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MS „Oberlausitz“ lädt 2017 zur Seerundfahrt

MS „Oberlausitz“ lädt 2017 zur Seerundfahrt

Aus der MS „Pfälzerland“, die hier noch auf dem Rhein unterwegs ist, wird bald die MS „Oberlausitz“, die ab nächstem Jahr Passagiere auf dem Berzdorfer See befördern soll. Foto: Fahrgastschiff Pfälzerland Speyer

Spätestens im nächsten Jahr ist die schifffreie Zeit auf dem Berzdorfer See vorbei. Denn ein Bernstädter Bau-Unternehmer lässt derzeit eine „alte Dame“ der Rhein-Schifffahrt aufpeppen, um ab 2017 über den See zu schippern. Aus MS „Pfälzerland“ wird MS „Oberlausitz“.

Bernstadt/Tauchritz. Den See quasi vor der Haustür findet Stefan Gläsel schon seit seinem Entstehen toll. Und je mehr er sich füllte, setzte sich bei ihm die Erkenntnis durch: Hier fehlt doch was! Na klar: ein Schiff. Jetzt, da der Berzdorfer See längst voll ist und als Tourismus- und Erholungsareal immer beliebter wird, entschied sich der Bernstädter Bau-Unternehmer zu handeln. Kurzerhand nahm er Verbindung zu einem Makler auf und beauftragte ihn, ein seinen Vorstellungen entsprechendes Schiff zu finden. Letztlich sah sich Gläsel vier schwimmende Kandidaten an, auf einen davon fiel seine Wahl: „Es ist die ehemalige MS ‚Pfälzerland‘, die noch bis vor acht Wochen über den Rhein geschippert ist und ihren Ankerplatz in Speyer hatte. Sie stand zum Verkauf – und sie gefiel uns einfach.“ In den nächsten Wochen und Monaten soll die aus dem Jahre 1935 stammende und als Fähre erbaute „alte Dame“ zur MS „Oberlausitz“ umgerüstet werden. „Ein bisschen Heimatkolorit muss schon sein“, meint Gläsel und schmunzelt dabei.

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Ähnlich der früheren Inneneinrichtung soll auch das Innenleben der MS „Oberlausitz“ gestaltet werden. Investor Stefan Gläsel möchte nichts Hypermodernes, sondern eher Traditionelles für seine Fahrgäste schaffen. Foto: Fahrgastschiff Pfälzerland Speyer

Doch ehe bis zu 200 Passagiere mit dem 30 Meter langen und 5,30 Meter aus dem Wasser ragenden Schiff über den Berzdorfer See fahren können, ist noch viel Arbeit nötig. „Die Maschine ist top“, weiß Gläsel. Allerdings gilt es, das Innere des Gefährts entsprechend der neuen Aufgabe herzurichten und es aus mehreren Einzelteilen überhaupt erst einmal zusammenzufügen. Denn transportiert wurde die MS „Pfälzerland“ in mehreren Stücken und Etappen. Das Fahrerhaus kam schon in Duisburg runter, damit es bei der Fahrt über den Mittellandkanal nicht zu Kollisionen mit Brücken kam. Im Alberthafen in Dresden wurde schließlich das Oberdeck abgenommen, das noch immer auf seinen Weitertransport in die Oberlausitz wartet. Das Unterschiff ist inzwischen vor Ort und lagert hinter einem Sichtschutz in den Tagesanlagen in Tauchritz. Von dort aus soll es nach seiner Fertigstellung ohne Probleme in den See bugsiert werden. „Wir lassen uns damit aber Zeit. Wenn wir 2017 an den Start gehen können, bin ich zufrieden“, lässt Gläsel keine Hektik aufkommen.

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Zwar liegt die wasserrechtliche Genehmigung und damit auch die Erlaubnis für Fahrgastschiffe laut Katharina Poplawski für 2016 bereits vor, doch die MS „Oberlausitz“ soll ja erst in der nächsten Saison von ihrem Heimathafen Tauchritz aus in See stechen. „Diese Genehmigung muss immer wieder neu beantragt werden“, erläutert die Projektleiterin der Stadt Görlitz für den Berzdorfer See. Momentan allerdings laufe schon das Verfahren der Schiffbarkeitserklärung, die nach ihrer Genehmigung dann dauerhaft sei.

Anlegestellen gibt es neben dem Hafen derzeit vier rund um den See. „Im Planungsverband wird aktuell über diese Problematik diskutiert“, so Poplawski. Eine Entscheidung kann erfahrungsgemäß aber dauern. Stefan Gläsel ist jedoch optimistisch, dass er seinen Rhein-Dampfer ab 2017 mit großem Erfolg als Ausflugs- bzw. Charterschiff auf dem Berzdorfer See einsetzen kann.

Frank-Uwe Michel / 14.06.2016

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Kommentare zum Artikel "MS „Oberlausitz“ lädt 2017 zur Seerundfahrt"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Ramona Koschkar schrieb am

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