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Gottesdienst aus Herrnhut live im ZDF

Gottesdienst aus Herrnhut live im ZDF

Das ZDF überträgt den Gottesdienst am 2. Advent, Sonntag, 4. Dezember, ab 9.30 Uhr, live aus der Herrnhuter Kirche. Wer den Gottesdienst im Kirchensaal miterleben will, sollte schon 8.50 Uhr dorthin kommen. | Foto: Peter Isterheld

Herrnhut. Der Herrnhuter Stern ist ein bekanntes Symbol für die Advents- und Weihnachtszeit, dessen Ausstrahlung weit über die Oberlausitz hinausreicht. Das ist Grund genug für das ZDF am Sonntag, 4. Dezember, nach Herrnhut zu kommen, um den Gottesdienst der Brüdergemeine zum 2. Advent ab 9.30 Uhr live im Zweiten Deutschen Fernsehen zu übertragen.

Unter dem Motto „Hoffnung empfangen – Hoffnung weitergeben“ gehen Menschen aus Herrnhut der Geschichte und Bedeutung des Sterns nach. Und sie berichten von einem besonderen Stern, den unterschiedliche Gemeindegruppen gemeinsam für den Kirchensaal hergestellt haben. Die Brüdergemeine lädt herzlich dazu ein, diesen Gottesdienst mitzuerleben und sich von der Botschaft des Sterns berühren zu lassen.

Vor 15 Jahren gab es laut Pfarrer Peter Vogt in Herrnhut schon einmal einen MDR-Fernsehgottesdienst, der gut lief. 2004 sei der Eröffnungsgottesdienst für „Brot für die Welt“ am 1. Advent im ARD aus Herrnhut übertragen worden. „Dies war ein Gottesdienst mit vielen Beteiligten aus unterschiedlichen kirchlichen Organisationen. Dementsprechend war die Kommunikation und Organisation schwieriger“, erzählt er.

Für den bevorstehenden Gottesdienst fragte das ZDF erstmals im Herbst 2014 in Herrnhut an. Zum Themenjahr der Luther-Dekade „Reformation und die eine Welt“ habe sich das ZDF für Herrnhut als einen Ort mit internationaler Ausstrahlung interessiert. Laut vorliegenden Informationen stellt das ZDF diesen Gottesdienst in den Dienst einer deutschlandweiten Fernsehgemeinde. „Wir laden viele Menschen über den Bildschirm zu uns ein. Schätzungsweise könnten es um die 550.000 Personen sein. So vielen Leuten eine gute Botschaft für die Adventszeit mitzugeben, ist natürlich eine große Herausforderung und eine wunderbare Chance zugleich“, sagt Peter Vogt.

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Menschen aus Herrnhut gehen im Gottesdienst der Geschichte und der Bedeutung des Herrnhuter Sterns nach. Die Veranstaltung wird live im ZDF übertragen. | Foto: Peter Isterheld

Seit März gibt es eine kleine Arbeitsgruppe, die Inhalt und Ablauf des Gottesdiensts entwickelt hat.
„Hier haben wir Texte entworfen und Sprecherrollen verteilt“, berichtet er. Seit September laufen dafür die konkreten Vorbereitungen. Der Ablauf wurde als „Drehbuch“ zusammengestellt. Chor und Bläser übten Musikstücke ein. „Wir haben nach Freiwilligen für Verpflegung, Telefondienst und technische Unterstützung angefragt“, ergänzt er. Mit den Mitarbeitern vom ZDF gab es eine Vorbesichtigung, bei der viele technische Details abgesprochen wurden.

Aller Voraussicht nach sind zur Live-Übertragung vier bewegliche Kameras im Einsatz, die an unterschiedlichen Stellen im Kirchensaal platziert werden. Die Kirche fasst etwa 350 Personen. „Wegen der Technik müssen wir aber einige Bänke entfernen“, sagt er. Peter Vogt geht von einer guten Resonanz zu dieser Veranstaltung aus. Wie viele Menschen tatsächlich kommen, kann der Pfarrer aber schlecht voraussagen. „Ein wichtiges Element für unsere Botschaft ist der Herrnhuter Stern. Mehrere davon werden im Saal und um die Kirche herum leuchten. Besonders stolz sind wir auf den einzigartigen 110-zackigen Stern, den Leute aus unserer Gemeinde selbst gebaut haben“, sagt er. Daneben gibt es einen Adventskranz und Tannenschmuck.

Für die Fernsehzuschauer beginnt der Gottesdienst ab 9.30 Uhr im ZDF. Wer den Gottesdienst im Kirchensaal miterleben will, sollte schon um 8.50 Uhr dorthin kommen, sagt er. Des Ereignis setzt laut Peter Vogt viel Energie frei: „Ein bisschen aufgeregt sind wir schon. Wir wissen aber auch, dass alles gut vorbereitet ist und die Leute vom ZDF sehr professionell arbeiten.“ Seine Frau Jill und er begrüßen zum Auftakt die Zuschauer in einem vorher aufgezeichneten „Ansager“ vor der Kirche. Den weiteren Ablauf des Gottesdienstes beschreibt Peter Vogt wie folgt: „Wir werden Hoffnungsgeschichten erzählen, die sich mit der Botschaft des Adventssterns verbinden.

Dazu haben wir schöne Musik ausgesucht. Betend greifen wir die Sorgen auf, die viele Menschen in unserer Region in dieser Zeit bewegen.“ Die Besucher dürfen natürlich auch in die Kameras lächeln. „Ob die Kamera gerade sendet, wissen wir aber erst hinterher“, sagt er. Mit dem Wunsch für eine friedvolle Adventszeit und einem Segen endet quasi die Live-Übertragung des Gottesdienstes nach 44 Minuten und 30 Sekunden. Der Pfarrer wünscht sich jedenfalls, „dass unsere Botschaft der Hoffnung viele Menschen anspricht und ihnen Mut macht.“ In einem so genannten Nachtreffen sollen dann die Erfahrungen und Rückmeldungen ausgewertet werden.

Steffen Linke / 03.12.2016

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Kommentare zum Artikel "Gottesdienst aus Herrnhut live im ZDF"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Wolfgang Kleemann schrieb am

    Danke für den wunderbaren Gottesdienst mit der wirklich frohen Botschaft in Lied und Wort, besonders in der Predigt von Frau Vogt. Das war ein frischer Wind, der den Nebel der Ängste und Sorgen wegblasen konnte.

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