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Neues Mobiliar für das „Kinderkombinat“

Neues Mobiliar für das „Kinderkombinat“

Einige der Löwenzahn-Kinder zeigen Sparkassenvorstand Dirk Albers und Bürgermeister Jürgen Arlt ihre Einrichtungswünsche.

Zweimal im Jahr macht eine Lotteriegesellschaft eine ganze Stange Geld für gemeinnützige Projekte locker. Freuen über eine Finanzspritze dürfen sich in diesen Tagen Vereine und Einrichtungen in Bischofswerda, Medewitz, Bautzen und Taubenheim. Doch nicht nur dort.

Weißenberg. Sie wollen ihren Gruppenraum aufhübschen und brauchen dafür Geld. Viel Geld. Einen Finanzier haben die Erzieher und Kinder der Kita „Löwenzahn“ im Weißenberger Ortsteil Wurschen auch schon gefunden – und zwar in der Kreissparkasse Bautzen. Sie wird den Wunsch nach neuem Mobiliar finanziell unterstützen. Das Ganze erfolgt im Rahmen des bundesweiten PS Sparens. Bei dieser Lotterieart zahlen Kunden der Bank einen gewissen Betrag ein, der ihnen die Chance auf einen Gewinn ermöglicht. Ein Teil der Summe geht unterdessen an gemeinnützige Projekte wie das in Wurschen. Rund 28.000 Euro – dieser Betrag kam allein zwischen Juli und Dezember 2016 zusammen – kann das Kreditinstitut nun für verschiedene Maßnahmen in ihrem Einzugsgebiet zur Verfügung stellen.


Im Vorfeld der Ausschüttung hatten sich die Vierjährigen der Hummelgruppe Gedanken darüber gemacht, wie sich ihr Gruppenzimmer einrichten lässt, in dem sie Tag für Tag spielen, experimentieren, essen und schlafen. Doch nicht nur sie werden von der geplanten Verjüngungskur profitieren. Gerade in den frühen Morgenstunden dient der großzügig geschnittene Doppelraum samt Sanitärtrakt allen Kindern der Einrichtung als Ort des Ankommens. Kurz vor Feierabend finden Eltern ihre Knirpse dort, um sie abzuholen. Dementsprechend muss das Mobiliar sehr funktionell und stark belastbar sein, weiß Kita-Leiterin Diana Kemnitz. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie eine Investitionssumme von rund 19.000 Euro errechnet. Zu Wochenbeginn gab es nun die gute Nachricht: Das in Bautzen ansässige Geldhaus übernimmt einen Großteil der Summe. Maskottchen Winni übergab am Montagvormittag gemeinsam mit Sparkassenvorstand Dirk Albers den „Löwenzähnen“ einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Zum Dank präsentierten die Kinder ihren Körperteilblues, auch um zu zeigen, wie fit sie sich halten.

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In der Einrichtung in Wurschen werden aktuell 78 Mädchen und Jungen betreut. Insgesamt stehen 94 Plätze zur Verfügung, vier davon für Integrationskinder. Vor 25 Jahren waren Krippe und Kindergarten vom benachbarten Wasserschloss ins einstige Gemeindeamt gezogen, einem Bau, der zu Wendezeiten fertiggestellt wurde und auf Abrechnungen eines Energieversorgers bisweilen als „Kinderkombinat“ ausgewiesen wurde. Darüber kann Bürgermeister Jürgen Arlt nach wie vor schmunzeln. „Eigentlich soll das Ganze ‚Kinderkombination‘ heißen“, verrät er, „doch das Wort passte in seiner gesamten Länge nicht aufs Papier.“ Die finanzielle Zuwendung aus Bautzen ließ auch ihm einen Stein vom Herzen fallen. Was die Zukunft der Kita anbelangt, verfüge diese über eine ausreichende Kapazität. Sie gibt Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren für Stunden ein Zuhause. Die kleinen Löwenzähne kommen entweder aus dem etwa sechs Kilometer entfernten Stadtgebiet oder dem näheren Umland.
Diana Kemnitz: „Natürlich wird das nicht das letzte Projekt gewesen sein. Da die Unfallkasse den Zustand des Zauns rund um unseren Pool moniert hat, müssen wir demnächst an dieser Stelle handeln. Außerdem möchten wir gern die Hochbeete erneuern. Stillstand gibt es bei uns nicht.“               

Roland Kaiser / 18.04.2017

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