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Nachschub gesucht für das „Eurolino“

Nachschub gesucht für das „Eurolino“

Nur noch ein paar Sofas, Sessel und Lampen gibt es im Sozialkaufhaus „Eurolino“ in der Bahnhofstraße 17 in Zittau. Für sozial Bedürftige werden dringend Möbel jeglicher Art, aber auch elektrische Geräte gesucht. | Foto: fum

Zittau. Die Lagerräume im Sozialkaufhaus „Eurolino“ sind fast leer. Vereinzelt stehen noch ein paar Sofas herum, auch eine Schrankwand ist noch da. Aber sonst? Wird dringend nach einer Auffrischung der Bestände gesucht. Vor allem Möbel und Elektrogeräte werden zur Weitergabe an sozial Bedürftige gebraucht.

Gut sehen sie aus, die Couchgarnituren. Vielleicht nicht mehr der Mode letzter Schrei, aber durchaus verwendungsfähig. „In unserer sozial schwachen Region ist das Sozialkaufhaus eine unentbehrliche Einrichtung“, ist Sonja Sonntag überzeugt. Die Leiterin des Frauen- und Familienzentrums, das seit zehn Jahren das „Eurolino“ betreibt, hat den besten Überblick. „Zurzeit ist die Nachfrage von sozial Bedürftigen so groß, dass wir sie gar nicht mehr bedarfsgerecht bedienen können.“ Mit anderen Worten: Es kommt zu wenig Nachschub, um ihn je nach Wunsch weitergeben zu können.

Doch woran liegt es, dass momentan Flaute bei der Abgabe wiederverwertbarer Einrichtungsgegenstände herrscht? „Viele Leute sind jetzt im Urlaub und befassen sich mit anderen Dingen, als ihre Wohnung auszuräumen“, vermutet Wolfgang Förster, der schon seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Sozialkaufhaus tätig ist und mit seinem technischen Verständnis die angebotenen Dinge beurteilt.
„Vielleicht wissen viele Leute auch nicht, dass sie anderen Menschen etwas Gutes tun können, wenn sie ihre ausrangierten Möbel und Elektrogeräte nicht als Sperrmüll auf die Straße stellen, sondern dem ‚Eurolino‘ kostenlos zur Weiterverwendung zur Verfügung stellen“, meint Sonja Sonntag. „Möglicherweise“, ergänzt sie schmunzelnd, „leisten sich die Menschen momentan aber auch zu wenig Neues.“

Wie dem auch sei – was in den Haushalten der Region keine Verwendung mehr findet, aber noch funktioniert und ansehnlich ist, sollte seinen Weg ins Sozialkaufhaus finden. Kühlschränke, Herde (kein Gas), Küchenmöbel und kleine Anbauwände sind besonders gefragt. Aber auch sonstige Möbel haben gute Chancen, in den Fundus des „Eurolino“ aufgenommen zu werden. „Wir schauen uns die Dinge an und beurteilen, ob sie für unsere Zwecke verwendungsfähig sind oder nicht“, erläutert Wolfgang Förster. Schrankwände aus DDR-Zeiten – auch wenn sie gut erhalten sind – wolle allerdings niemand mehr.
Um die Abholung brauchen sich die Spender nicht zu kümmern, das erledigen die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer des Frauen- und Familienzentrums, das zum dfb-Regionalverband Sachsen Ost gehört. Gebrauchte Kleidung werde dagegen meist selbst in die Bahnhofstraße 17 gebracht, erzählt Sonja Sonntag.

Im „Eurolino“ werden die sozial Bedürftigen bei ihrer Suche nach geeigneten Haushaltsgegenständen, Möbeln und Textilien von Elke Printz, Angelika Matthes und Nasir Merzajan unterstützt. Sie sind als Bundesfreiwilligendienstler bzw. über eine MAE (Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung) beim Frauen- und Familienzentrum angestellt. Hilfe gibt es auch von Ehrenamtlern und von der Bürgerstiftung „Wir für Sachsen“.

Wer sozial bedürftig ist und zur Ausstattung seiner Wohnung gebrauchte, aber gut erhaltene Gegenstände benötigt, der sollte dem „Eurolino“ auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Gleiches gilt auch für jene Menschen in der Region, die etwas ausrangieren wollen, es aber für zu gut befinden, um es zum Sperrmüll zu geben.
Geöffnet ist das Sozialkaufhaus montags bis donnerstags von 8.00 bis 15.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr. Zu erreichen ist es telefonisch unter (03583) 70 47 87 oder
79 50 94.

 

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Frank-Uwe Michel / 11.09.2016

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