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Polizei verhindert Donnerstagabend neue Auseinandersetzung

Polizei verhindert Donnerstagabend neue Auseinandersetzung

Nach den Ausschreitungen in den vergangenen Tagen war die Polizei am Donnerstagabend erneut in Bautzen im Einsatz. Insgesamt rund 90 Polizisten - Bedienstete des örtlichen Reviers und der Polizeidirektion Görlitz unterstützt von Beamten aus den Polizeidirektionen Dresden und Leipzig sowie der Bundespolizeidirektion Pirna und dem Operativen Abwehrzentrum der sächsischen Polizei - verhinderten, dass eine dem rechten Lager zuzuordnende Gruppe und Personen des linksalternativen Spektrums aufeinandertrafen.

Polizeidirektor Uwe Kilz resümiert gegen 0:45 Uhr: „Die Polizei hat heute Abend in Bautzen konsequent die öffentliche Sicherheit und Ordnung gewährleistet. Die unschönen Szenen, wie sie an den vergangenen Abenden am Kornmarkt zu sehen waren, gab es heute nicht. Unsere Einsatztaktik ist aufgegangen.“

Im Polizeibericht werden außerdem folgende Angaben zum Verlauf des Donnerstagabends in Bautzen gemacht:

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Am Holzmarkt, so war es der Versammlungsbehörde angezeigt worden, wollten sich um 20.00 Uhr eine unbekannte Anzahl Personen versammeln. Als dort nur eine Handvoll Teilnehmer zugegen war, sagte der Anmelder seine Versammlung ab.

Etwa zeitgleich suchte auf dem Kornmarkt Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens den Diskurs mir Anwohnern und Einheimischen. Bis zu 200 Personen und zahlreiche Medienvertreter versammelten sich um den ersten Bürger der Stadt. Die Gesprächspartner trugen ihre Anliegen teils lautstark vor, jedoch gab es keinen Anlass für polizeiliches Einschreiten.

Dem Geschehen folgten rund um den Kornmarkt etwa 150 Schaulustige. In der überwiegenden Mehrzahl handelte es sich um junge, augenscheinlich erlebnisorientierte Männer. Sowohl auf dem Platz als auch unter den Schaulustigen waren zahlreiche junge Männer auszumachen, die augenscheinlich dem rechten Spektrum zuzuordnen waren. Nachdem der Oberbürgermeister den Kornmarkt verlassen hatte, warteten die Anwesenden offenbar, was sich im Weiteren ereignen würde.

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Ab 20.00 Uhr hatte eine Frau eine Versammlung auf dem Kornmarkt angezeigt, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Diese Versammlung begann erst um 21.45 Uhr, da die etwa 25 Teilnehmer des linksalternativen Spektrums in der überwiegenden Mehrzahl aus Dresden und Leipzig angereist waren. Als diese schwarz gekleidet den Kornmarkt betreten, stellten sich ihnen die auf dem Platz anwesenden rund 300 Einheimischen lautstark entgegen. Die Polizei trennte beide Lager konsequent.

Während ein Medienvertreter in dieser Phase in der Gruppe der Einheimischen filmte, wurde ihm auf den Arm geschlagen. Die Kriminalpolizei hat zu der Körperverletzung von Amts wegen die Ermittlungen aufgenommen und stellte die Personalien des 30-jährigen Tatverdächtigen fest.

Nach Abschluss der abendlichen Versammlung um 22.45 Uhr begleitete die Polizei die Teilnehmer zu einem Parkhaus, von dem aus diese zügig die Heimreise antraten. Gleichzeitig waren auf dem Kornmarkt rege Abwanderungen der bis dato ausharrenden Männer und Frauen zu verzeichnen. Gegen 23.30 Uhr hielten sich nur noch wenige Personen auf dem Kornmarkt auf. Es war Ruhe eingekehrt.

Während des Abends war die Polizei auch vor den örtlichen Asylbewerberunterkünften in Bautzen zugegen. Hier gab es keine Auffälligkeiten.

Insgesamt registrierte die Polizei während des Einsatzgeschehens acht Straftaten. Neben der bereits angesprochenen Körperverletzung auch in drei Fällen das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole sowie den Ruf einer rechten Parole, die als Volksverhetzung zu werten war.

Redaktion / 16.09.2016

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Kommentare zum Artikel "Polizei verhindert Donnerstagabend neue Auseinandersetzung"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Reichskaiser schrieb am

    Ich würde mich sehr freuen, wenn eines Tages die Polizei aufwacht und nicht mehr zu solchen Theater hinfährt. Zum einen, weil sie zu wenige sind, zum anderen weil sie Unterbezahlt sind. Und das wichtigste, das sie selbst aufhören unsere Steuergelder zu Verschwenden.
    Denn das ist ein Problem der Politiker die das alles wollten!!!! Also sollen sie Ihren Arsch da hinbewegen und Ruhe stifften!!! Die leben ja gut von unseren Steuergeldern.
    Sie unterstützen die Amerikaner in seiner Kriegstreiberei!!!, auf russisch besetzten Gebiet. Warum sind die Asylanten nicht in Amerika?? Von wo der Krieg ausging??? Warum sollen wir Europäer für deren Scheiße aufkommen???
    Wann werden nun endlich mal unsere Politiker die einen Eid geschworen haben zu Rechenschaft gezogen?????
    Die Gefahr vom Deutschen Volke aubzuwenden. Aber nein, man holt sie immer mehr rein und ist besessen davon, wie einst jemand Anfang bis Mitte der 40iger.

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