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Klarer Favorit gegen das Schlusslicht

Klarer Favorit gegen das Schlusslicht

Die Mannen des FC Oberlausitz Neugersdorf um Max Fröhlich (links) wollen gegen die TSG Neustrelitz zu Hause drei wichtige Punkte einfahren. Foto: Florian RIchter

Der FC Oberlausitz Neugersdorf empfängt in der Fußball-Regionalliga am Sonntag, 20. November, um 13.00 Uhr, zu Hause das Tabellenschlusslicht TSG Neustrelitz. Der Favorit strebt in diesem Spiel einen Dreierpack an.

Neugersdorf. „Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt. Wir wollen unbedingt auf Rasen spielen und nicht auf den Kunstrasenplatz ausweichen.“ Der Trainer Vragel da Silva denkt nicht nur an die Gelenke seiner Spieler, sondern auch an die größeren Räume, die seinen Akteuren im Stadion zur Verfügung stehen. Denn was ein enges Spielfeld bewirken kann, hat die Begegnung in Fürstenwalde gezeigt. Zwar hatten die Oberlausitzer dort deutlich mehr vom Spiel, doch die Enge des Platzes kam den spielerisch unterlegenen Gastgebern entgegen und machte es den Neugersdorfern besonders schwer, ihre Dominanz in Zählbares umzumünzen.

Letztendlich gelang das dank einer starken Einzelleistung von Marcelo de Freitas Costas, der eine knapp sechsstündige Torflaute der Neugersdorfer beenden konnte. Wenig später machte Robert Koch mit seinem ersten Saisontor den Sieg perfekt, nachdem er zuvor zweimal den Pfosten getroffen hatte.

Mit den Neustrelitzern kommt der abgeschlagene Tabellenletzte ins Oberland. Ein Punkt aus dreizehn Spielen, zehn Zähler hinter dem ersten (Vielleicht-)Nichtabstiegsplatz – die Zahlen sind ernüchternd und mündeten Anfang November in der Trennung von Trainer Benjamin Duray. Bemerkenswert und branchenunüblich ist dabei, dass er sich anschließend in den Vereinsmedien sogar selbst äußern und seinem Nachfolger „Alles Gute und den noch ausstehenden Erfolg“ wünschen durfte. Nachfolger Andreas Kavelmann hätte in seinem Premierenspiel die Punktezahl seines Vorgängers fast verdoppeln können. 3:3 stand es gegen Wacker Nordhausen bis zur letzen Minute, ehe der kurz zuvor eingewechselte Marco Sailer den tapfer kämpfenden Neustrelitzern noch den Dolchstoß versetzte. Vragel da Silva hat dieses Spiel des kommenden Gegners ausgewertet und warnt vor einer etwaigen Unterschätzung: „Die Neustrelitzer sind gegen Nordhausen sehr stark aufgetreten. Der Trainerwechsel hat den Spielern neuen Schwung verliehen. Die wollten etwas beweisen. Das wird auch gegen uns so sein.“

Doch davon darf sich seine Mannschaft nicht beirren lassen. „Wir haben auf jeden Fall die Qualität, die drei Punkte zu behalten. Das müssen wir auch tun, wenn wir uns in der Tabelle weiter nach oben orientieren möchten und zudem Selbstvertrauen für das schwere Restprogramm gegen den Berliner AK, Hertha II. und Cottbus tanken wollen“, sagt er. Dabei kann der Trainer auch auf Jaroslav Dittrich hoffen, der wieder voll im Training steht. Sepp Kunze fehlt nach fast siebenmonatiger Verletzungspause die Spielpraxis, sodass für den Verteidiger vielleicht ein Einsatz in der zweiten Mannschaft in Frage kommt. Trotzdem sind seine Fortschritte offensichtlich und ermutigend. Felix Schulz (Rückenprobleme) und Robin Huth (Oberschenkelzerrung) werden am Sonntag nicht auflaufen.

Auf jeden Fall ist der FC Oberlausitz Neugersdorf gegen die TSG Neustrelitz klarer Favorit. Trotzdem besteht überhaupt kein Grund zum Übermut. Im Vorjahr spielten die Neugersdorfer im November ebenfalls zu Hause gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten, der kurz zuvor den Trainer entlassen hatte.

Am Ende waren die Gesichter bei den Oberlausitzern lang, obwohl sie noch Glück im Unglück hatten. Josef Nemec rettete mit seinem Treffer zwei Minuten vor dem Ende gegen Halberstadt beim 2:2 noch einen Punkt.

Redaktion / 19.11.2016

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