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Emailletafeln im Museum geborgen

Emailletafeln im Museum geborgen

Überreste der Fahnenstangen am früheren Hochschulgebäude am Zittauer Ring sind in den Städtischen Museen Zittau geborgen worden. Foto: Raimund Linke

Zittau. Beim abgerissenen Hochschulgebäude am Zittauer Stadtring, im Volksmund auch als „Klugscheißeraquarium“ bekannt, werden derzeit die letzten Schuttberge beräumt. In diesem Zuge fielen auch die künstlerisch gestalteten Fahnenstangen –  neun an der Zahl. Viele Zittauer haben das bedauert und sich gewünscht, dass zumindest die Anlage mit den Fahnenmasten erhalten bleibt, zumal der Emailleschmuck an diesen Masten vom gleichen Künstler geschaffen wurde, wie der schon geraume Zeit früher demontierte Brunnen. Der Großschönauer Künstler Joachim Liebscher zeichnete hierfür verantwortlich, der viele Kunstwerke in der Region geschaffen hat – unter anderem das im Jahr 1966 enthüllte Bergarbeiter-Denkmal, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit polnischer Bergleute und deutscher Energiearbeiter würdigt und im Jahr 2017 seinen neuen Standort am Markt in Hirschfelde gefunden hat. Im Jahr 1978 schuf Joachim Liebscher das Walross im Waldstrandbad Großschönau.''

Dem Entgegenkommen des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements ist es zu verdanken, dass zumindest die Emailletafeln erhalten geblieben sind und diese Tafeln durch die Städtischen Museen Zittau und das Stadtforum Zittau geborgen werden konnten. Die schönsten der emaillierten Bleche wurden ins Museum übernommen.

Joachim Liebscher sagte einst über sich: „Ich will etwas schaffen, was von den Menschen gebraucht und auch verstanden wird.“
„Anscheinend hat sich das Kulturverständnis stark verändert. Sonst müssten wir nicht fassungslos zusehen, wie schwer es DDR-Kunst heutzutage hat“, so Thomas Göttsberger vom Stadtforum Zittau.

Redaktion / 01.09.2018

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Kommentare zum Artikel "Emailletafeln im Museum geborgen "

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Markus Teubner schrieb am

    Das Gebäude an einem anderen Standort zum Beispiel Hochwaldstraße oder Schliebenstraße ist leider nicht mehr möglich, da es mit Asbest behaftet war und auch so von der Konstruktion nur für einen einmaligen Aufbau konzipiert wurde.

    DDR-Kunst als solches war nicht schlecht nur sie wurde leider instrumentalisiert für eine politische Gesellschaftsform die am Ende ein Auslaufmodell wurde.