliche Gequatsche, wie bei der Katholischen Kirche, den DDR-Kinderheimen und jetzt im Sport > Doping.

    10, 20 oder 50 Jahre später kommen irgend welche Arschlöcher, welche sich nur im Lichte der Öffentlichkeit suhlen und Geld abfassen wollen! Niemand kann heute noch den Beweis offen legen, ob die schwerwiegenden Anschuldigungen richtig oder falsch sind. Oft sind die Beschuldigten längst verstorben und nur noch ihre Nachfahren greifbar, welche mit der Sache gar nichts zu tun haben. Die Anschuldiger sollte man >um mit den Worten von Andrea Nahles zu sprechen