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Kamenzer Schützen reaktivieren Langbahn

Kamenzer Schützen reaktivieren Langbahn

Staatssekretär Günther Schneider (2.v.l.) ließ sich von Dieter Raack (re.) die Anlage zeigen, mit dabei waren Oberbürgermeister Roland Dantz (links am Bildrand) und der Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk.

Der Schützengesellschaft Kamenz e.V. steht vor einem ereignisreichen Jahr. Die 100-Meter-Bahn auf der Schießanlage soll wieder in Betrieb gehen, und im August treffen sich Sportkameraden aus dem gesamten Freistaat in der Lessingstadt.

Kamenz. Günther Schneider muss kurz inne halten. Ohren betäubendes Geknatter zwingt den Staatssekretär im sächsischen Innenministerium dazu, seine Rede für eine Weile zu unterbrechen. Dieses Spiel wiederholt sich ein paar Mal, und das aus gutem Grund: Auf der 25-Meter-Bahn der Schießanlage in der Nähe von Bernbruch trainieren Polizeischüler aus Bautzen den Gebrauch ihrer Schusswaffen.

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Auch der frühere Innenminister Markus Ulbig durfte während seiner Amtszeit die Kamenzer Schießanlage testen. Foto: Archiv

„Die 25-Meter-Bahn wird ausschließlich von der Polizei genutzt“, erklärt Dieter Raack. Der Präsident der Schützengesellschaft Kamenz freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen, der für die Ausbildung seiner Polizisten einen Großteil der Kapazitäten auf der vereinseigenen Schießanlage auslastet. Neben der Kurzbahn gibt es noch eine Anlage mit der doppelten Länge, die sowohl vom Freistaat als auch vom Verein genutzt wird. Und dann existiert noch eine 100-Meter-Bahn, die jedoch in den letzten Jahren nicht mehr in Betrieb war. Doch das soll sich ändern: „Wir wollen die Bahn wieder in Nutzung nehmen“, so Dieter Raack. Die Grundlage dafür bildet ein Beschluss der Vereinsmitglieder. Davon profitieren neben den Schützen mit Langwaffen auch die Bogenschützen des Vereins, die für ihr Training ebenfalls eine längere Strecke benötigen. Erst im Mai 2018 wurde innerhalb der Schützengesellschaft eine entsprechende Sektion gegründet, die vor allem bei Jugendlichen großen Anklang findet.

Für die Finanzierung dieser Maßnahme ist es der Schützengesellschaft gelungen, den Freistaat Sachsen mit ins Boot zu holen. Mit 23.000 Euro unterstützt er die Ausbaupläne des Vereins, was auch den Anlass für den Besuch des Staatssekretärs bildete. „Die Lessingstadt Kamenz kann auf mehr als 600 Jahre Schützentradition zurückblicken. Gern unterstützen wir den Erhalt dieses Brauchtums und das breitensportliche Engagement der hiesigen Schützengesellschaft“, unterstreicht Günther Schneider. Mit diesem Betrag trägt der Freistaat etwas weniger als die Hälfte zu der avisierten Gesamtsumme von circa 50.000 Euro bei.

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Den „Rest“ stemmt der Verein aus eigenen Mitteln und mit eigenen Kräften. „Wir haben Erfahrung mit Eigenleistungen, denn auch bei früheren Investitionen mussten wir diese erbringen“, betont Geschäftsführer Thomas Reinecke. „Alle arbeitsfähigen Mitglieder werden einen Großteil ihrer Freizeit in diesem Jahr auf der Anlage verbringen.“ Um die Lärmemissionen niedrig zu halten, wird die Langbahn mit Schießkanälen ausgestattet.

Neben dem Wiederaufbau der 100-Meter-Bahn hält das Jahr 2019 noch eine weitere Besonderheit für die Schützengesellschaft Kamenz bereit: Am 17. August findet in der Lessing-stadt im Rahmen des Forstfestes das 16. Treffen Sächsischer Schützenvereine statt – der Jahreshöhepunkt des organisierten Schützenwesens im Freistaat Sachsen mit circa 800 Teilnehmern.

Nicht zufällig fällt es mit dem 25-jährigen Jubiläum des alljährlichen Treffens der Westlausitzer Schützenvereine zusammen.
Oberbürgermeister Roland Dantz, selbst Ehrenmitglied, sieht dies als „Wertschätzung für die von der Schützengesellschaft Kamenz geleistete Arbeit in unserer Stadt.“

Uwe Menschner / 01.04.2019

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