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Brücke verhindert pünktlichen Start

Brücke verhindert pünktlichen Start

Freigabe lässt auf sich warten: Dieses Bild vom Brückenumbau in Göda wird sich voraussichtlich noch bis Mitte Dezember zeigen.

Entlang der S 111 gehen die Arbeiten für den neuen Radweg in die Endphase. Zwischen Bautzen und Rothnaulitz sollen schon bald Radfahrer sicher und unfallfrei unterwegs sein können. Inzwischen hat sich im Zuge der Baumaßnahme jedoch herausgestellt, dass der notwendige Umbau der Brücke über das Lange Wasser in Göda aufwendiger wird als zunächst gedacht. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr geht mittlerweile davon aus, dass die für Monatsende anvisierte Fertigstellung wohl nicht machbar ist. OLK-Redakteur Roland Kaiser hat Behördensprecherin Isabel Siebert zu den Gründen der Verzögerung befragt.

Frau Siebert, wenn man durch Göda fährt, fällt auf, dass die Brückenbauarbeiten nach wie vor voll im Gange sind. Wann ist nach jetzigem Kenntnisstand mit einem Ende der Baumaßnahme zu rechnen?

Isabel Siebert: Bis Mitte Dezember sollen die Arbeiten soweit abgeschlossen werden, dass die S 111 wieder ohne Einschränkungen genutzt werden kann. Die Anpassung der Gehwege beziehungsweise des neuen Radweges wird dann im Frühjahr 2018 nochmals mit halbseitiger Sperrung erfolgen.

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Für die Arbeiten wurde ein Privatgelände in Anspruch genommen, auf dem sich sonst Kundenparkplätze eines Gasthauses befinden. Ab wann wird der Inhaber wieder voll und ganz über sein Grundstück verfügen können?

Isabel Siebert: Der Rückbau der Behelfsumfahrung mit der Behelfsbrücke soll ebenfalls bis Mitte Dezember 2017 erfolgen. Danach ist das Grundstück wieder weitestgehend nutzbar.

Wo liegen denn nun die Gründe für die Bauverzögerung in Göda?

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Isabel Siebert: Da es sich um einen Brückenumbau handelt, muss die Planung immer wieder an den vorgefundenen Zustand angepasst werden. Bei der punktuellen Baustelle und dem extrem beengten Bauplatz sind dann kaum Ausweicharbeiten möglich. Die Baufirma hat zudem organisatorische Probleme sowohl bei der Bereitstellung von eigenem Personal und Technik als auch in punkto Materiallieferung und dem Einsatz der nötigen Spezialfirmen beispielsweise für Verbau, Gerüst und Abdichtung. Der Markt ist so stark ausgelastet, dass die üblichen Bestellfristen sich extrem verlängert haben. Das führt immer wieder zu Stockungen im Bauablauf. Inzwischen spielt jedoch auch das Wetter eine Rolle. Witterungsabhängige Arbeiten – Abdichtung und Asphalt – müssen bei Regen oder gar Frost verschoben werden.

Welche Arbeiten stehen darüber hinaus auf der rund 2,6 Kilometer langen Trasse an?

Isabel Siebert: Der Radweg auf dem Wiesenweg von Semmichau nach Göda muss noch fertiggestellt werden. Dazu ist insbesondere im Bereich Göda der vorhandene Wiesenweg auszubauen. Dabei sind kleinere Stützwände zu errichten, die Entwässerungseinrichtung zu erstellen und der Radweg in Asphalt herzustellen. Bei weiterhin günstigen Witterungsbedingungen ist eventuell die Fertigstellung des Abschnittes bis Ende November/Anfang Dezember möglich.

Auf den Punkt gebracht: Ab wann lässt es sich von Bautzen bis Rothnaußlitz durchgehend radeln, nachdem Anfang September noch von einer ganz anderen Terminkette die Rede war?

Isabel Siebert: Mit der Verkehrsfreigabe ist im kommenden Frühjahr zu rechnen. Den genauen Termin dafür werden wir zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Wie teuer wird nunmehr der Teilabschnitt zwischen Göda und Rothnaußlitz?

Isabel Siebert: Wir rechnen mit Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Allein für den Brückenbau in Göda samt der Behelfsumfahrung und des Radweganschlusses sind eine halbe Million Euro eingeplant.

Redaktion / 22.11.2017

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