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Handball-Tradition in Cunewalde soll weiter leben!

Handball-Tradition in Cunewalde soll weiter leben!

Schatzmeister Jürgen Preusche blickt trotz aller Querelen der jüngsten Vergangenheit optimistisch in die Zukunft. Foto: Carmen Schumann

Der Brand der Sporthalle Cunewalde trifft die Handballer hart. Aber sie bleiben optimistisch.

Cunewalde. Obwohl jetzt die Reparaturarbeiten am Dach der Sporthalle in Cunewalde begonnen haben, wird frühestmöglich mit dem Beginn des Schuljahres 2027/28 damit gerechnet, dass in der Halle wieder Sport getrieben werden kann. Der Schatzmeister des Handballvereins Oberlausitz Cunewalde (HVO) Jürgen Preusche rechnet vor, was der Verlust der Halle für seinen Verein bedeutet: 

Dank eines Zuschusses der Gemeinde habe man bislang „lediglich“ 6.000 Euro Hallenmiete bezahlen müssen. Durch das Einmieten in Fremdhallen fallen höhere Gebühren an. Da jetzt ca. 18.000 Euro Miete pro Jahr anfallen und der Gemeindezuschuss wegfällt, bedeutet das 12.000 Euro Mehraufwand im Jahr, die zu stemmen sind. Im vergangenen Jahr ist ein Minus von 14.000 Euro aufgelaufen. Das sei auf Dauer nicht zu leisten. Für ihr Training nutzen die Handballer aus Cunewalde die Schützenplatzhalle und die Halle des Sorbischen Schulzentrums in Bautzen sowie die Sporthalle Wilthen. Da der Nachwuchs in Spielgemeinschaft mit Sohland spielt, können die jungen Sportler die Halle in Sohland mit nutzen.

Nach dem Brand im Jahr 2023 habe man viel Solidarität erfahren. Es gab Spenden und man konnte bislang noch auf Rücklagen zurückgreifen. Doch die Reserve gehe zu Ende. Man müsse durch Sonderaktionen und Spendenaufrufe neue Einnahmequellen erschließen. Jede kleine Spende sei wichtig. „Wr bleiben aber optimistisch“, sagt Jürgen Preusche. Schließlich sei Cunewalde ein Dorf mit großer Handball-Tradition.

Die 1. Mannschaft der Männer hat seit 2013 in der Oberliga Sachsen gespielt, außer in der Corona-Zeit. Jetzt sind die Cunewalder freiwillig eine Spielklasse tiefer abgestiegen, in die Verbandsliga Staffel Ost. Das hat personelle und finanzielle Gründe, führt der Schatzmeister aus: Zum einen habe es einen starken Abgang von Spielern aus Alters- oder Berufsgründen gegeben. So haben zum Beispiel vier tschechische Spieler aufgehört, weil sie in ihrem Heimatland weiterspielen wollen. „Wir sind eine der ältesten Mannschaften“, sagt Jürgen Preusche. Eine grundlegende Erneuerung sei nicht gelungen. Man müsse mehr auf den Nachwuchs setzen und die Jugendarbeit intensivieren. Trainer seien die besten Sozialarbeiter. Man hätte natürlich die Möglichkeit gehabt, mit ausländischen Spielern aufzufüllen. Aber da leide nach Meinung von Jürgen Preusche die Regionalität und die Identifikation der Spieler. 

Die Tatsache, dass man in der Verbandsliga nicht mehr so weit fahren muss, sich hauptsächlich im ostsächsischen Raum bewegt, bietet Einsparpotenzial. Der HVO hat zurzeit 254 Mitglieder, davon 101 unter 18 Jahren.

Carmen Schumann / 27.05.2026

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