Wilthener Bahnhof hat wieder neue Eigentümer

Der Wilthener Bahnhof besteht besteht laut Beschreibung aus dem Auktionskatalog aus zwei Kopfbauten und einem Zwischenbau.
Wilthen/Dresden. Der Wilthener Bahnhof hat einen neuen Eigentümer. Er wurde durch die Sächsische Grundstücksauktionen AG für 45.000 Euro versteigert, wie aus der Website des Unternehmens hervorgeht. Das Auktionslimit hatte bei 19.000 Euro gelegen. Nach Informationen der Stadtverwaltung Wilthen erhielt ein Bieter aus Denzlingen (Baden/Württemberg) den Zuschlag.
Die Stadtverwaltung kommentiert dies im Wilthener Amtsblatt wie folgt: „Es bleibt abzuwarten, was nun mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude geschieht. Seit 20 Jahren wechselt sich ein privater Eigentümer mit dem nächsten ab und keiner hatte bisher Ideen und Geldmittel, etwas am Zustand des Objekts zu verbessern.“
Und weiter: „Ursache war die Entscheidung der Deutschen Bahn, sich von solchen Gebäuden zu trennen und sich ihrer Verpflichtung zur Erhaltung zu entziehen.“
Das letzte Mal war der Wilthener Bahnhof im März 2023 versteigert worden, damals für 25.000 (laut anderen Quellen 29.000) Euro. Damit hat der bisherige Eigentümer – auch wenn man die mit der Auktion verbundenen Kosten berücksichtigt – nach seiner knapp dreijährigen Besitzerschaft noch eine recht erkleckliche Rendite von etwa 15 Prozent pro Jahr erzielt. Eventuell getätigte Investitionen wären davon abzuziehen.
Der Wilthener Bahnhof besteht besteht laut Beschreibung aus dem Auktionskatalog aus zwei Kopfbauten und einem Zwischenbau. Erbaut wurde er demnach um 1877. Im Erdgeschoss des Zwischenbaus befinden sich die ehemalige Empfangshalle mit Schalterraum, Wartebereich und weiteren bahnspezifischen Funktionsbereichen. Der Ostflügel mit einem Gaststättentrakt im Erdgeschoss weist einen massiven Dachschaden, Deckenbrüche und weitere Bauschäden auf. Im offenbar besser intakten Westflügel sind im Erdgeschoss Gewerbe- und in den Obergeschossen Wohnräume untergebracht. Es ist laut Beschreibung keine funktionsfähige Heizungsanlage mehr vorhanden. Einige Räumlichkeiten sind dauerhaft an die Deutsche Bahn AG vermietet, da sich in ihnen noch genutzte Bahntechnik befindet. Im Sommer dieses Jahres hatte das Bauordnungsamt des Landkreises Bautzen Sicherungsarbeiten verfügt, da Bauwerksteile herabstürzen könnten.